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Archiv der Kategorie: Glaube

Ohne Kippa, Kreuz und Kopftuch – Das neutrale Klassenzimmer

Ohne Kippa, Kreuz und Kopftuch – Das neutrale Klassenzimmer

Lehrer sollten in staatlichen Schulen keine religiösen Symbole zeigen dürfen, fordert der Pädagoge und Autor Rainer Werner. Er kritisierte Pläne, das Berliner Neutralitätsgesetz aufzuweichen. Es habe sich „bestens bewährt“, sagte er im Dlf. Der Religionsunterricht hingegen sollte gestärkt werden.

Rainer Werner im Gespräch mit Andreas Main Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek

Ein Junge mit dunklem T-Shirt und zerzausten Haaren sitzt im Klassenzimmer und hat den Kopf auf die verschränkten Arme gestützt. (imago stock&people / photothek / Thomas Koehler)

„Schüler müssen besonders geschützt werden“, fordert der Lehrer und Autor Rainer Werner – vor religiöser, weltanschaulicher und politischer Einflussnahme durch Lehrkräfte (imago stock&people / photothek / Thomas Koehler)

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Andreas Main: Zum wiederholten Male musste das Land Berlin Ende vergangenen Jahres einer Muslimin eine Entschädigung zahlen, weil sie wegen ihres Kopftuchs nicht in den Schuldienst übernommen wurde. Das Landesarbeitsgericht sprach der Frau eineinhalb Monatsgehälter zu. Sie sei aufgrund ihrer Religion benachteiligt worden.

Gleichwohl stellte das Gericht das Berliner Neutralitätsgesetz nicht infrage, das Polizisten, Justizmitarbeitern und Lehrern allgemeinbildender Schulen das Tragen religiös geprägter Kleidungsstücke im Dienst untersagt. Dieses Gesetz, es sei verfassungskonform auslegbar. Im konkreten Einzelfall sei allerdings keine Gefahr für den Schulfrieden oder die staatliche Neutralität durch das Kopftuch erkennbar gewesen, so das Gericht.

Wir wollen nicht in die Berliner Landespolitik einsteigen, aber die hinlänglich bekannten Wünsche der Religionsgemeinschaften konfrontieren mit dem Wunsch eines erfahrenen Lehrers, der sagt: Schule muss neutral bleiben. Der Lehrer heißt Rainer Werner. Er arbeitete 30 Jahre lang als Lehrer für Deutsch und Geschichte an unterschiedlichen Schulen Berlins. Auch nach der Pensionierung hat er freiwillig unterrichtet. Ein Vollblutlehrer, der didaktische Bücher geschrieben hat und sich zu pädagogischen Themen in Tageszeitungen und im Rundfunk äußert. Das Gespräch mit Rainer Werner haben wir in unserem Berliner Funkhaus aufgezeichnet. Danke, Rainer Werner, dass Sie ins Studio gekommen sind, guten Morgen.

Rainer Werner: Guten Morgen.

Main: Herr Werner, um erst mal die Grundlagen zu schaffen: Was ist aus Ihrer Sicht der Kern des Neutralitätsgesetzes und der Stand der Rechtsprechung?

Werner: Das Neutralitätsgesetz hilft uns Lehrern im Grunde zu gewährleisten, dass die Schule und der Unterricht neutral durchgeführt werden. Es hält religiöse Konflikte von der Schule fern und auch vom Unterricht, wo ja die Kinder schutzlos den Lehrkräften ausgeliefert sind. Es gibt das sogenannte Überwältigungsverbot. Lehrkräfte dürfen die Schüler nicht mit ihrer eigenen Weltanschauung oder mit ihrem religiösen Bekundnis im Grund überrumpeln, weil sie in der Regel da keine Gegenwehr parat haben.

Eine Schülerin mit Kopftuch sitzt am 05.02.2015 an der Johann Hinrich Wichern-Schule in Frankfurt am Main (Hessen) bei einer Unterrichtsstunde zum Thema Islam.  (dpa / Frank Rumpenhorst)

„Manchmal tragen schon zehnjährige Kinder ein Kopftuch“, sagt der ehemalige Berliner Lehrer Rainer Werner. (dpa / Frank Rumpenhorst)

Bisher hat das Neutralitätsgesetz das hervorragend geschafft und es wurde auch von Lehrern nie beanstandet oder von Schülern und von Eltern schon gar nicht. Bis dann eben die Diskussion aufkam nach diesen diversen Urteilen, die Sie erwähnt haben, und die vor allem von grüner Seite, also von grünen Politikern losgetreten wurde und die nun das Neutralitätsgesetz entweder verändern oder aufweichen wollen.

„Lehrer müssen ihre Neutralität sichtbar machen“

Main: Was ist der Stand der Rechtsprechung aus Ihrer Sicht?

Werner: Also, wie Sie gesagt haben, wurde das Neutralitätsgesetz von Gerichten nie infrage gestellt. Es wurde nur zu bedenken gegeben, ob es nicht möglich sei, etwas mehr Toleranz walten zu lassen. Das heißt also zum Beispiel eine Lehrerin, die eine Muslima ist und die gerne aus religiöser Überzeugung ein Kopftuch tragen würde, ihr das zu gestatten.

Das Gericht hat sozusagen die Glaubensfreiheit, die auch im Grundgesetz gewährleistet ist durch Artikel 4, höher veranschlagt als das Gebot, vor den Kindern neutral aufzutreten und sich also im Grunde auch Kleidungsstücken zu enthalten, auch sich religiösen Symbolen zu enthalten, die im Grunde zu erkennen geben würden, welcher Glaubensrichtung die Lehrerin angehört.

Das sollen die Schüler im Grunde nicht wissen. Wie auch ein Bahnreisender nicht wissen soll, ob der Schaffner ein Hindu oder ein Buddhist oder ein Moslem ist. Deshalb trägt er auch ja eine Uniform, um die Neutralität auch zu bekunden. Aber da Lehrer keine Uniform tragen, müssen sie sich sozusagen religiöser Symbole oder auch Kleidungsstücke enthalten, um die Neutralität eben für alle, die im Schulleben beteiligt sind, auch für die Eltern, sichtbar zu machen.

„Manchmal tragen schon zehnjährige Kinder ein Kopftuch“

Main: Der Knackpunkt in der ganzen Frage scheint mir ja die Begründung des Gerichts zu sein, wenn es sagt, eine Lehrerin mit Kopftuch gefährdet nicht den Schulfrieden. Würden Sie so weit gehen und aus der Praxis heraus das Gegenteil behaupten, also dass eine Lehrerin mit Kopftuch den Schulfrieden gefährdet?

(Privat)

Rainer Werner (Privat)Werner: Nein, so weit würde ich nicht gehen. Sondern Unterricht spielt sich auch quasi viel subtiler ab. Ich will es an einem Beispiel erläutern. In der Grundschule – gerade in Berlin, wahrscheinlich auch in anderen Großstädten – sitzen inzwischen viele Mädchen, die dem muslimischen Glauben angehören und die von ihren Eltern gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen. Manchmal tragen schon zehn-/elfjährige Kinder ein Kopftuch, weil ihnen das verordnet worden ist.

So, wenn nun eine Grundschullehrerin auftreten würde, die selbst ein Kopftuch trägt, dann würde diesen Mädchen signalisiert: Es ist doch alles in Ordnung, auch die Lehrerin trägt ein Kopftuch. Während ich der Meinung bin, eine Lehrerin, die muss zuerst signalisieren, dass Bildung wichtig ist und nicht ein religiöses Bekenntnis. Und gerade für muslimische Mädchen ist der Aufstieg durch Bildung essentiell. Durch Bildung können die alles gewinnen.

Deshalb habe ich muslimische Mädchen auch immer darin unterstützt, auf alle Fälle Abitur zu machen. Wenn sie nämlich dann einen akademischen Beruf ergreifen, dann können sie ein für alle Mal dem patriarchalischen Familienverband entkommen und eigenbestimmt leben, auch einen eigenen Partner suchen usw. Und das würde eine weltanschaulich neutrale Lehrerin eher unterstützen als eine, die ein Kopftuch trägt. Die würde eher den rückwärtsgewandten Gedanken befördern. Und das kann doch nicht im Sinne der Kinder sein.

„Wir stellen uns mal vor, eine Muslima wäre Richterin“

Main: Wir haben jetzt mehrfach den Begriff „neutral“ benutzt. Ich halte jetzt einfach mal dagegen: Kein Mensch ist neutral. Wenn eine Lehrerin mit Kopftuch nicht versucht, die Kinder zu missionieren, dann könnte man doch sagen, sie ist neutral, obwohl sie ein Kopftuch trägt.

Werner: Ich will es mal an einem anderen Beispiel erläutern, was im Grunde noch sinnfälliger ist. Wir stellen uns mal vor, eine Muslima wäre Richterin. Das Neutralitätsgesetz gilt ja auch für andere staatliche Bereiche, nicht nur für Schulen, sondern auch für Gerichte und für die Polizei.

Und wenn diese Richterin nun einen Jugendlichen aburteilen müsste, der aus einer arabischen Familie stammt und der Autos gestohlen hat und das Urteil würde milde ausfallen – in der Meinung der Öffentlichkeit –, dann würde ihr sofort unterstellt werden, sie hätte sozusagen einen Glaubensgenossen aus ihrer Glaubensgemeinschaft bevorzugt, indem sie ihn milde abgestraft hat – was gar nicht stimmen muss. Vielleicht ist es gerichtlich oder juristisch geboten, ein mildes Urteil zu fällen in diesem Fall. Gerade bei Jugendlichen. Die müssen ja eine zweite Chance bekommen.

Übertragen auf die Schule will man das einfach verhindern. Auch die Lehrer können Noten geben und müssen Noten geben. Und mit der Notengebung verteilen sie auch Sozialchancen, Berufschancen für die Zukunft. Und um das im Grunde unanfechtbar zu machen, sollten im Grunde religiöse Bekundungen außen vor bleiben, genauso Symbole und Kleidung.

„Schüler müssen besonders geschützt werden“

Main: Aber können wir den Kindern und Jugendlichen nicht zutrauen, dass sie das trennen können, also, dass sie erkennen, dass das eine die Religiosität einer Frau ist, und das andere ist der Inhalt und der Schulstoff, den sie vermittelt?

Werner: Ich würde sagen, einem Schüler, der in der gymnasialen Oberstufe ist, dem kann man das zutrauen. Aber kleine Kinder, Grundschüler oder auch Schüler der Sekundarstufe I können das eben noch nicht. Und die müssen besonders geschützt werden.

Und ich frage mich: Warum muss denn eine Frau, die Lehrerin werden will und eine Muslima ist, partout einfach das Kopftuch tragen? Sie könnte es doch vorher abnehmen und sagen: Okay, wenn ich aus dem Klassenzimmer rausgehe und auf mein Fahrrad steige und nach Hause fahre, dann trage ich das Kopftuch wieder. Da fällt ihr doch kein Zacken aus der Krone. Sie bleibt doch Muslima.

