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„Sturzbäche von Blut“

18 Mai

Gespräch mit Gabriele Röwer. Über das Werk des Kirchenkritikers Karlheinz Deschner, den Abschluß seiner »Kriminalgeschichte des Christentums« und seine Prognose für den neuen Papst

Interview: Stefan Huth
….Auszug …Das Wort »Kriminalgeschichte« unterstellt so etwas wie Kontinuität – zieht sich kriminelles Handeln tatsächlich wie ein roter Faden durch die Kirchengeschichte?
»Roter Faden«? Deschner würde eher sagen »Sturzbäche von Blut«, ein einziger Blutstrom wälzt sich da durch die Jahrhunderte christlicher Reiche, betrachtet man, wie der Autor dieser »Kriminalgeschichte«, die politikbestimmenden Leitlinien der Kirchenmächtigen, nicht die Proteste jener, die dagegen aufbegehrten, auch unter Einsatz ihres Lebens, später dann als Feigenblatt zur Kaschierung klerikal begangener und abgesegneter Untaten mißbraucht. Und deren sind Legion. Ich zitiere aus jener Nürnberger Rede Deschners: »Hauptsache: mit Gott dem Herrn!… Mit Gott gegen die Heiden, mit Gott gegen die Juden, mit Gott gegen die Langobarden, die Sachsen, die Sarazenen, die Ungarn, die Briten, die Polen; mit Gott gegen die Albigenser, mit Gott gegen die Waldenser, mit Gott gegen die Stedinger, die Hussiten, die Geusen, die Hugenotten, die Bauern; mit Gott gegen die Protestanten, mit Gott gegen die Katholiken, mit Gott vor allem auch gegeneinander, mit Gott in den Ersten Weltkrieg, mit Gott in den Zweiten, mit Gott gewiss auch noch in den dritten; ökumenische Schlachtfeste sondergleichen…«
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