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Hubertusmesse im Dom zu Speyer: Protestieren Sie mit uns!

Hubertusmesse im Dom zu Speyer: Protestieren Sie mit uns! Drucken E-Mail

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T i e r w u n s c h. –  Herr vergib ihnen nicht, 
denn sie wissen, was sie tun.

(Gunter Bleibohm)

In diesem Jahr soll es, nach dreijähriger Pause, wieder eine Hubertusmesse im Dom zu Speyer geben. Dazu zunächst ein Blick zurück:

Nach unseren Protesten im Jahr 2008 hatte das Bistum Speyer beschlossen, keine Hubertusmessen mehr abzuhalten. Ein Entschluss, der von vielen begrüßt und als ein Schritt – vielleicht ein wegweisender Schritt – in die richtige Richtung angesehen wurde. 

Diese Entscheidung hat natürlich der Jägerschaft wenig gefallen und hat ihrerseits Protest hervorgerufen. So ist der Landesjagdverband Rheinland Pfalz an Bischof Wiesemann herangetreten und hat gebettelt. Bischof Wiesemann und das Bistum ließen sich erweichen:

http://www.jagderleben.de/hubertusmesse-jaeger-zurueck-dom 
http://blog.natuerlich-jagd.de/ein-heiliger-wird-versteckt/ 
http://www.djz.de/447,2373/ 

Nun soll es wieder Hubertusmessen in Dom zu Speyer geben, eben die Messe, bei welcher der Schutzheilige der Jäger, der Heilige Hubertus von Lüttich, geehrt und die Hubertussage pervertiert wird. Der Schulterschluss der Kirche mit dem perfiden System der Jagd, bei der das lebensverachtende Tun und Handeln der Jägerinnen und Jäger kirchlich sanktioniert wird!

Im September hat dazu ein Gespräch zwischen Domdekan Dr. Kohl und pro iure animalis stattgefunden. In diesem Gespräch zwischen Herrn Dr. Kohl und Harald Hoos wurde zunächst auf die gängige Praxis der Jagd mit allen daraus resultierenden Problematiken eingegangen. Dr. Kohl gab zu verstehen, dass er erkenne, dass bei der Jagd an sich sehr viel im Argen liegt. Doch sieht er letztendlich keinen Grund der Bitte nach einer Hubertusmesse nicht nachzukommen. Er setzt in die Messe auch die Hoffnung, mit ermahnenden und kritischen Worten bei der Jägerschaft den einen oder anderen Denkprozess in Gang setzen zu können und Positives zu bewirken. Diese Auffassung teilen wir nicht.

Im Nachgang zu diesem Gespräch haben wir nochmals schriftlich gegenüber Dr. Kohl und Bischof Dr. Wiesemann Stellung bezogen. Daraus entwickelte sich dieser Schriftwechsel: 

http://www.pro-iure-animalis.de/dokumente/schriftwechsel_dr_kohl_2013.pdf

Lesen Sie dazu auch die Korrespondenz aus dem Jahr 2008:
http://www.pro-iure-animalis.de/dokumente/hubertusmesse_wiesemann.pdf 
http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=557&Itemid=101 

Aus dieser Entwicklung heraus starten wir nun die ersten beiden Stufen unseres Protestes. Folgender Flyerwird ab Mitte Oktober im Raum Speyer in die Verteilung gehen:

flyer_speyer_titel.jpg

Parallel dazu läuft eine E-Mail-Protestaktion an Herrn Bischof Dr. Wiesemann und Domdekan Dr. Kohl.

Dazu bitten wir um Ihre Unterstützung – protestieren Sie mit uns gegen diese 
antianimalistische und lebensverachtende Veranstaltung!