Ein Kreuz im Klassenzimmer einer Grundschule.  (Picture Alliance / dpa / Karl-Josef Hildenbrand)

Der Glaube brauche keine äußeren Symbole, meint der Autor Rainer Werner. (Picture Alliance / dpa / Karl-Josef Hildenbrand)

Ich finde, der Glaube ist doch was Inwendiges, egal von welcher Glaubensgemeinschaft. Er hat etwas mit dem Herzen zu tun. Es hängt doch nicht davon ab, ob man nun den Gegenstand trägt, die Halskette trägt oder den Sticker oder meinetwegen das Kleidungsstück.

„Das konservative Lager verteidigt das Neutralitätsgesetz“

Main: Der Pädagoge Rainer Werner im Deutschlandfunk im Gespräch über Neutralität und Religion in Schulen hierzulande. Sie haben eben die Grünen erwähnt, dass die hier in Berlin dazu neigen, das Neutralitätsgesetz aufweichen zu wollen. Es war ja eigentlich immer so, dass die Anhänger des Neutralitätsgesetzes eher dem linken Lager zugehörten. Von daher entsteht da jetzt eine gewisse Verwirrung. Wo sehen Sie die Gegner und wo sehen Sie die Sympathisanten dieses Neutralitätsgesetzes?

Werner: Also, ich würde sagen, das ganze konservative Lager möchte das Neutralitätsgesetz verteidigen. Da hat sich wirklich ein Wechsel, ein Paradigmenwechsel vollzogen.

Main: Aber die SPD ist auch noch in dem Lager?

Werner: Die SPD ist gespalten. Es gibt zum Beispiel die Senatorin für Schulwesen, die Sandra Scheeres, die möchte an dem Gesetz festhalten. Es gibt aber linke Abgeordnete in der Fraktion, die dann eher mit den Grünen stimmen würden, wenn es darauf ankäme, das Gesetz zu kippen, weil sie sagen: Toleranz über alles.

„Sie haben ihre Haare frei flattern lassen“

Main: Rainer Werner, Sie haben mal geschrieben, dass es mit Blick auf türkischstämmige Schüler einst, als Sie Junglehrer waren, dass es da um Rabaukentum ging und um ähnliche Konflikte, die vor allem auch mit der sozialen Stellung der Herkunftsfamilie zu tun hatten. Jetzt seien die meisten Konflikte scheinbar religiös grundiert. Beschreiben Sie das mal aus dem Alltag. Wie erleben Sie diese Veränderung?

Werner: In den 80er Jahren war ich an einer Gesamtschule im Berliner Märkischen Viertel. Und das war damals ein Brennpunktgebiet und der Ausländeranteil war sehr hoch mit 50 bis 60 Prozent. Von diesen Ausländern waren 90 Prozent Muslime. Und da hat – ich kann es heute noch kaum fassen, wenn ich zurückdenke, ich habe auch mit Kollegen darüber gesprochen – kein muslimisches Mädchen hat ein Kopftuch getragen. Sie haben ihre Haare frei flattern lassen und haben sich genauso gekleidet wie die deutschen Mädchen.

Und die Jungs waren eben, ähnlich wie die deutschen Jungs, sportbetont und körperbetont. Rangeleien waren an der Tagesordnung. Wenn es Konflikte gab, dann weil sie einfach die Grenzen überschritten haben. Und wir haben das dann immer auf ihre Herkunft geschoben, und zwar nicht auf die religiöse Herkunft, sondern auf die soziale Herkunft.

Und das hat sich geändert, ich würde sagen, nach dem einschneidenden Datum 11.09.2001, also der Angriff auf die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York. Da kamen ja anschließend zwei Kriege, nämlich in Afghanistan und im Irak. Und das hat den Islam weltweit in Aufruhr versetzt.

„Dann schicke ich sie lieber in die Türkei zurück“

Main: Das erleben Sie auch quasi auf dem Schulhof?

Werner: Und das haben wir erlebt, dass dann sozusagen auch im politischen Unterricht die Schüler, die muslimischen Schüler plötzlich gegen die USA polemisiert haben, natürlich auch gegen Israel, die ja mit den USA verbündet waren. Aber auch gegen die deutsche Regierung, weil die sich zwar am Irak-Krieg nicht beteiligt hat, aber immerhin am Afghanistan-Krieg.

Main: Israel im Übrigen auch nicht.

Werner: Ja, genau. Das war mehr die politische Bekundung der Schüler. Aber es gab noch eine andere Form der Einflussnahme, nämlich, dass plötzlich Schülerinnen, muslimische Schülerinnen aufgetreten sind und sich geweigert haben, am Schwimmunterricht, am Sportunterricht insgesamt teilzunehmen, dass sie einen Schrieb ihrer Eltern mitgebracht haben, dass sie bei der Klassenfahrt nicht beteiligt sein können oder Schulfeste nicht besuchen dürften, um sozusagen vor sündigen Einflüssen, die dort stattfinden, geschützt zu werden.

Ich habe da sogar einen Vater erlebt, der hat es so begründet, er hat gesagt: Meine Tochter hat einen Körper und der Körper darf anderen Schülern nicht gezeigt werden. Und, wenn sie am Sportunterricht sich beteiligen muss, dann schicke ich sie lieber in die Türkei zurück, um sie dort an eine türkische Schule zu geben. Dort können Mädchen vom Sportunterricht befreit werden. Und das hat der Vater gemacht. Und er hat dem Mädchen die Chance, in Deutschland ein Abitur zu machen, geraubt.

„Warum sollen wir das Rad der Geschichte zurückdrehen?“

Main: Aber sind das nicht am Ende – trotz dieses individuell für das Mädchen wahrscheinlich dramatischen Schicksals – sind das nicht am Ende des Tages alles Bagatellen, die wir hinnehmen müssen, weil es ja auch ein hohes Gut ist, in einer pluralen Gesellschaft abweichendes Verhalten zu ertragen und auszuhalten?

Werner: Ich bin durchaus dieser Meinung, dass man gerade auch im schulischen Bereich, wo ja Toleranz auch ein Bildungsziel ist, dass man tolerant sein muss. Aber wenn man all diese Vorfälle zusammenfasst, dann kommt man nicht umhin, um doch eine politische Agenda zu vermuten, dass zum Beispiel auch die Islamverbände da im Grunde Eltern und Schüler instrumentalisieren, um die Schule in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Das hat man jetzt jüngst gemerkt: Beim letzten Ramadan ist in Deutschland eine Diskussion entstanden, weil Islamverbände gefordert haben, zum Beispiel Klassenarbeiten während des Ramadans zu unterlassen, weil die Kinder unterzuckert seien und sie könnten dann nicht die volle Leistung bringen, was sie dann benachteiligt.

Und als Höhepunkt ist hier ein Fall aufgetreten, dass ein Vater zu einem Direktor einer Sekundarschule gekommen ist und ihn aufgefordert hat, aus der Klasse, wo seine beiden Söhne sitzen, die Lehrerinnen abzuziehen, weil die Lehrerinnen sozusagen bei den Söhnen weniger Respekt genießen als eben männliche Lehrer. Und das würde bedeuten, dass der Schüler dann weniger lernt.

Und das muss man sich einfach mal vorstellen. In Deutschland wurde der Lehrerberuf vor 150 Jahren für Frauen geöffnet. Warum sollen wir das Rad der Geschichte zurückdrehen um diese lange Zeit und wieder bei null anfangen?

Auch Kreuz und Kippa „widersprechen dem Neutralitätsgesetz“

Main: Der Pädagoge Rainer Werner im Deutschlandfunk im Gespräch über die neutrale staatliche Schule. Herr Werner, in der Praxis, im Schulalltag, von dem Sie gerade berichtet haben: Wie oft sind Ihnen Kolleginnen und Kollegen begegnet mit deutlich sichtbaren Kreuzen?

Werner: Ich würde sagen eher wenige. Ein paar gibt es. Allerdings sind die Kreuze dann nicht sehr groß. Sie sind nicht sehr demonstrativ. Aber es kommt durchaus vor, dass Frauen, Männer weniger, aber Frauen Kreuze tragen, um zu signalisieren, dass sie Christinnen sind.

Main: Widerspricht das dem Neutralitätsgesetz?

Werner: Ich würde sagen: Gleiches Recht für alle. Es widerspricht dem Neutralitätsgesetz. Genauso wie die Kippa eines jüdischen Lehrers, wenn er denn an einer staatlichen Schule auftreten würde. Oder …

Main: Die hätte er dann auch abzusetzen?

Werner: Die hätte er dann auch abzusetzen. Sonst könnten wir den muslimischen Frauen das Kopftuchverbot nicht schmackhaft machen, wenn gleichzeitig Christen oder andere Religionsgemeinschaften ihre Kleidungsstücke dann tragen dürften.

Religions- statt Ethikunterricht

Main: Es gibt den Sonderfall, dass es einen konfessionellen Religionsunterricht in staatlichen Schulen gibt. Wenn jetzt eine Ordensfrau oder ein Benediktinermönch als Beispiel zum Religionsunterricht geht, durch das Gebäude, die staatliche Schule, darf er dann ein Ordensgewand oder sie ein Ordensgewand tragen?

Werner: Aber selbstverständlich. Wenn der Religionsunterricht ein ordentliches Lehrfach ist, was sogar im Grundgesetz garantiert ist in Artikel 7, dann darf er natürlich in jedem Habit, in jedem Aufzug kann er dann in die Schule kommen, den Unterrichtsraum aufsuchen, wo der Religionsunterricht stattfindet und dann eben diesen Religionsunterricht nach seinen Regeln, nach den Regeln seiner Religionsgemeinschaft durchführen, weil der Staat ihm nicht hineinreden kann.

Der Religionslehrer Ridwan Bauknecht steht am 27.8.2012 in Bonn an der Robert-Koch-Schule im Islamunterricht vor der Klasse. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Alle Religionsgemeinschaften sollten an staatlichen Schulen unterrichten, fordert der Lehrer Rainer Werner – wie hier beim Islamunterricht an einer Grundschule in Bonn (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Main: Das würde dann eben auch bedeuten, in einem islamischen Religionsunterricht würden Sie eine muslimische Lehrerin mit Kopftuch akzeptieren?

Werner: Ja, auf alle Fälle. Deshalb bin ich ja ein großer Vertreter des Religionsunterrichts. Ich habe es auch schlecht gefunden, dass der Ethik-Unterricht eingeführt wurde, weil das im Grunde die Dimension der Religion, nämlich die transzendente oder metaphysische Dimension der Religion verkürzt auf ein freundliches Miteinander. Das ist der Grundmodus des Ethik-Unterrichts. Und das ist für meine Begriffe zu wenig für Kinder, die nach einem Sinn, nach einem Lebenssinn fragen.

