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Schallende Ohrfeige für den Papst

06 Nov

Schallende Ohrfeige für den Papst

Würzburger Gerichte urteilen: Mit einer Institution des Papstes in Verbindung gebracht zu werden, ist eine Beleidigung

Die Main-Post in Würzburg berichtete am 1.11.2009, dass ein Kirchenaussteiger, der einen römisch-katholischen Jäger als „Inquisitionshelfer“ bezeichnet hatte, wegen Beleidigung verurteilt wurde. Dieser Bezeichnung vorausgegangen war ein öffentlicher Angriff des Jägers im staatlichen Fernsehen gegen den urchristlichen Glauben des Kirchenaussteigers, der sich für die Abschaffung der Jagd einsetzt.

Zur Inquisition hatte Joseph Ratzinger am 3.3.2005 im ARD-Magazin Kontraste wörtlich gesagt: "Großinquisitor ist eine historische Einordnung, irgendwo stehen wir in der Kontinuität. Aber wir versuc hen heute das, was nach damaligen Methoden, zum Teil kritisierbar, gemacht worden ist, jetzt aus unserem Rechtsbewusstsein zu machen. Aber man muss doch sagen, dass Inquisition der Fortschritt war, dass nichts mehr verurteilt werden durfte ohne Inquisition, das heißt, dass Untersuchungen stattfinden mussten. "

Es ist allgemein bekannt, dass der heutige Papst viele Jahre Vorsitzender der "Glaubenskongregation" im Vatikan war, wie der heutige Name der Inquisitionsbehörde lautet. Eigentlich hätte der Kirchenapparat in Würzburg sich freuen müssen, wenn einer ihrer Helfer mit der Behörde des Papstes in Verbindung gebracht wird.

Was hat sich Staatsanwalt Dr. Dietrich Geuder wohl dabei gedacht, als er darauf bestand, dass es eine Schande ist, mit dem Wort Inquisition in Verbindung gebracht zu werden, und was hat den Amtsrichter Thomas Behl und die Richterin am Landgericht Müller inspiriert, als sie auf Teufel komm raus urteilten, dass es eine Beleidigung ist, mit der Behörde des Papstes in einem Atemzug genannt zu werden? Und warum sind die Richter des Oberlandesgerichts Bamberg ebenfalls auf diesen Zug aufgesprungen?

Vielleicht haben da manche in ihrer konfessionellen Benebelung nicht gemerkt, dass sie mit dem juristisch skandalösen Schlag gegen den Kirchenaussteiger gleichzeitig ihrem eigenen obersten Schirmherrn eine schallende Ohrfeige verpassen.

Auch der Main-Post -"Experte" Toepfer ist in seinem Bericht über die eigene Häme gestolpert, die sonst vielleicht bei seinen Mentoren gut ankommen wäre.

Dr. Dietrich Geuder hat sein "zweischneidiger" Erfolg jedenfalls nicht geschadet: Er wurde erst kürzlich für seine Verdienste mit dem Posten des Leitenden Staatsanwalts beim Landgericht Würzburg belohnt.

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Verfasst von - 6. November 2009 in Uncategorized

 

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