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Der lange Schatten der Nutztierhaltung

24 Jul


Der lange Schatten der Nutztierhaltung
Unter dem Titel "Livestocks long shadow" ist eine umfangreiche Dokumentation der UNO-Organisation FAO publiziert worden, die komplett im Internet auf den Seiten der FAO (fao.org,newsroom, news stories 2006 unter dem 29.11.2006) zur Verfügung steht. In diesem Bericht geht es um die globalen ökologischen Folgen der Nutztierhaltung; die Angaben beruhen auf neuesten statistischen Daten. Dabei zeigt sich eindrucksvoll, daß die Nutztierhaltung (Viehzucht, Massentierhaltung, Michwirtschaft etc.) einen der zwei oder drei bedeutendsten Verursacher der größten Umweltprobleme darstellt.

Folgende Fakten sind in diesem Bericht nachzulesen:

Die Fleischproduktion wird global voraussichtlich von derzeit 229 Mio. Tonnen auf 465 Mio. Tonnen im Jahr 2050 anwachsen; die Milchproduktion soll sich von derzeit 580 Mio. Tonnen auf 1043 Mio. Tonnen im Jahr 2050 steigern.

Die Nutztierhaltung ist bei weitem der größte Landnutzer auf der Erde; Weideflächen nehmen rund 29 Prozent der eisfreien Erdoberfläche auf der Erde ein; 33 Prozent der gesamten Ackerfläche werden für die Produktion von Futtermitteln verwendet. Insgesamt beansprucht die Nutztierhaltung 70 Prozent des gesamten landwirtschaftlich genutzten Landes rund 30 Prozent der Landoberfläche auf diesem Planeten.

Die Expansion der Nutztierhaltung ist ein Schlüsselfaktor für die Abholung der Regenwälder;70 Prozent der abgeholzten Waldgebiete im Amazonasbecken werden als Weideflächen genutzt; der Anbau von Futtermitteln beansprucht einen großen Teil des Restes. Ungefähr 20 Prozent des weltweiten Weidelandes sowie 73 Prozent der Weideflächen in trockenen Gebieten sind durch den Einfluß der Nutztierhaltung zerstört worden, wie z.B. durch zu starke Abgrasung, Bodenverdichtung und Erosion.

Die Nutztierhaltung setzt 9 Prozent des anthroprogenen CO2 frei; 37 Prozent des anthroprogenen Methans sowie 65 Prozent der Stickoxide, hauptsächlich durch die Verwendung von Dünger. Sie ist auch verantwortlich für fast zwei Drittel der Anthroprogenen Ammoniak-Emissionen, die signifikant zu der Versauerung des Regens und der Ökosysteme beitragen.

Insgesamt hat die Nutztierhaltung einen Anteil von 18 Prozent CO2-Äquivalenten an der Emission von Treibhausgasen und damit einen höheren Anteil als der gesamte Verkehr weltweit, auf der Straße, der Schiene, in der Luft und auf dem Wasser zusammen!

Bis zum Jahr 2025 werden 65 Prozent der Weltbevölkerung in Gebieten leben, in denen die Wasserversorgung kritisch ist. Die Nutztierhaltung benötigt 8 Prozent des globalen Wasserverbrauchs, hauptsächlich für die Produktion der Futtermittel; sie ist wahrscheinlich der größte Verursacher der Wasserverschmutzung und trägt zur Überdüngung der küstennahen "Todeszonen" und zur Zerstörung von Korallenriffen bei. In den USA ist die Viehzucht für 55 % der Bodenerosion zuständig, für 37 Prozent des gesamten Pestizideinsatzes und trägt zu einem Drittel der Belastung des Frischwassers mit Stickstoff und Phosphat bei.

Die Nutztierhaltung ist ein wesentlicher Verursacher von Antibiotikaresistenzen. In den USA gehen 50 Prozent des Einsatzes von Antibiotika auf das Konto der Nutztierhaltung.

Die Nutztierhaltung macht derzeit 20 Prozent der gesamten tierischen Biomasse (das ist die Gesamtmasse aller Tiere einschließlich aller Insekten, Würmer, Kleintiere, aller Vögel, Fische, Säugetiere usw.) aus und ist ein Hauptverursacher des Artensterbens.

Auszug aus: Saat und Ernte im Verlag das Wort GmbH, Marktheidenfeld, www:das-wort.com

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3 Kommentare

Verfasst von - 24. Juli 2007 in Uncategorized

 

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3 Antworten zu “Der lange Schatten der Nutztierhaltung

  1. anonymous

    6. September 2010 at 23:09

    Анонімний writes:Cars and houses are not cheap and not everybody is able to buy it. Nevertheless, loan are created to aid people in such kind of hard situations.

     
  2. anonymous

    14. Juni 2009 at 17:06

    Anonymous writes:Werde Vegetarier

     
  3. anonymous

    12. Juni 2009 at 23:06

    Frank writes:gibt es dafür auch quellen? Warum wird nichts dagegen unternommen? Wie wäre es mit einem Sonntagsfleischverbot 🙂 Wäre zumindest ein Anfang!

     

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