Deshalb möchte ich gerne, dass der Religionsunterricht wiederbelebt wird, und zwar von möglichst allen Religionsgemeinschaften, die es in einer Großstadt gibt. Die sollen quasi ein Angebot unterbreiten und dann können die Schüler aussuchen, welchen Religionsunterricht sie aufsuchen. Und dann werden sie dort mit den Grundtatsachen, den Glaubensvorstellungen dieser Religionsgemeinschaften vertraut gemacht.

„Das verkürzt die Religion“

Main: Also, ein eindeutiges Plädoyer für den konfessionellen Religionsunterricht. Es hat in jüngster Zeit immer wieder mal Forderungen gegeben, den konfessionellen Religionsunterricht möglichst ganz abzuschaffen. Der Integrationsexperte Ahmad Mansour zum Beispiel hat das jüngst in dieser Sendung getan. Aber auch die bayrische FDP und sicher auch andere, die dafür plädieren, stattdessen einen Religionskundeunterricht für alle Schüler einzuführen. Was haben Sie gegen diese Idee, die doch auch vielen erst mal plausibel erscheinen dürfte?

Werner: Aber das macht doch im Grunde der Ethikunterricht. Der Ethikunterricht hat außer philosophischen Tatbeständen alle Weltreligionen sozusagen im Blick, aber eben verkürzt um den Glauben, weil natürlich ein Sozialkundelehrer, der dann das Christentum erklären muss, der erklärt es nicht so wie ein Religionslehrer, der selbst Christ ist, sondern er erklärt es so, wie man sozusagen das Grundgesetz erklärt oder eine chemische Formel, nämlich als Wissenstatbestand. Das verkürzt die Religion.

Aber die Religion hat immer eine Dimension der Transzendenz. Und das ist für Schüler, für Heranwachsende wichtig. Die wollen doch wissen: Woher komme ich und wohin gehe ich? Was geschieht nach dem Tod mit mir? Und da kann nur eine Religion eine bündige Antwort geben. Und deshalb halte ich den Religionsunterricht gerade auch unter philosophischen Gesichtspunkten für sehr viel wertvoller als einen Religionskundeunterricht, wo nur Wissen vermittelt wird oder als den Ethikunterricht, wo das sozusagen herunterbuchstabiert wird auf die unmittelbare Lebenswelt.

„Im Unterricht haben religiöse Bekundungen nichts verloren“

Main: Ich fasse das mal für mich so zusammen: Sie sind Vollblutlehrer. Sie sind ein großer Anhänger der staatlichen säkularen Schule, was nicht ausschließt, dass es kirchliche oder islamische oder jüdische Schulen gibt. Und vor diesem Hintergrund ist Ihnen Religion so wichtig, dass Sie sagen: Das darf nicht alles vermischt und verwaschen werden. Ist das ungefähr richtig versucht zusammenzufassen?

Werner: Ja. Und deshalb ist eine klare Trennung wichtig. Im reinen Fachunterricht, ob das nun Spanisch ist oder Chemie oder Physik oder Musik, dort haben religiöse Bekundungen, genauso weltanschauliche Bekundungen nichts verloren. Die gehören nur in den konfessionellen Unterricht, nämlich in den Religionsunterricht. Dort haben sie ihren Platz. Und das muss quasi ein junger Mann oder eine junge Frau, die Lehrer oder Lehrerin werden wollen, wissen.

Also, wenn ich zum Beispiel – ich versetze mich jetzt mal in den Kopf einer Frau, die Muslima ist, wenn sie nun partout Lehrerin werden will, dann muss sie überlegen: Kann ich das werden, ohne, dass ich dann mit meinem Kopftuch in den Unterricht gehen will, um das zu bekunden? Wenn ich das Kopftuch unbedingt brauche für meine Identität oder für meine religiöse Glaubensüberzeugung, dann muss ich entweder in eine Privatschule gehen, die von Muslimen betreut wird …

Main: Oder auch in eine katholische Schule, die hat da auch kein Problem mit.

Werner: Zum Beispiel, ja. Oder eben ich muss in den muslimischen Religionsunterricht, der ja in manchen Bundesländern auch schon angeboten wird. Dort ist dann der richtige Platz, aber nicht im weltlichen Unterricht.

„Warum nicht auch die Weltanschauung?“

Main: Abschließend kehren wir noch mal zum Ausgangspunkt zurück, zum Neutralitätsgebot. Würde das übermorgen in Berlin komplett abgeschafft, wie es eben Teile der Regierungskoalition wollen, was würde dann im Schulalltag konkret passieren?

Werner: Auf Anhieb würde sich wahrscheinlich wenig ändern. Es würde aber ein schleichender Prozess einsetzen, dass dann glaubensfeste Menschen unterschiedlicher Religionen – da zähle ich jetzt auch die Christen dazu –, dass die im Grunde die Gunst der Stunde nutzen würden, um, wenn sie Lehrer geworden sind, durch Symbole, durch auch Äußerungen, die sie tätigen, und durch Kleidungsstücke, die sie tragen, quasi ihrer religiösen Identität Ausdruck zu verleihen.

Main: Vielleicht sogar auch politische Überzeugung.

Werner: Das ist der entscheidende Punkt. Wenn zum Beispiel die religiöse Bekundung erlaubt wäre, dann könnte sofort ein Weltanschauungsverband oder eine politische Partei kommen und sagen: Warum nicht auch die Weltanschauung? Dann kommt Greenpeace und sagt: Ja, Lehrer müssen unseren Sticker tragen dürfen. Und so weiter.

Das heißt, dann wäre die Büchse der Pandora geöffnet auch für weltanschauliche Symbole und für Sticker von politischen Parteien. Und was wäre dann, wenn die AfD dann auf den Plan tritt, ihre Anhänger auffordert, Lehrer zu werden, weil dann eine gute Beeinflussungsmöglichkeit gegeben ist, im normalen Fachunterricht immer zu signalisieren: Schaut, ich bin in der richtigen Partei.

„Dann hätten wir einen Kulturkampf“

Main: Und das würde dann wiederum jene auf den Plan rufen, die, wenn die Büchse der Pandora geöffnet ist – wie Sie es formuliert haben – die versuchen würden, Religionsgemeinschaften eher noch stärker aus der Öffentlichkeit herausdrängen zu wollen.

Werner: Ja. Dann hätten wir im Grunde einen Kulturkampf, wie wir ihn im 19. Jahrhundert hatten unter Bismarck, der ja der deutschen Gesellschaft nicht gutgetan hat. Und deshalb plädiere ich dafür, ein Gesetz wie das Neutralitätsgesetz, das 2005 – also, das Berliner Gesetz wurde 2005 erlassen, ist jetzt 14 Jahre alt und es hat sich bestens bewährt. Und warum soll ein Gesetz, das im Grunde bisher den Frieden in der Schule gewährleistet hat, partout aufgeweicht oder verändert werden?

Main: Würden Sie womöglich sogar so weit gehen, das auch anderen Bundesländern, die es nicht haben, zu empfehlen?

Werner: Ja, unbedingt.

Main: Rainer Werner, ehemaliger Lehrer und Autor diverser pädagogischer Fachbücher zur Debatte rund um Neutralitätsgesetze, ganz herzlichen Dank.

Werner: Keine Ursache.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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Die Verfolgung der Prophetin Gottes und der Nachfolger des Jesus von Nazareth

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Aber vierzig Jahre war es so:    Verfolgung über  Verfolgung.

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Der Gründer der Inquisition lud Frauen zu Gelagen

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Die Römische Inquisition 1/5
<br />Oft genug endeten die Verhandlungen vor der Inquisition mit einem Autodafé, einem Glaubensgericht. Dabei handelte es sich um einen Euphemismus für den Tod auf dem Scheiterhaufen.<br />

Foto: picture-alliance / akg-images

Oft genug endeten die Verhandlungen vor der Inquisition mit einem Autodafé, einem Glaubensgericht. Dabei handelte es sich um einen Euphemismus für den Tod auf dem Scheiterhaufen.

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Foto: pa/dpa/Oliver BergJoachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln

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LINK:

http://www.welt.de/regionales/koeln/article113139630/Liegt-auf-der-Kirche-noch-Segen.html

 

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Dein Leben im Diesseits ist dein Leben im Jenseits

» Leben nach dem Tod  » Dein Leben im Diesseits ist dein Leben im Jenseits

Dein Leben im Diesseits ist dein Leben im Jenseits

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Wie wird es sein, drüben?
Unsere Seele wird durch das Sterben weder dunkler noch lichter. Das Leben setzt sich fort; wir bleiben dieselben – nur dass es im Jenseits wesentlich langwieriger ist, von den Belastungen der Seele frei zu werden. Die Bereiche des Jenseits sind für die Seele ebenso „Wirklichkeit“ wie die Materie, die Erde, für den Menschen. Im Jenseits gibt es lichte, feine Welten, aber auch düstere Bereiche des Leids.
136 Seiten, kartoniertISBN: 978-389201-261-0 Gabriele beschreibt in diesem Buch u.a.: Den Weg der Seele in die jenseitigen Bereiche – Mit welchen anderen Seelen werden wir zusammen sein? – Die Seele, der Mikrokosmos im Makrokosmos – Lebensspanne und Todesspanne – Die Aura des Menschen zeigt, mit welchen Kräften er in Verbindung steht – u.v.a.m.InhaltsverzeichnisLeseproben
 

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Inhaltsverzeichnis

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Hinter den Bewußtseinsschleiern des Menschlichen — die wahre Realität, das Sein … 13

Unsere Seele, die Trägerin des unvergänglichen Lebens, Gott … 20

Die entscheidende Entdeckung im Leben eines Menschen: Es gibt mehr als die Materie … 24

Der Weg des Suchens und Forschens nach dem Sinn des Lebens — der geistige Horizont weitet sich … 29

Der Mensch schafft sein persönliches Ich-Gesetz durch sein gegensätzliches Empfinden, Fühlen, Denken, Reden und Handeln … 36

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Durch Verwirklichung, über Erkenntnisse und Erfahrungen zum Wissen … 47

Wahrnehmung des Diesseits — entsprechend dem Bewußtsein, der Denkwelt des Menschen … 51

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Bindung der Seele durch menschliche Ich-Programme.
Unser Leben im Diesseits ist unser Leben im Jenseits … 60

Die Chance durch die Lebensschule Erde. Wir selbst schaffen uns Himmel oder Hölle … 65

Was uns stört, ist uns Spiegel. Entsprechungen: Wir sind es selbst! … 65

Der ichbezogen und ungezügelt lebende Mensch baut an seinem Schicksal … 75

Was in das Kausalgesetz eingegeben ist, muss gelöscht und umgewandelt werden … 82

