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Die Jagd hat versagt – Tierschutznews

13 Dez


Die von Jägern geäusserte Behauptung, sie könnten durch den Abschuss von Tieren deren Populationen regulieren, ist aus ökologischer Sicht falsch, sie dezimieren nur und dies nicht nachhaltig.

Die Jagd hat versagt. Jäger üben ihr unsägliches Handwerk hauptsächlich um ihrer selbst willen aus, also aus Interesse, Vergnügen und Leidenschaft. Jäger fehlinformieren die Öffentlichkeit regelmässig gezielt, um den Rückhalt für ihr barbarisches Hobby zu erhalten.

Agierten in anderen Gesellschaftsbereiche Regulatoren so dilettantisch wie die Jäger, wären sie längst im Gefängnis.

Wie würden wir reagieren, wenn Polizisten, welche den Verkehr regulieren, motorisierte alte und kranke Menschen erschiessen würden um den Verkehr zu bewältigen? Und wenn es immer noch zuviel Verkehr gibt, einfach auch noch Kinder oder die Mütter massakrierten, damit die Überpopulationen im Strassenverkehr gelöst wären? Natürlich könnten sie auch Ferrari- und Porschefahrer erschiessen, wegen den schönen Trophäen.

Oder was wäre, wenn die Bahn bestimmten Altersklassen der Bevölkerung den Zutritt in den Zug verwehren würde, sie auf dem Bahnsteig mit Waffengewalt dezimierte?

Landauf landab beklagen jedes Jahr Landwirte, Rebbauern und Waldbesitzer, obwohl sie dafür entschädigt werden, grosse Schäden durch Wildtiere an den Kulturen. Die Jagd ist also wirkungslos und kontraproduktiv. Sogar Steuerzahler müssen für das Hobby der Jäger aufkommen. Jagd löst nicht die Ursache des Problems, sondern ist Teil und Verursacher des Problems.

Durch falsche Jagdausübung wie z.B. in dem Problemkanton Graubünden, vermehren sich Reh und Hirsch überproportional im Durchschnitt zu anderen Regionen mit weniger Jagddruck. Anhand der eidgenössischen Jagdstatistk kann man sehr gut erkennen, wo die Auswüchse der Jagd ausgeufert und Wildtierprobleme auch hausgemacht sowie herangezüchtet sind. Der Alpenkanton Graubünden (7105 km2) ist flächenmässig viel kleiner, als die Alpenkantone BE, VS, TI und UR zusammen (15'072 km2) und dennoch weist Graubünden proportional teilweise immer grössere Abschusszahlen auf.

Der seit über 35 Jahren von den hobbyjägerbefreite Kanton Genf hat die durch die unprofessionellen Jäger selbstgemachten Wildtierprobleme nicht. Auch Holland, wo die Jagd seit 2002 weitgehen abgeschafft wurde, hat eine zivilisiertere Kultur ohne das Werk der Schande durch die Jäger. Jagd ist der Bremsklotz der natürlichen Evolution.

Der Jagddruck sowie andere Faktoren erhöht die Reproduktionsraten der betroffenen Tierpopulationen, was man nicht nur bei den Wildschweinen, Füchse, Rehen, Hirschen, Tauben sondern bei jeder Spezies (Arterhaltung, Überlebungsinstinkt, Geburtenausgleich usw.) beobachten kann. Die meisten Jäger akzeptieren die mitessenden Beutegreifer nicht. Sie hegen Rehe, Hirsche und Gämsen ähnlich wie Haustiere und wollen dann möglichst viel ernten. Sie denken, die Wildtiere gehören ihnen und sie hätten ein Recht auf Beute und Mord. Jäger haben die Verachtung von Tieren perfektioniert.

Die unethischen Auswüchse des primitiven Jägerdaseins werden dabei immer bestialischer. Neuerdings gibt es Sonderjagden oder Bambischiessen in der Schweiz, weil den Jägern die Kompetenz fehlt, Wildtierpopulationen nachhaltig zu regulieren – die selbstverursachten Probleme ihrer schlechten Wissenschaft im Wildtiermanagement längst über den Kopf gewachsen sind.

Beeindruckende Beispiele gab es schon früher, z.B. die massiven Fuchsvernichtungsaktionen, die man in den 70er und 80er Jahren auf Druck der Jäger behördlich anordnete, um die Tollwut zu bekämpfen: Die Gesamtzahl an Füchsen blieb konstant, weil die Geburtenraten ebenso rasch wie die Todesraten nach oben schnellten. Das einzige Resultat dieses militanten Handwerkens seitens der Jägerschaft war unnötiges Tierleid und Verschwendung von Steuergeldern. Die militanten Jäger mit ihrem Unwissen hatten komplett versagt.

Die Jagd bringt keine Lösung, sondern nur eine Verschlimmerung des Problems, weil durch das Jagen viele Tiere immer weiter in einen Lebensraum hineingetrieben werden, der für sie eigentlich ungeeignet ist.

Der Mensch zerstört hauptsächlich den Lebensraum der Wildtiere und nicht umgekehrt.

In der Schweiz werden jedes Jahr zehntausende in aller Regel völlig gesunde Wildtiere auf oftmals grausame Weise getötet. Hier erkennt man, dass das "edle Weidwerk" einer der grössten Schauplätze gesetzlich legitimierter Tierquälerei ist und direkt vor unserer Haustüre stattfindet.

Natürlich macht der Jäger ein vielfaches mehr Schäden in Wald und Flur als die beschuldigten Wildtiere, die in der freien Natur auch ihre Daseinsberechtigung haben. Allein die Jäger ver­ur­sa­chen enorme Per­so­nenschäden, Umweltschäden, Wildunfälle, Sach­schä­den, Arten­schä­den, Soziale Gewalt usw., die man gar nicht mehr beziffern kann.

Wildtiere, ob frei lebenden oder in Gefangenschaft, können Probleme verursachen, ähnlich einer menschlichen Überbevölkerung. Die Natur militant zurecht schiessen, wie dies bis anhin die Jäger praktizieren, ist nicht ethisch, weise, sicher und wird von der Öffentlichkeit immer weniger akzeptiert. Oftmals werken Jäger auch illegal.

Die meisten Jäger sind rückwertsgerichtet, anachronistisch und leben bei einer genaueren Analyse Gedankengut der puren Gewalt. Jäger sind militant. Sie eliminieren in ihren Augen minderwertige Lebewesen und blasen gerne Tieren das Lebenslicht aus für eine Trophäe. Das ganze wird mit primitiven und sektierischen Ritualen sowie Alkohol beglückwünscht. Jäger manipulieren, stören, quälen und zerstören. Ihre Taten und Jagdmethoden sind zum Teil so brutal und bestialisch, dass sich Jäger selbst nicht getrauen, darüber in der Öffentlichkeit zu reden, aus Angst vor Repressalien aus den eigenen Reihen.

Eine nachhaltige Populationskontrolle ist gefragt, um das Abschiessen von Tiere zu verhindern. Eine einfache und preiswerte Möglichkeit ist die Immunokontrazeption sowie das Jagdverbot für Hobbyjäger.

Heute gibt es längst nachhaltigere Formen der Schadensvermeidung, wie Elektrozäune, Gatter, optische, duftende und akustische Abwehrmassnahmen. Im Rahmen einer Vergrämung ist die Tötung von Tieren durch die Jäger zum Glück nicht erforderlich.

Quelle:tierschutznews.ch

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Verfasst von - 13. Dezember 2012 in Uncategorized

 

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