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Verfasst von - 17. Oktober 2013 in Uncategorized

 

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Ich, Ich, Ich – Die Spinne im Netz

         

Buchtipps & Neuerscheinungen

Ich, Ich, Ich – Die Spinne im Netz

»Was kann ich als einzelner schon tun?« Angesichts von Kriegsgefahren, wirtschaftlicher Talfahrt und fortschreitender Umweltzerstörung wächst bei vielen Menschen das Gefühl der Ohnmacht. Man fühlt sich unter Umständen wie in einem Spinnennetz gefangen. Inmitten dieser Situation suchen Millionen von Menschen trotz alledem ihr persönliches Glück, oftmals nach dem Motto »Ich Ich Ich – was neben mir ist, ist mir einerlei.« Dabei könnten gerade die Mitmenschen in unserer näheren Umgebung unsere besten Lehrmeister sein, wenn wir z. B. akzeptieren würden, dass eine Erregung über unseren Nächsten in erster Linie uns etwas sagen möchte und der Mitmensch für uns vor allem ein »Spiegel« war. 

Diese Zusammenhänge wurden in dem Buch Ich Ich Ich – Die Spinne im Netz, das bereits 1995 erschienen ist, genauer und anhand vieler Einzelsituationen verständlich erklärt. Und wer sich seither darauf eingelassen hatte, erkannte sich womöglich selbst als eine Spinne, die ihre Fäden zieht und andere in ihrem Netz gefangen hält und für ihre Zwecke umgarnt und einspinnt. Doch wie kommt man aus dem Spinnennetz heraus – aus dem eigenen Netz oder als die Beute, die im Netz anderer Spinnen gefangen ist?
Dieses Buch schildert, wie wir einen Faden in die Freiheit finden können. Bei der Autorin handelt es sich nämlich um eine Frau, der es gelungen ist, hinter die Schleier der materiellen Welt zu blicken und mit der geistig-göttlichen Welt in Kommunikation zu treten. Dadurch wurde Gabriele zur Prophetin und Botschafterin für unsere Zeit, und sie gibt aus ihrem Bewusstsein sowohl Einblick in die Bereiche des Lichts als auch in die Abgründe der Finsternis. »Um uns, ihren Brüdern und Schwestern, beizustehen«, so steht es im Vorwort, zeigt sie auf, was Mensch und Seele in den Abgrund ziehen möchte und wie noch viele Menschen zur Besinnung kommen und umkehren können.
2000 Jahre lang haben sich die Christen von »Blindenführern mit kunstvollen Kreuzen auf der Brust« verführen lassen, »weg von der schlichten Lehre des Jesus, des Zimmermanns von Nazareth«, heißt es in der Einleitung, doch das muss nicht so bleiben. Gabriele schreibt: »Öffnet Eure Herzen für Christus, der als Jesus so war wie Du und ich, einfach und schlicht. Er hatte ein Herz aus Gold. Er liebte und liebt uns. Erlebt Christus in euch! Er lässt sich in uns finden« (S. 21)
Damit dies gelingt, enttarnt das Buch zunächst viele Masken, hinter denen sich Menschen verstecken und mit denen sie sich anders darstellen als sie sind: »Für den Weisen ist jeder Mensch ein Barometer, an dem er abzulesen vermag, was dieser wirklich denkt und wer er ist. Von diesem Wissen gibt er aber nur so viel, wie es seinem Nächsten hilfreich sein kann. Er schaut den Duckmäuser und den Herrschsüchtigen, den Wichtigtuer und den Demut Heuchelnden … Er weiß, was der eine mit seinem Redeschwall ausdrücken möchte und warum der andere schweigt. Er weiß, warum der eine stark und der andere labil ist …« (S. 198 f.). Wir lesen auch, wie Seelen aus dem Jenseits auf Menschen einzuwirken versuchen und welche Kräfte hinter manchen Errungenschaften der Wissenschaft stecken, wie z. B. der Organtransplantation oder der Gentechnologie. Auf diese Weise erleben wir uns als Teil eines kosmischen Kampfes zwischen Licht und Finsternis, und wir bekommen viele Hilfen, wie wir allmählich aus dem Spinnennetz herauskommen, in das wir uns unter Umständen in vielen Inkarnation auf dieser Erde eingesponnen haben. (dp)