Alles ist Strahlung. Die Aura des Menschen zeigt, mit welchen Kräften
er in Verbindung steht … 85

Lebensspanne und Todesspanne des Menschen … 88

Die elliptischen Lebensbahnen der Seele im Verlauf ihres Erdenlebens … 93

Gefahren für die Seele im Erdenkleid: Beeinflussung und Steuerung durch dämonische Kräfte und durch Interessengruppen von Seelen … 99

Karmagesetz: Wir ernten, was wir gesät haben. In den Augenblicken des Tages liegt die Chance der Bereinigung … 105

Das Sterben. Der Weg der Seele in die ihr entsprechenden jenseitigen Bereiche … 109

Das Leben und die Entwicklung der Seele in den jenseitigen Welten.
Erdgebundene Seelen … 117

Darum sind wir hier … 126

Leseprobe:

Glauben wir an die Existenz Gottes und an eine Seele, dann werden wir uns auch nicht mehr mit der Oberfläche der Materie zufrieden geben. Der wachsame Mensch, der in seinem irdischen Dasein bewusst lebt und die Möglichkeiten nutzt, die ihm der Tag bringt, der forscht tiefer.
Um erfassen zu können, wer wir sind, müssen wir uns selbst erforschen. Wo? Sicher nicht auf der Oberfläche unseres Daseins, der Materie; sicher nicht mit dem Mikroskop, durch welches wir die Materie in ihrer physikalischen Zusammensetzung betrachten! Wir müssen während der Abläufe unseres Lebens uns selbst erfahren, uns erkennen und zu uns finden, um uns selbst zu beweisen, wer wir sind, woher unsere Seele kommt und wohin sie nach dem Tod des Leibes geht.
Jeder muss sich also selbst erfahren und sich selbst finden. Kein Mensch kann für den anderen essen und trinken. So kann auch keiner für den anderen die Wahrheit erschließen. Jeder, der zur Wahrheit, zur Existenz Gottes, gefunden hat, kann durch gute Früchte beweisen, daß Gott existiert – und kann so zum Zeichen und zur Erkenntnis für seine Mitmenschen werden.
Wir können also im Diesseits das Jenseits nur im Innersten unserer Seele erforschen, indem wir unser Leben am Maßstab der Zehn Gebote und der Bergpredigt orientieren. Was in und hinter der Materie ist, läßt sich mit dem Intellekt nicht ergründen.
Unser Gehirn ist nur eine Belichtungsquelle für einen kleinen Ausschnitt unseres irdischen Daseins – es kann jedoch niemals das Jenseits erforschen. Der menschliche Leib ist das Vehikel der Seele und die Spiegelung des Jenseits, denn die Gefühls-, Empfindungs- und Gedankenwelt des Menschen, seine Worte und Handlungen gehen in ihn ein – und in den Makrokosmos, in das Jenseits also; dort reflektieren sie, das heißt, sie strahlen von dort zurück in den physischen Leib. Aufgrund dessen ist der Mensch das, was er in das Jenseits ein-gegeben hat. Unsere Gehirnzellen und alle Zellen unseres Körpers sind also nur Aufnahmekräfte, welche die Spiegelung des Jenseits registrieren und wiedergeben.

Gott ist Allweisheit, der Makrokosmos, und wir sind in der Allweisheit Gott der Mikrokosmos.
Was wir für unser Dasein benötigen, sind irdische Lebensprogramme. Sie ergeben sich aus der Wahrnehmung unserer fünf Sinne, durch die wir sehen, hören, schmecken, riechen und tasten. Was wir sehen, hören, riechen, schmecken und tasten, hat Worte und Begriffe; wir brauchen also diese Programme, die unsere Sprache und unsere Ausdrucksweise prägen. Wir brauchen die Programme der Begriffe. Wir brauchen die Programme, um uns auf der Materie ausdrücken zu können. Wir brauchen die Zahlenbegriffe. Wir brauchen die Programme unseres Berufes. Wir müssen uns verständigen können. Das und einiges mehr sind die irdischen Lebensprogramme, unsere Werkzeuge für das physische Leben.
Ist uns bewusst, daß wir der Mikrokosmos im Makrokosmos, der Allweisheit Gottes, sind, dann ist es uns auch möglich, die Allweisheit Gott in unser Leben zu transferieren, um die Allweisheit Gott auf der Materie wiederzugeben. Um mit ihr zu arbeiten, sie also umzusetzen, brauchen wir die Gehirnzellen. Wir brauchen diese als Transformatoren für die Allweisheit Gottes.
Gehen wir den Weg der geistigen Bewusstwerdung, dann brauchen wir nicht den Intellekt, sondern erfahren die Intelligenz, die Allweisheit Gottes, und werden intelligent. Dann nehmen wir über unser Gehirn das Wissen von den kosmischen Zusammenhängen auf und transferieren es in diese Welt zum Wohle aller.
Wer in dieser Kommunikation – der Kommunikation des Mikrokosmos mit dem Makrokosmos, der Allweisheit Gottes – steht, der ist der lebendige Beweis für das Gute, für Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. Er ist der Souveräne, der nichts und niemanden an sich bindet, weil er weise, also intelligent ist und jedem die Freiheit läßt, da er selbst frei ist; denn er, der freie Geist, steht in Verbindung mit dem ewigen Geist Gottes und blickt deshalb tiefer, als es der Zeitgeist jemals vermag.
Der Leser wird nun folgerichtig sagen: Hier wird vom Übersinnlichen gesprochen. Richtig. Was mit Worten nicht zu beweisen ist, das ist das Übersinnliche; das sind höhere Kräfte, die der Intellekt nicht zu erfassen vermag. Das Übersinnliche hat nichts mit unseren menschlichen Sinnen zu tun, die nur auf die Materie bezogen sind. Das Übersinnliche kann nur mit den Wahrnehmungen der Seele, die mit höheren Kräften in Kommunikation steht, erfaßt und erfahren werden.

Gehen wir einige Erkenntnisschritte tiefer: Wer ist der Schöpfer und Erbauer des mächtigen Universums, des feinstofflichen Makrokosmos, des Übersinnlichen, das wir allgemein das Jenseits nennen? Und wer ist der Erhalter des Grobstofflichen, dessen, was wir das Diesseits nennen?
Es ist nur Einer, der alles geschaffen und erbaut hat, der alles belebt und erhält. Es ist Gott! Wir nennen Gott auch die All- oder Urkraft oder das ewige, allgegenwärtige, göttliche Gesetz oder die All-Weisheit.
Für den einen ist Gott nur ein Begriff, etwas, das nicht greifbar und definierbar ist. Für den anderen ist Gott die Realität, weil er an Gott glaubt und Sein ewiges, heiliges Gesetz mehr und mehr erfüllt und somit auch gefüllt ist von Kraft, Liebe, Weisheit, Gesundheit, Frieden und Harmonie. Wieder ein anderer spricht von Gott als dem Leben, der ewigen All-Existenz. Einerlei, welche Namen wir dem Schöpfer und Erbauer des mächtigen Alls geben – wir sind Geschöpfe des Schöpfers, denen Er das Gesetz der selbstlosen Liebe eingehaucht hat, wodurch wir Seine Kinder wurden.

Die allgegenwärtige ewige Kraft, Gott, ist die alldurchströmende Energie, welche die feinstofflichen und materiellen Welten durchdringt. Gott wirkt überall, denn Er ist allgegenwärtig im Feinstofflichen und im Grobstofflichen. Gott ist auch der Lenker des Alls, des unumstößlichen Gesetzes, aus dem der geistige Leib – verschattet nennen wir ihn Seele – hervorging.
Wir erkennen also, daß das Wort Gott mehrere Vorstellungen, Ansichten, sogar Erkenntnisse und sicher auch Selbsterfahrungen enthalten kann. Jedem begegnet Gott, die Allkraft, das Leben, auf eine andere Art und Weise. Entsprechend unserem Verhalten gegenüber Gott, gegenüber unseren Mitmenschen und unserer Umwelt erfahren wir das Göttliche in uns – oder das Ungöttliche, das Menschliche an uns.
Das Göttliche und das Ungöttliche können wir wie folgt erläutern: Das Göttliche ist das Gute, das Reine, das Schöne, das Positive, das Selbstlose. Es ist die absolute, ewig sich verströmende Liebe. Das Ungöttliche ist der Gegensatz des Guten. Es ist das Gehässige, das wir auch das Böse nennen, das Streitsüchtige, die Intoleranz, der Machthunger, also das Negative, Ichbezogene. Beides schaffen wir in uns selbst, durch uns selbst, durch unser eigenes Verhalten gegenüber Gott, gegenüber unseren Mitmenschen und unserer Umwelt.

Wir haben gelesen, daß unser geistiger Leib – wir nennen ihn auch Seele – der Mikrokosmos im Makrokosmos ist, weil er alle Kräfte des Alls als Essenz in sich trägt. Im Innersten unserer Seele befindet sich das unbelastbare Gesetz der Liebe, das, was von Gott kommt und was Gott ist. Was die Seele im Urgrund ihres eigenen Wesens trägt, ist göttlich und macht den reinen Leib, den Geistleib, göttlich.
Die äußeren Schichten der Seele tragen das, was sich das menschliche Ich auferlegt hat durch die Zuwiderhandlungen gegen das allwaltende, ewige Gesetz der Liebe. Das von jedem Menschen selbst geschaffene Gesetz – das, was er durch sein gegensätzliches Verhalten sich selbst auferlegt hat – nennen wir auch: das Eigengesetz oder das Ichgesetz oder das Gesetz von Saat und Ernte oder auch das Kausalgesetz oder das Rückstrahlungsgesetz. Die vielen Bezeichnungen besagen jedoch immer ein und dasselbe: Was der Mensch sät, das wird er ernten.
Das Unreine kommt vom menschlichen Ich – das Reine kommt vom Reinen, von Gott. Der reine, ätherische, der feinstoffliche Leib ist von Gott geschaffen und bleibt in Gott, dem Gesetz der Liebe. Die Seele enthält also das ewig Reine, das Göttliche, und trägt auch die Belastungen durch das menschliche Ich, durch die Zuwiderhandlungen gegen Gott, das ewige Leben.
Solange der Mensch nur diesseitsbezogen ist und auf der Erde einzig im Materiellen sein Glück sieht und sucht und für ihn nur die Erde ein Zuhause ist, wird die Seele nach dem Leibestode immer wieder zur Erde streben, da sie als Mensch nur das Menschliche anerkannte und das Göttliche nicht annahm und es in sich nicht erschloß.
Deshalb nimmt sich die Seele immer wieder eine fleischliche Hülle, einen grobstofflichen Leib, der ihrer Ausstrahlung entspricht, so lange, bis sie umdenkt und umkehrt, indem sie sich dem Göttlichen in ihrem Innersten öffnet. Über das Gesetz von Saat und Ernte, über das Rad der Wiederverkörperung, wird sie dann solchen Eltern zur Inkarnation zugeführt, die ihrer Ausstrahlung entsprechen und mit denen sie als Mensch einiges zu bereinigen hat. Es sind unter Umständen wieder jene Menschen, mit denen sie in Vorexistenzen zusammen war; mit ihnen soll sie in dieser Einverleibung das klären und lösen, was sie sich in Vorinkarnationen gemeinsam auferlegt haben, sofern dies an den Orten, an welchen sich die Seelen nach dem Leibestod aufhalten, in den Stätten der Reinigung, nicht geschehen ist.

 

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Das Leben und Sterben, um weiterzuleben

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Das Leben und Sterben, um weiterzuleben

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Der Zeitgenosse Tod

Das Leben und Sterben, um weiterzuleben
Jeder stirbt für sich allein

Wer sein Leben zu verstehen lernt, fürchtet sich nicht mehr vor dem Tod. Gabriele beschreibt den Weg, auf dem wir die Angst vor dem Tod überwinden und zu einem bewussten Leben, zu Sicherheit, Gelassenheit und innerer Standfestigkeit finden können. Außerdem: Jeder Mensch stirbt anders – Aufbau der feinerstofflichen Seele – Gefahren bei Kontaktaufnahme zu Jenseitigen –
Der sogenannte „Tote“ ist nicht immer tot – Was geschieht
bei Obduktion oder Organentnahme?
u.v.a.m.

168 Seiten, TB, 175 S.

ISBN: 978-3-89201-335-8

Auch als Hörbuch erhältlich

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Inhaltsverzeichnis:

Vorwort … 13

Den Gedanken an den Tod verdrängt man gern aus dem Bewußtsein … 17

Der geistige Tod ist geistige Blindheit – im Schattendasein, in der Irrealität … 18

Leben ist ein Strom unversiegbarer, fließender göttlicher Energie (Lichtkraft) … 20

Nach dem Erdenleben kein Leben? Geistige Ignoranz – ein Kerker für unsere Seele … 21

Wer sein Leben zu verstehen lernt, fürchtet sich nicht mehr vor dem Tod … 27

Das Leben, die All-Energie, durchflutet den gesamten Kosmos … 30

Der Vorgang des Sterbens – die Abkoppelung der Seele … 33

Bewußtes Leben ist Auseinandersetzung mit dem Leben … 36

Die Institutionen Kirche haben keine Antwort auf Fragen zum „Leben und Sterben“ … 39

Irdische Rechtsprechung – im Jenseits gilt Gottes Gerechtigkeit … 45

Aufbau der feinerstofflichen Seele und des physischen Körpers … 48

Gefahren bei Kontaktaufnahme zu Jenseitigen … 50

Das Erdendasein gibt Hinweise auf die Existenz des unbegrenzten Lebens … 53

Wer auf den Intellekt, setzt, erfaßt nicht den Geist … 57

Die Ausstrahlung der Seele prägt den Menschen … 60

Die Hüllenkleider der Seele im Jenseits … 64

Gleiches zieht Gleiches an. Die Gene des Menschen sind ausschlaggebend … 67

Ist das für ein Erdenleben gegebene Energiepotential aufgebraucht, so kann ein frühzeitiger Tod die Folge sein … 69

Der Kreislauf der Natur zeigt die Evolutionsabläufe im Lebensweg des Menschen … 73

Wer sich ernsthaft bemüht umzudenken, dem kommt Christus mehrere Schritte entgegen … 77

Der allbewußte Mensch stirbt ohne Todeskampf … 79

Vorgänge beim Tiefschlaf, dem „kleinen Bruder des Todes“.
Das „Silberband“, das geistige Informationsband zwischen Seele und Mensch … 83

Der sogenannte „Tote“ ist nicht immer tot. … 86

Das Hinübergehen des Menschen, der gottbewußt gelebt hat. … 92

Der Mensch wird von seinen Belastungen nur frei, wenn er seinen eigenen Anteil an dem Mißverhältnis zu seinem Mitmenschen erkennt und mit der Hilfe des Christus Gottes bereinigt … 94

Unwissende Mitmenschen können unter Umständen dem Sterbenden unsagbare Schmerzen und Leiden zufügen … 95

Die verzweifelte Situation mancher Seele nach dem Ablegen des Körpers … 97

Die entkörperte Seele befindet sich in einem anderen Aggregatzustand … 99

Der Rückblick der Seele auf ihr Erdenleben.
Sie verspürt am eigenen Leib die Schmerzen, die sie anderen zugefügt hat … 102

Opfer von Gewaltanwendung suchen als Seele nach den Schuldigen, um sich an ihnen zu rächen … 103

Seelen senden ihre Frequenzen aus. Sie können Menschen von gleicher Strahlungsqualität beeinflussen … 105

Manche Seele „besetzt“ oder „umsetzt“ Menschen, um ihre Wunschwelt auszuleben … 107

Nach dem letzten Ausatmen des Menschen atmet die Seele in einem anderen Rhythmus weiter … 109

Das Leben der Seele im Jenseits – ihr Schutzgeist und weitere lichte Wesen stehen ihr mit Rat und Tat zur Seite … 113

Die spezifische Aufgabe einer Seele für ihr Erdendasein … 117

„Himmel“ und „Hölle“ sind Bewußtseinsstände der Seele … 122

Erdgebundene Seelen beeinflussen und manipulieren Menschen; die Atmosphärische Chronik „regnet ab“ … 123

Der Rücklauf des Lebensfilms – Aufbau der Matrix für die nächste Inkarnation … 130

Gott brachte die Innere Religion, die Religion des Herzens … 134

Die Herausnahme der Reinkarnation aus der Lehre der Weisen und Propheten … 136

Der Weg der Seele aus dem Licht bis hin zur Menschwerdung in der Materie … 148

Die Brücke zu Gott ist das gelebte Bewußtsein der tiefen Verbindung zwischen Gott,
Mensch, Naturreichen und Kosmos … 153

Die Zeichen der Zeit sind unübersehbar … 160

Leseproben:

Das Sterben, das Unausweichliche, den Tod, grenzt der Mensch aus seinem Erdenleben aus – und doch geht er auf Schritt und Tritt mit uns. Er ist uns jeden Augenblick, jede Minute nahe. Unsere Erdengeburt brachte schon das Sterben mit sich, denn jedes Menschenleben hat nun mal ein Ende, vom Menschen Tod genannt. Das Sterben, Tod genannt, ist also ebenso naturgegeben und natürlich wie unsere Geburt.
Es stellt sich die Frage: Warum fürchten sich so viele vor dem sogenannten Tod? Warum das Grauen, die Angst, die Verdrängung dessen, was doch jedem Menschen ganz selbstverständlich beschieden ist? Ist das, was als Vorstellung „Tod“ in so manchem Menschen Schrecken, Panik oder gar hilflose Verzweiflung auslöst, eventuell ein Zerrbild, ein Produkt aus Nichtwissen, Nichtwissen-Wollen, die Folge eines Mißverhältnisses zum Leben? Worin liegt dieses?
Jetzt, im Erdenleben, könnten wir den Tod näher beleuchten und die Angst vor ihm ablegen.
Wir müssen lernen, unser Leben zu verstehen, dann werden wir uns auch vor der „Karikatur Tod“ nicht mehr fürchten, sondern ihn in das Leben einordnen. Der Tod macht nur dem Diesseitsdenker zu schaffen, nicht dem, der wahrhaft das Leben als unerschöpfliche Energiequelle und unversiegbaren Energiestrom anerkennt. …

Aufbau der feinerstofflichen Seele und des physischen Körpers

Unser physischer Körper wird auch die grobstoffliche Hülle unseres feinerstofflichen Leibes, der Seele, genannt. Die materielle, grobstoffliche Hülle, der Mensch, ist geprägt und geformt entsprechend der Ausstrahlung der Seele. Die Seele, die ja zumeist nicht nur einmal im Zeitlichen, also Mensch war, hat sich in ihren Inkarnationszeiten teils mehr, teils weniger belastet. Licht und Schatten, Gottes Wille und unser Eigenwille, werden von der Seele, von den entsprechenden Seelenpartikeln, aufgenommen, also gespeichert. Das ist dann, allgemein gesprochen, die Ausstrahlung der Seele und des Menschen.
Das ewige, allkosmische Gesetz besteht aus sieben Grundkräften. Es sind die Ordnung Gottes, Sein Wille, Seine Weisheit, Sein göttlicher Ernst, Seine Geduld, Liebe und Barmherzigkeit. Belastet sich die Seele gegenüber diesen göttlichen Grundkräften, so verhüllt sie in sich die entsprechende Grundkraft des Lebens. Die betroffenen Seelenpartikel wenden sich von der göttlichen Ur-Kraftquelle ab und strahlen nun ihrer Belastung, ihrer Verschattung, gemäß. Daraus erklärt sich, dass die Speicherungen in der Seele auch die jeweiligen Ausstrahlungen der Seele sind. Die Ausstrahlungen formieren sich zu Hüllen, die im Jenseits die entsprechenden feinerstofflichen „Gewänder“ der Seele sind.
Die drei Gewänder, die den göttlichen Grundkräften Geduld, Liebe und Barmherzigkeit entsprechen, sind Lichthüllen und nahe dem Wesenskern der Seele angeordnet. Sie sind lichter und schwingen höher. Die weiteren vier Kleider Ordnung, Wille, Weisheit, Ernst werden entsprechend ihrer Belastung dann immer dichter.
Die Seelenhüllen sind Energiefelder; sie liegen nicht gleichsam schichtweise übereinander, sondern sie durchdringen sich gegenseitig, weil ähnliche Belastung auch in anderen Hüllen liegt und eventuell ebenfalls aktiv wird, denn gleiche Aktivität wirkt auf die gleiche und ähnliche Speicherung in einer anderen Hülle ein.
Das Strahlungsbild der Seelenhüllen ist von Seele zu Seele unterschiedlich; es hängt von der Art und vom Grad der Belastung ab.
Die Strahlung dieser sieben Hüllen der Seele bestimmt die Schwingung des grobstofflichen Kleides, des physischen Körpers, des Menschen. Dieser prägt sich in seinen Grundzügen aus, wenn eine Seele sich anschickt, zur Inkarnation zu gehen, und gestaltet sich während des Erdenlebens weiter aus, entsprechend dem Fühlen, Empfinden, Denken, Reden und Handeln des Menschen.
Unsere irdische Welt setzte und setzt sich aus dem Denken und Verhalten der Menschen zusammen. Sie ist grobstofflich, und somit ist sie grobstoffliche Schwingung. Der physische Körper, der Mensch, befindet sich auf der Schwingungsebene der irdischen Welt, der Materie. Die Sinneswahrnehmung des Menschen entspricht seiner Umwelt. Die jenseitigen Welten, in denen unsere Seelen nach dem Leibestod sein werden, die Seelenreiche, sind feinerstoffliche Welten. Das heißt: Obwohl sie nicht der reingeistigen, göttlichen Seins-Sphäre an­gehören, können wir sie mit unseren physischen Augen nicht wahrnehmen.