Literatur:
Ich Ich Ich – die Spinne im Netz, 288 S., geb., Best.-Nr. S 325, 18,00,- €, SFr 30,70, + Versand, Verlag Das Wort, Tel. 09391/504-135, auch in Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch und Slowenisch erhältlich.
http://www.das-wort.com/deutsch/mensch-und-kosmos/ich-ich-ich—die-spinne-im-netz.php

Journal Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 2/03

 


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Die Kirche soll sich nicht mehr „christlich“ nennen – http://www.christus-oder-kirche.de

Die verschwiegenen Leiden von Organspender und Organempfänger – http://www.theologe.de/theologe17.htm

 
 

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Unsere absurde Welt – Zwischen Gegenwart und Zukunft

Unsere absurde Welt – Zwischen Gegenwart und Zukunft.

Unsere absurde Welt – Zwischen Gegenwart und Zukunft

Überleben der Menschheit – contra Konzerne, Macht und Profit

Ein Beitrag der Bürgerjournalistin Britta

Kapitalismus zerstört unsere Welt automatisch, nur redet leider niemand darüber. Deswegen tue ich das jetzt mal.

Große Konzerne beherrschen die Welt und werden dabei von den Regierungen der westlichen Welt subventioniert und von der NATO dabei unterstützt, neue Einflussgebiete zu erobern. Nichts anderes treibt den Westen an, Krieg gegen Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien und Iran zu führen – die Erweiterung des Einflussgebietes und der exklusive Zugriff auf die dortigen Rohstoffe.

Wie groß die Zerstörung unserer Welt durch Tomahawks, Cruise Missiles, Bunker-Buster Bomben (Atombomben) und Uranmunition ist, lässt sich dabei kaum vorstellen und das werden wir in unseren Medien auch nie zu lesen bekommen. Wer immer noch an das Märchen vom “Demokratie und Freiheit bringen” glaubt, wo daheim selbstverständlich Demokratie und Freiheit immer weniger gelebt werden können, weil keiner mehr genug Geld zum Leben hat, ist selber schuld.

Immer mehr Gebiete unseres Lebensraumes werden ausgebeutet und auf vielerlei Weise verschmutzt und verseucht, Lebensraum vernichtet und nicht erneuerbare Ressourcen werden immer weniger und verschwinden bald gänzlich.

Jeder Bereich dieses Systems wird von profitmachenden Konzernen gesteuert und Profit steuert den Handel und bestimmt, worin investiert wird. Investiert wird nur, wenn es Gewinn bringt und sich möglichst viel Rendite dabei rausholen lässt. Investitionen in die Zukunft der Menschen existieren in unserer Welt nicht, denn berechnen lassen sich da nur die Kosten und es kommt kein in Geld messbarer Profit dabei raus. Wobei Geld aber auch nichts mehr wert ist, seitdem man mit Geld Geld machen kann. Daran sollte eigentlich jeder erkennen, wie sinnlos Geld und Rendite in Geld ist. Tut aber keiner.

Regierungen sind inzwischen so strukturiert, Konzernen den Profit möglich zu machen, selbst wenn diese gar nichts produzieren, wie eben die großen Banken – und alles auf Kosten der Menschen, die in immer ärmlicheren Verhältnissen leben müssen, bei maximaler Ausbeutung des Planeten und der Menschen.

Kapitalismus ist wie ein Krebsgeschwür und wir sind alle ein Teil davon, denn das System gibt vor, dass wir arbeiten müssen, um Geld zu verdienen, und brauchen Geld, um leben zu können, also müssen wir wohl selbst ein Rädchen in diesem System sein. Immer auf der Jagd nach Geld, am liebsten soviel davon, dass wir genug davon ansammeln, um uns ein besseres Leben zu ermöglichen. Das ist es, was die Meisten wohl antreibt.