Gefahren bei Kontaktaufnahme zu Jenseitigen

Gerade Menschen, die erst kürzlich Kenntnis davon erhalten haben, dass es über das physisch Wahr­nehmbare hinaus eine für Menschenaugen unsichtbare Realität gibt, die die grobstoffliche Welt durchdringt und in diese hineinzuwirken vermag, neigen dazu, dieses – noch geringe und unvollständige – Wissen nun auch – gedanklich oder praktisch – anzuwenden. Dabei sind sie sich der unter Umständen damit verbundenen Gefahren nicht bewusst. Und nicht immer liegen ichbezogene Ambitionen vor wie Neugierde, der Wunsch, Ungewöhnliches zu erleben und sich mit solchem hervorzutun, sondern oft schlicht der unbedacht eingesetzte „gute Wille“.
Um Sie, liebe Freunde, auf jeden Fall vor Schaden zu bewahren, möchte ich in diesem Zusammenhang vorab auf folgendes hinweisen:

Es ist weder erstrebenswert noch ratsam, z.B. durch irgendwelche Praktiken den direkten Kontakt, die Kommunikation zu den jenseitigen Welten oder zu ihren Bewohnern anzustreben. Warum nicht?

Nicht erstrebenswert, weil Seelen der unteren Reinigungsebenen, gar der Zwischenreiche, noch durch Schuld, durch Böses aller Art belastet und mehr oder weniger unwissend sind, so dass wir von ihnen nichts Gutes lernen und auch keine Weisheiten empfangen können. Nicht ratsam, weil wir Gefahr laufen, von diesen Jenseitigen, die den freien Willen nicht achten, bedrängt, geschädigt, eventuell sogar umsetzt oder besetzt zu werden. Da sie lichtarm sind, ist ihnen daran gelegen, Menschen Kräfte zu entziehen. Rufen wir solche Seelen herbei, was u.a. durch den drängenden Wunsch nach übersinnlichen Erfahrungen ausgelöst werden kann, so werden wir diese „Quälgeister“ unter Um­ständen kaum wieder los. „Die Geister“ – dunkle, erdgebundene Seelen –, „die ich rief, werd’ ich nun nicht los!“. (Aus „Der Zauberlehrling“, Goethe) …

Die Ausstrahlung der Seele prägt den Menschen. Sie zeigt auf, was der Mensch gespeichert hat

Der Geist, die ewige Existenz, das ewige, wahre ICH BIN, ist der Urgrund in jeder materiellen Form, auch im materiellen Kosmos und in den Elemen­ten. Der Geist ist der Lebensträger unseres Körpers. Je mehr wir, der Mensch, uns auf den Urquell, den Geist, besinnen, uns also mehr und mehr nach den Gesetzen des Geistes richten, um so feiner und durchstrahlter ist unser Erdengewand, der Erdenkörper, der Mensch. Wir selbst bestimmen, wie dicht oder licht, wie schwer oder leicht unser feinerstofflicher Körper ist, unsere Seele.
Je mehr also der Geist Seele und Leib zu durchstrahlen vermag, desto feiner, gleichsam höher, ist die Schwingung des Erdenkörpers. Zum besseren Verständnis möchte ich wiederholen: Die Seele ist mit ihren Hüllen umgeben. Es sind lichtere Hüllen und dunklere Hüllen, je nachdem, was wir der Seele zugemutet haben, was sie also speichern mußte. Unser physischer Leib ist gemäß der Ausstrahlung unserer Seele gestaltet, und zwar entsprechend jener Seelenhülle, die derzeit von der Einstrahlung der Gestirne zur Aktivität angeregt wird.
Hin und wieder hören wir von Menschen die Aussage: „Dieser oder jener hat eine gute – oder weniger gute – Ausstrahlung.“ Die Ausstrahlung der Seele ist gleichsam das Fluidum des Menschen. Dieses wird Aura oder Corona genannt.
Die Hüllen der Seele – ihre Ausstrahlung, die den Menschen prägt – stehen unmittelbar in Kommunikation mit den Planeten in den Reinigungsebenen, wo auch unsere Gegensätzlichkeiten, also das, was gegen das Leben ist, gespeichert sind. Diese Speicherungen – Mensch, Seele, Kosmos – bilden die Wege der Seele, entweder in das Reich Gottes, in das ewige Sein, oder in die Abtragung in schattenreiche Stätten der Seelen oder zu einer neuen Einverleibung. Unsere Speicherungen
Licht oder Schatten, prägen uns, lenken und steuern uns.
Wir Menschen leben im Begriff von Zeit und Raum; daher sind wir in falschen Vorstellungen befangen. Wir verstehen unter Zeit Augenblicke, Minuten, Stunden, Tage und Jahre. Doch nicht, was der Kalender aufweist, ist die Zeit, sondern was wir in der Zeit, im Zeitraum unseres Erdendaseins, in unserer Seele speichern.
Der Seelenkörper ist infolge seiner schnelleren Eigenbewegung um vieles leichter als der physische Leib und somit durchlässiger. Das bringt eine gewisse Aufnahmefähigkeit für das Erdenleben hervor, das heißt also, wir müssen der Seele die Möglichkeit der Verfeinerung geben.
Je nachdem, wie wir denken und wie wir uns verhalten, laufen in uns Prozesse ab, die entweder zur Verfeinerung und Durchstrahlung unserer Seele und auch unseres physischen Leibes führen oder aber zu einer Ver­schattung, wodurch Seele und Leib in niedere Schwingung gelangen. Die Folge einer niederen Schwingung ist eine entsprechende Verdichtung unseres physischen Leibes. Unser Erdenkörper, die grobstoffliche Substanz, ist die sterbliche Hülle. Das Schwingungsbild unserer Seele mit ihren feineren, also lichteren, und ihren dunkleren Hüllen zeigt präzise auf, was und wie wir als Mensch gedacht, gesprochen und getan haben. So kann gesagt werden: Seele und Körper sind einem mächtigen Computer vergleichbar. Was der Mensch in diesen eingegeben hat, das ist im Zentralcomputer der Rei­nigungsebenen ebenfalls auf das genaueste gespeichert.
Wo ist der Sitz unserer Seele? Der Sitz der Seele befindet sich in der Nähe der Hirnanhangdrüse. Wie wir schon gehört haben, ist der Ätherleib des reinen Geistwesens, daher auch die Seele, die daraus hervorging, in der gei­stigen Partikelstruktur aufgebaut. Geht die Seele zur Einverleibung, dann schachteln sich die geistigen Partikel ineinander. Wir können diesen Vorgang auch das Ineinanderfalten der Partikel nennen. Das Sich-Falten der Seele können wir mit einem Fernrohr vergleichen, dessen einer Teil in den anderen geschoben wird. Das, was nicht dem Gesetz Gottes entspricht, die Belastung des Menschen, die in den entsprechenden Partikeln der Seele als mehr oder weniger dunkle bzw. niedere Strahlung bezeichnet werden kann, ist die Ausstrahlung der Seele und bildet deren Hüllen.
Die Seelenhüllen sind das bewusstsein des Men­schen; sie formieren sich im physischen Körper zu sogenannten bewusstseinszentren, die in der Nähe des Rückgrats angeordnet sind. Die Hüllen der Seele, die bewusstseinszentren, durchströmen mit ihrer Strahlung jede Zelle, jeden Baustein des physischen Leibes. Der bewusstseinsstand des Menschen ergibt sich aus der Ausstrahlung der Seele. Die Gesamt-Ausstrahlung ist die Aura des Menschen.
Diese Strahlungsintensitäten, die energetischen Seelenhüllen im Körper, bilden unter anderem auch das In­formationsband zwischen Mensch, Seele und den entsprechenden Planetenkonstellationen der feinerstofflichen Seelenreiche, in denen die Einga­ben des Menschen gespeichert sind. Dieses Verbindungs- gleich Informationsband wird auch als das Silberband oder die geistige Nabelschnur bezeichnet. Dieses energetische Band ist quasi auch eine Art Schmerzleitung. Über dieses Band fließen die energetischen Impulse, die die Informationen über das ungute Tun und Lassen des Menschen tragen, hin zu bestimmten jenseitigen Planetenkonstellationen und wieder zurück zum Menschen, der durch seine Eingaben diese Seelenhüllen gestaltete und formte.

Der allbewusste Mensch stirbt ohne Todeskampf. Jedes Erdenleben ist ein Geschenk des Ewigen an Sein Kind

In der Natur zeigen sich, wie schon gesagt, viele Parallelen zu unserem Erdenleben. Betrachten wir im Herbst einen Baum, dessen Blätter welken, so entdeckt man schon wieder die Ansätze, die das Leben weiterführen: kleine Triebe für das neue Jahr. Diese herbst­lichen Vorboten, die frischen Ansätze für den kommenden Frühling, können uns Menschen Hinweise für unser Erdendasein geben. Haben wir unser Erdenleben genützt? Haben wir unsere Seele mit der Zierde der Tugend, der Reinheit, des Lichtes und der Schönheit des Frühlings gewandet? Sind wir eine nach Gottes Willen geschmückte Braut, gleich geschmückte Seele, für den Bräutigam, der uns in der Stunde unseres Hinscheidens ruft? Hören wir Ihn, wenn die Seele mit dem letzten Ausatmen den Körper von sich weist? Wenn ja, dann ist ihr der kosmische Frühling beschieden, das Lichtge­wand, gleich das Heimwärts­wandern in das Reich der Ewigkeit. Oder haben wir unserer Seele das Kleid der Wiederverkörperung angezogen? Dann können die kleinen Ansätze, die kleinen Triebe im Herbst für den neuen Frühling, Hinweis sein für eine eventuelle weitere Einverleibung der Seele.
Warum sterben die Tiere ohne Todeskampf, vorausgesetzt, dass der Mensch nicht in das Leben der Tierwelt eingreift? Warum stirbt der Baum, der Strauch, jede Blume ohne Todeskampf? Weil die Naturreiche nicht diesseitsbezogen sind, sondern eins mit ihrem Schöpfer. Warum ringen viele Menschen mit dem Tod, der letzten Endes unausweichlich kommt? Sie ringen, weil sie das Leben diesseitsbezogen sahen und sehen. Sie können von dem, was sie ihr Eigentum nennen – und sei es einzig ihr Erdendasein – nicht loslassen. Jeder Todeskampf ist ein Ringen des Menschen mit seiner Seele. Der Mensch will „das Leben“ behalten, das ja doch aber in der Seele ist – das Leben der unsterblichen Seele, die nun das Leben, den Atem, zu sich nimmt.
Beim natürlichen Sterben, das ohne Todeskampf abläuft, kann sich die Seele ungehindert entfalten. Die bisher im Körper eingeschachtelte Seele entfaltet sich ohne größere Störung. Im Zuge ihrer Ausdehnung, also ihrer Entfaltung, nimmt sie die Form an, die der aktiven Seelenhülle entspricht, dann, wenn sie sich nicht allzulange in den Zwischenreichen aufhält. Die Hüllen der Seele können, wie gesagt, auch die Gewänder der Seele genannt wer­den. Hat sich das Silber-, gleich Informationsband, vom Menschen ganz gelöst, dann ist die Seele mit keiner Faser mehr an ihre sterbliche Hülle gebunden; dann steht sie als erstes, je nach Todesursache, neben ihrem hingeschiedenen Körper, der, je nach Erdenalter, unter Umständen viele Jahre ihr Erdenkleid, ihr Vehikel, war, mit dem sie als Mensch unter Menschen sichtbar geworden ist. Hat die Seele die ganze Lebenskraft aus ihrem abgelegten Menschenkörper gezogen, dann atmet sie in einem ganz anderen Rhythmus weiter, gemäß ihren aktiven Seelenhüllen.
Menschen, die bewusst gelebt haben, erleben während des Sterbevorgangs, wie sich in ihnen eine Lichtbrücke aufbaut, die ihnen den Wunsch vermittelt, über die Brücke zu gehen. Da ein solcher Mensch während seines Erdenganges nicht veräußerlicht und diesseitsverhaftet sein Dasein fristete, sondern vielmehr bestrebt war, sich mehr und mehr im Reich des Inneren anzusiedeln, wird seine Seele in der Stunde des Leibestodes nicht auf die zurückbleibende sterbliche Hülle blicken, sondern sich anschicken, die Brücke zu überschreiten, denn das immer stärker werdende, sanfte Licht, das sich am Ende der Brücke aufbaut, ist die Strahlung des Schutzwesens, das die Seele im Menschen begleitet hat und das die Seele nun weitergeleitet zu jenen Orten des Lebens, wo sie noch abzulegen hat, was zwischen dem Lichtreich Gottes und ihr, der lichten Seele, steht.
Mit Worten, die ja nur Begriffe sind, und mit Beispielen versuche ich, Ihnen, liebe Freunde, etwas von dem nahezubringen, was sich hinter der Nebelwand vollzieht, in einem Schwingungsbereich, den die meisten Menschen nicht wahrnehmen.
Die allermeisten Seelen sind nicht zum ersten Mal Menschen auf dieser Erde, sondern viele Seelen haben be­reits mehrere oder gar zahlreiche Inkarnationen hinter sich. Sie sind also schon mehrfach als Mensch geboren worden und haben ebenso viele Male das Sterben erlebt. Da jedoch bei jeder Einverleibung das Erinnerungsvermögen an vergangene Existen­en abgedeckt wird, ist jedes Erdenleben wieder wie ganz neu. Das soll auch so sein, damit der Mensch unbefangen und ohne den Druck einer unter Umständen erheblichen mitgebrachten Sündenlast die Möglichkeiten und Chancen dieser Inkarnation wahrnehmen kann. Was er in diesem Erdendasein an Schuld, an Belastung aufarbeiten und tilgen kann – und aufarbeiten und tilgen sollte –, das kommt „portionsweise“ mit der Tagesenergie auf ihn zu. Immer nur so viel, wie er heute zu erkennen und zu bewältigen vermag. Jedes Erdenleben ist ein großes Geschenk aus der unendlichen Gnade, Liebe und Fürsorge des Ewigen an Sein Kind. …

Die verzweifelte Situation mancher Seele nach dem Ablegen des Körpers

Das Unsichtbare läßt viele Fragen offen. Nach dem unmittelbaren Tod, dann, wenn die Strahlung der Seele dem Körper gänzlich entströmt ist, sieht die Seele ihren toten Körper liegen. Das ist für manche Seele nicht nur bestürzend, sondern bringt für sie eine erschreckende Ausweglosigkeit mit sich. Diese wirkt sich oftmals in ohnmächtigen Aktionen aus, indem die Seele z.B. ihre abgelegte Hülle wieder zum Leben erwecken möchte. Verzweifelt versucht sie, den Leichnam aufzurichten und in Gang zu setzen. Was sie erleben muß, ist zum einen, dass sie nicht mehr die Strahlung besitzt, um den materiellen Körper, den sie bisher gesteuert hat, zu bewegen. Zum anderen erkennt sie die Gedanken der Umstehenden und ist vielfach auch darüber aufgebracht, weil sie so manchen Menschen, dem sie als Mensch gewogen war, nun als einen ihr nicht gut Gesonnenen erkennen muß, der sie während des Erdenlebens vielfach durch Schmeichelei ausnützte und mit Geschenken zu etwas bewog, das sie als Mensch nie hätte tun wollen. Die Seele will den Menschen zur Rede stellen – doch dieser reagiert nicht; er hört sie nicht.
Wir sollten einmal bedenken, was sich in Krankenhäusern so alles abspielt, wo das wissenschaftliche Ego brilliert, wenn dieses in vielen Fällen dem klinisch Toten noch unvorstellbare Schmerzen zufügt, dann, wenn z.B. zu früh eine Obduktion oder eine Organentnahme zur Transplantation vorgenommen wird.
Organtransplantation wird kirchlicherseits bejaht. Wer die Meinung der kirchlichen Obrigkeiten und ihresgleichen teilt, der sollte als erstes die kirchlichen Amtsträger befragen, ob sie, die doch Organtransplantationen befürworten, in Liebe und Fürsorge gegenüber ihren Nächsten Sorge getra­gen haben, dass nach ihrem Hinscheiden ihre Organe entnommen werden dürfen, ob sie also eine Verfügung getroffen haben, dass auch sie nach ihrem Leibestod als Organersatzteil-Lager zu dienen gewillt sind.

„Himmel“ und „Hölle“ sind Bewusstseinsstände der Seele, die sich der Mensch selbst schafft

Wie schon gesagt: Die aktiven Seelenhüllen bzw. die aktive Seelenhülle entsprechen dem Zustand unserer Seele. Dementsprechend wird sie von einer Planetenkonstellation angezogen oder bleibt lange Zeit in den Zwischenreichen, also erdnah.
Die Seele wird so lange mit gleichartigen, gleichgesinnten Seelen zusammen sein, bis sich in ihr eine Wandlung vollzieht, bis sie ihre dunklen Seiten, die gegen das Licht sind, bereut und – sofern im Jenseits oder vom Jenseits aus die Möglichkeit besteht – diese auch bereinigt. Solche Aufenthaltsorte können für so manche schwere Seele die „Hölle“ sein. Hingegen können für eine leichte, lichtere Seele die höher schwingenden Ebenen der „Vorhimmel“ sein.
Machen wir uns bewusst: „Himmel“ und „Hölle“ sind bewusstseinsstände, die wir uns selbst schaffen. Jeder Mensch bestimmt jeden Augenblick selbst seinen bewusstseinsstand, den ich als „Hölle“ oder „Vorhimmel“ bezeichnen möchte. Keine Seele jedoch wird ewig in der „Hölle“ bleiben, auch nicht im „Vorhimmel“. Der Weg, den Christus, unser Erlöser, mit uns geht, ist der Weg ins ewige Vaterhaus, in das Reich Gottes, in das ewige Licht, von wo unsere reinen Lichtkörper ausgegangen sind

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Horror Astral

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Menschen, die an eine höhere Existenz glauben, die wir Schöpfer oder Gott nennen, sollte bewusst sein, dass das Diesseits vom Jenseits nicht getrennt ist. Gabriele beschreibt das „Horror Szenario“, z.B. wie erdgebundene Seelen Menschen im Diesseits beeinflussen und gefügig machen können, oder: wie wirken sich Suchtprogramme im Jenseits aus? Jeder Mensch hat jedoch auch ein geistiges Schutzwesen an seiner Seite, das gemäß dem freien Willen mahnt und warnt. Ob der Mensch die Impulse wahrnimmt oder außer acht lässt, das bestimmt der Mensch selbst. Das Erdenleben ist gefährlich, doch jeder Mensch hat seinen Werdegang selbst in der Hand…

110 Seiten, gebunden ISBN 978-3-89201-333-4

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Grafik Der Astralleib – die Seele. Ihr energetisches Fluidum – Aura oder Korona genannt – , ihre Strahlung, zeigt sich während der Inkarnation in wechselnden Farbnuancen (Seite 10)

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Der Mensch und seine Seele sind eine unermessliche Sende- und Empfangsstation. (Seite 12)


Leseproben:

Der Astralleib – die Seele. Ihr energetisches Fluidum – Aura oder Korona genannt – , ihre Strahlung, zeigt sich während der Inkarnation in wechselnden Farbnuancen
Nach dem Hinscheiden des physischen Körpers tritt der Astralleib aus der sterbenden Hülle Mensch aus. Der Astralleib ist ein unsichtbarer Leib, der den Tod des Menschen überdauert; er wird auch als Seele oder Seelenleib bezeichnet. Das energetische Fluidum, das einst den Menschen umgab und das nun die Strahlung des Seelenleibes ist, nennt man auch Aura oder Korona. Die Aura eines Menschen – ebenso die Aura, gleich Korona, also das Fluidum der Selle – besteht aus Energien unterschiedlicher Farbnuancen, die in Strahlungsellipsen sowohl um den Menschen kreisen als auch – nach den Erdentagen des Einzelnen – um seine entkörperte Seele. … (Auszug)

Der Mensch und seine Seele sind eine unermessliche Sende- und Empfangsstation.
… Der Mensch kann tagtäglich in jedem Augenblick sein Verhalten aktualisieren und positionieren, sich also eine neue Kursrichtung vorgeben, sich hin zur positiven oder aber zur negativen Lebensführung entscheiden. Das Positive, das der Mensch in seinem Denken und Leben umsetzt, macht ihn friedvoller, besonnener und seine Seele heller. Aber auch das Negative prägt den Menschen; doch es trübt sein Bewusstsein und verdunkelt seine Seele. Beides, Hell und Dunkel, sind die Ergebnisse der Verhaltensweisen des Menschen, die Muster, die sich in den Farbnuancen der Aura wiederspiegeln. Entsprechende Speicherplaneten im materiellen Kosmos sowie in einem feineren Kosmos nehmen diese energetischen Frequenzen auf. Beide Kosmen sind Speicherquellen, die sehr umfangreich sind. … (Auszug)

Diesseits und Jenseits sind nicht getrennt.
Der freie Wille des Einzelnen entscheidet: für oder gegen das kosmische Gesetz.
Menschen, die an eine höhere Existenz glauben, die wir Schöpfer oder Gott nennen, sollte bewusst sein, dass das Diesseits vom Jenseits nicht getrennt ist. ..Dazu passend sagt der Physiker Hans Peter Dürr, ehemaliger Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik in München: „Was wir Diesseits nennen, ist im Grunde die Schlacke, die Materie, also das, was greifbar ist. Das Jenseits ist alles Übrige, die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere.“ So gesehen, geht unser Bewusstsein nach dem Tod nur dorthin, wo es eigentlich schon immer war.