Wirtschaftlich muss alles sein und auf Wachstum ausgerichtet. Wachstum wie bei einem Krebsgeschwür. Je mehr, desto besser für die Profite – und umso schneller zerstören wir unseren Lebensraum. Es ist absurd: Wir verschwenden immer schneller die Güter, die uns unser Planet gegeben hat und machen alles zu Geld.

Eigentlich betreiben wir durch diesen Profitzwang die größte Misswirtschaft in der Geschichte der Menschheit.

Wir messen Produktivität und je produktiver eine Firma ist, desto besser. Stolz berichten die KFZ-Hersteller jedes Quartal ihre Absatzzahlen, Öl- und Stromkonzerne berichten Rekordgewinne, größer als das Bruttosozialprodukt mancher Staaten. Aber immer wird ausgeblendet, wie viel Müll und Umweltzerstörung diese Rekordzahlen eigentlich bedeuten. Statt dessen werden die großen Konzerne für ihre Gewinne gefeiert. Die Gewinnzahlen der Konzerne und der Börse kommen in den Medien viel öfter vor, als die Umweltschäden, die sie anrichten.

Der Energieverbrauch auf der Erde steigt. Immer mehr nicht erneuerbare Energien müssen aus der Erde geholt werden und dazu muss immer tiefer gebohrt werden. Katastrophen bleiben da nicht aus. 2010 tankte BP den Golf von Mexiko voll, 2011 verseucht TEPCO die ganze Welt mit Radioaktivität, 2012 ist Total total ratlos mit seinem Gasleck in der Nordsee.

Laut BUND pumpen alleine die 400 Bohrinseln in der Nordsee jedes Jahr 200.000 Tonnen Chemikalien ins Wasser. 33 Millionen Tonnen Kohlendioxyd und 115.000 Tonnen Methan gelangen hier in die Atmosphäre. Dazu kommen noch Tankerunfälle, die Meere und Strände verseuchen, kommunale Abwässer, illegal (weil kostenlos) entsorgtes Altöl … Ich mag schon gar nicht mehr in der Nordsee schwimmen – woanders auch nicht mehr.

Ölschäden sind irreparabel. Die Verschmutzung durch Öl gelangt auch in unsere Nahrungskette, genauso wie radioaktive Substanzen – aber Biokost ist ja angesagt.

Am 28. März 2012 wurde in Fukushima eine Forelle auf radioaktive Belastung untersucht. Das Ergebnis: 18,700 Becquerel radioaktives Cäsium per Kilogramm, das ist das 37-fache des zulässigen Grenzwertes von 500 Becquerel per Kilogramm. Aber macht nichts, die Grenzwerte werden halt mal wieder höher gesetzt.

Entschädigung für die Menschen gibt es meist nur unzureichend, denn da wäre der betreffende Konzern ja pleite und Konzerne sind die wichtigeren Menschen, sie schaffen ja Arbeitsplätze …

Immer mehr Naturschutzgebiete werden für die Öl- und Gasförderung freigegeben, ohne Rücksicht auf die Gefahren für die Umwelt, aber die Förderung von Solarenergie wird eingestellt. Gefördert wird in unserer absurden Welt anscheinend nur das, was große Konzerne noch reicher macht und die Menschheit noch schneller aussterben lässt.

Das Überleben der Menschheit lässt sich halt nicht in Geld umrechnen, welches große Konzerne verdienen können, also ist es unwichtig..