Alles ist Energie. Alles, was der Mensch denkt, redet und tut, ist Energie. Für alle Zuwiderhandlungen trägt der Mensch selbst die Verantwortung gemäß dem Gesetz von Saat und Ernte.
Als Menschen ist uns also geboten, uns jeden Tag bewusst zu machen, dass alles, was wir denken, reden und tun, Energie ist. Unsere Körperzellen und auch die Partikel unserer Seele nehmen unermüdlich die Inhalte unserer Verhaltensweisen auf. Alles, was ungesühnt ist, was also gegen das kosmische Gesetz des Friedens, der Freiheit und Einheit gerichtet ist, ist nicht verschwunden – es bleibt in der Seele als Gravur, auch dann, wenn die Hülle Mensch nicht mehr existiert. Irgendwann werden die Ursachen wirksam, entweder im Menschen oder spätestens dann, wenn der Mensch hingeschieden ist, in seiner entkörperten Seele.

Des Menschen Werke folgen ihm in seiner Seele nach.Mensch und Seele tragen die Gravur von allem Gegensätzlichen, das der Mensch seinen Mitmenschen, aber auch der Erde, der Tier- und Pflanzenwelt, zufügt. Das und Weiteres sind die Werke des einzelnen Menschen, die ihm nachfolgen. Nach dem Hinscheiden des physischen Körpers bleiben die Werke des Menschen in seiner Seele als entsprechende Gravur – außer der Mensch hat rechtzeitig sein oftmals bestialisches negatives Verhalten, seine Laster, erkannt und diese abgestellt, indem er die Schritte tut, die Jesus von Nazareth uns Menschen aufgezeigt hat. Seine Worte lauten: „Schließ’ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist.

Wer sich selbst nicht kennt, bleibt als Seele oftmals blind.
Das Getriebensein von Seelen, die von Wünschen und Lastern nicht ablassen können
In dem Maße, wie der Mensch sich nicht kennt, wird sich auch nach seinem Leibestod seine entkörperte Seele nicht zurechtfinden. Erst wenn ein höheres Wesen, das die Seele begleitet, mit seinen Hinweisen Zugang zu dem Seelenwesen findet, wird dieses in sich mehr Klarheit erlangen. Der Seele wird allmählich bewusst werden, was augenblicklich an Für und Wider in ihr aktiv ist, und dass das, was im Wider, also im Soll steht, behoben werden soll. Doch nicht jede Seele ist bereit, die Hilfen von oben, von den Schutz- und Lehrwesen, anzunehmen.

Astral-Hacker“: Erdgebundene Seelen „hacken“ sich bei den Lebensprogrammen von Menschen ein.
Beispiel: Fremdprogrammierung in Computern durch Viren und „Trojaner“
Die Seelen, die wir selbst programmiert haben und die unter Umständen von Dämonen gesteuert sind, wenden nichts anderes an als ihrem ehemaligen Menschen geläufig war, der z.B. mit der Computertechnik zu tun hatte…
Das, was in der Computerwelt mit Hackern vor sich geht, ist im Grunde genommen nichts anderes als das, was die „Astral-Hacker“ bei Menschen vornehmen. Sie nutzen gewissermaßen die Ähnlichkeit der Lebens-Programme und der vorhandenen Negativmuster, um sich in das „Betriebssystem“ Mensch einzuschalten, ihn also mehr und mehr zu beeinflussen und zu vereinnahmen, ihn zu besetzen, mit der Absicht, unmerklich sukzessive die Oberhand zu gewinnen und den besetzten Menschen so umzugestalten, dass der Inhalt der Programmwelt des „Astral-Hackers“ erfüllt werden kann. ..

Wie gehen erdgebundene Seelen vor, um einen Menschen gefügig zu machen,
ihn zu beeinflussen, zu umsetzen und zu besetzen?
Mit Recht fragt man sich: Wie kommen virtuelle Astralseelen, also Seelenwesen, an die entsprechenden Menschen heran, um sie gefügig zu machen und durch übereinstimmende Programme das zu erleben, was ihrer Wunschwelt entspricht? – Das kosmische Gesetz der Gleichheit heißt: Gleiche energetische Wellen suchen immer wieder gleiche Wellenlängen; man sagt auch: Gleiches zieht stets Gleiches an

Die Seele, die beim Menschen Energie freisetzt, hängt am Menschen –
wie an einem Tropf.
Jede erdgebundene Seele hat ihr spezifisches Energievolumen, das oftmals nicht ausreicht, um auf Menschen einzuwirken, um sie zu beeinflussen, zu umsetzen, gar zu besetzen. Deshalb wendet sie Folgendes an: Sie versucht, Menschen ihrer Gesinnung durch Fokussieren zu veranlassen, ihr Denken in gewisse Bahnen zu lenken bzw. ihre Opfer gleich zum schändlichen Tun zu animieren. Dabei regt sie in des Menschen Aura eine oder mehrere Strahlungsaspekte an, die der Wunschwelt der Seele entsprechen. Sie fokussiert also bestimmte Energiebahnen der Aura des Menschen an, so dass dieser durch Denken und Handeln bestimmte Aspekte belebt. Was im Menschen unter Umständen zunächst nur latent lag, kommt nun möglicherweise durch wiederholtes Denken zum Durchbruch.

Interessengruppen von Seelen machen bestimmte Menschentypen zu Energielieferanten.
„Ein unreiner Geist wandert durch die Wüste …“
Der Einfluss von erdgebundenen Seelen auf Menschen, um ihre Wünsche zu erfüllen, ist vielseitig.In den Zwischenreichen und im materiellen Kosmos gibt es auch sogenannte Interessengruppen von Seelen, die bestimmte Menschentypen durch Beeinflussung zu speziellen Energielieferanten machen. Diese Energien wollen sie zielgerichtet bei Menschen einsetzen, die im Zeitlichen ähnliche Interessen wie einst sie selbst verfolgen…

Jede Seele wird aus der geistigen Welt eingehend beraten und ermahnt.
„Warum lässt Gott das zu? Warum greift Er nicht ein?“
Wir sollten bei diesen schrecklichen Horror-Begebenheiten nicht vergessen, dass immer höhere Seelen gegenwärtig sind, um solche Seelen zu belehren, ihnen beizustehen, dass sie zum gesetzmäßigen Tun zurückfinden und ihre Opfer loslassen. Ob die Seele die Hilfen annimmt oder von sich weist, bleibt immer der Seele überlassen. Der freie Wille gilt sowohl für den Menschen als auch für die Seele. Jeder Mensch hat ebenfalls ein geistiges Schutzwesen an seiner Seite, das gemäß dem freien Willen mahnt und warnt. Ob der Mensch die feinen, positiven Impulse wahrnimmt oder außer acht lässt, gar abtut, das bestimmt der Mensch selbst…

Die Priesterkaste vermittelte ein verzerrtes Gottesbild.
Zu allen Zeiten sandte Gott, der Ewige, göttliche Wesen, die sich in Menschen einverleibten und Gottes Wort dolmetschten, um den Menschen Sein Wort zu übermitteln. Der Mensch nennt die himmlischen Dolmetscher Gottespropheten. Es sind die wahren Propheten, die Gottes Willen tun. Die ewige Wahrheit Gottes durch Seine Dolmetscher, durch die Propheten, wurde zu allen Zeiten von der Priesterkaste frisiert, zugeschnitten, verfälscht, und das, was noch unverfälscht vorhanden ist, der Vergangenheit zugeschrieben und so zugeschnitten und verfälscht, dass das, was sie als Gottes Botschaft präsentierte und präsentiert, ihrem Machtdenken und Machtverhalten entsprach und heute noch entspricht.

Im Alten Bund wie in der Gegenwart – Gott spricht uns durch Sein Prophetenwort an.
Lassen wir uns von Ihm erfassen! Er ist der Fels.
Wenden wir uns nun Gottesworten durch Jesaja zu. Stellen wir sie dem heutigen Gedankengut, den ichbezogenen Wünschen, dem Malträtieren und Quälen der Tiere, dem mutwilligen Töten der Tiere und dem Verzehr von Tierfleisch gegenüber, und nicht zuletzt den grausamen Tierversuchen! Durch den Vergleich von des Menschen heutigem Treiben zu den Aussagen Gottes durch Jesaja verstehen wir das Thema „Horror astral“ um vieles besser. Das Wort Gottes durch Seine Propheten wird von der heutigen Priesterkaste der damaligen Zeit zugesprochen. Doch gestern ist auch heute.

Christus bereitete uns als Jesus den Weg heim.
Die Seligpreisungen der Bergpredigt Jesu
Liebe Leser, das Thema „Horror astral“ zeigt nur bruchstückweise auf, was viele Seelen nach der Entkörperung ihres physischen Leibes erleben, aber auch erleiden. Wir Menschen sind nichts anderes als Wanderer auf dem Weg des Friedens, auf dem Weg in die ewige Heimat, zu unseren ewigen Wohnungen, von denen Jesus sprach: „Im Haus Meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte Ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“ Alle Menschen, alle Wanderer auf dem Weg heim in das ewige Vaterhaus, sind mehr oder weniger Sünder. Doch auf unserem Wanderweg sollten wir uns tagtäglich auf die Zehn Gebote Gottes durch Mose besinnen, und auf die vielen Hinweise von Gott, dem Ewigen, durch Seinen Propheten Jesaja und weitere Gottespropheten.

Achten, schätzen und bewahren Sie Ihr Leben!
Nach Ihrem Hinscheiden lebt Ihre Seele weiter …
Wenn wir als Menschen hinscheiden, hebt sich die von uns ausgesandte Energie nicht auf. Unser Tun und unser Unterlassen sind Energien, die sich als Bilderfolgen gleich einem Film aufzeichnen und die entsprechend dem kosmischen Gesetz den Menschen – und, nach der Entkörperung, die Seele – anregen, das zu beheben, was aus unseren energetischen Eingaben zur Bearbeitung anstünde. Unsere Seele kann leider als das Auffangbecken unserer Negativ-Energien bezeichnet werden. Der Mensch ist verantwortlich für jegliches Für und Wider. Wir Menschen und auch unser Seelenleib speichern alles.

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