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(Dieser Artikel erschien zuerst im Forum des Muskelkaters)

 

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Der Auftrag Gottes an die Söhne Gottes und an die göttliche Weisheit für das Wiederkommen des Christus Gottes

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CSU-Generalsekretär Dobrindt warnt…. …vor Werten des Grundgesetzes

CSU-Generalsekretär Dobrindt warnt…

… vor Werten des Grundgesetzes

Wie lange sollen wir noch unter der kirchlichen Leid-Kultur leiden?
In Deutschland ist es offenbar möglich, dass ein kirchlich geprägter Parteisekretär vor der Einhaltung des Grundgesetzes warnen darf, ohne dass ein Aufschrei quer durch alle demokratischen Parteien erfolgt.

Dobrindt warnt vor rechtlicher Gleichstellung der Glaubensgemeinschaften“.

Diese Meldung verbreitet Yahoo Deutschland am 4.1.2011. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt habevor einer rechtlichen Gleichstellung aller Glaubensgemeinschaften in Deutschland gewarnt. „Deutschland ist ein christlich geprägtes Land, und wir tun gut daran, die besondere Stellung der christlichen Kirchen zu erhalten.“

Nun sieht aber unsere Verfassung neben der individuellen Freiheit und Gleichheit aller Bürger auch die Religionsfreiheit und die Trennung von Staat und Kirche vor. Wie kommt ein Generalsekretär einer demokratischen Partei zu einer solchen Forderung, die den Werten der Verfassung widerspricht?

Dobrindt reagierte auf ein Interview von FDP-Generalsekretär Christian Lindner in der „Zeit“-Beilage „Christ Welt“. Lindner hatte in diesem Interview gesagt, dass „eine nüchterne Debatte über das Staatskirchenrecht kein antiklerikaler Akt“ sei. Nach mehr als 200 Jahren dürften Regelungen und Zahlungen hinterfragt werden. „Es muss zudem besprochen werden, welche Privilegien auch andere Religionsgemeinschaften irgendwann beanspruchen dürfen.“ Erst der weltanschaulich neutrale Staat könne das Miteinander in einer multireligiösen Gesellschaft befrieden, „indem er mit allen Religionsgemeinschaften kooperiert, die seine Regeln akzeptieren“, sagte Lindner. Dabei müssten die verschiedenen Glaubensgemeinschaften in Deutschland rechtlich gleichgestellt werden. Er erwähnte dabei auch die Möglichkeit, dass der Staat eines Tages nicht nur für die Großkirchen, sondern auch für die Muslime Kirchensteuer einziehen könnte.

Dies wiederum hält der CSU-Generalsekretär Dobrindt für „eine abwegige Vorstellung“: „Was die großen christlichen Kirchen vor anderen Religionsgemeinschaften auszeichnet, ist ihr starkes positives Engagement für unser Gemeinwesen und unsere Gesellschaft, vom sozialen Bereich bis zur Wertorientierung“, so Dobrindt. „Das sollten wir nicht durch eine falsch verstandene Gleichmacherei in Frage stellen.“

Diese Reaktion wirft ein bezeichnendes Licht auf die Situation der Religionsfreiheit in Deutschland. Christian Lindner hat nichts anderes ausgesprochen, als was das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland schon immer fordert: Einen weltanschaulich neutralen Staat, in dem alle Glaubensgemeinschaften rechtlich gleichgestellt werden, wie dies in anderen westlichen parlamentarischen Demokratien eine Selbstverständlichkeit ist.

In Deutschland ist es aber, wie gesagt, offenbar möglich, dass ein kirchlich geprägter Parteisekretär vor der Einhaltung des Grundgesetzes warnen darf, ohne dass ein Aufschrei quer durch alle demokratischen Parteien erfolgt. Das lässt für das Grund – und Menschenrecht der Religionsfreiheit in Deutschland das Schlimmste befürchten. In der Tat hat man sich in Deutschland offenbar schon so daran gewöhnt, dass die beiden Amtskirchen mithilfe der Funktionäre, die sie in allen Schlüsselpositionen des Staates untergebracht haben, die verfassungsmäßigen Grundwerte in Bezug auf Gleichheit und Religionsfreiheit weitgehend außer Kraft gesetzt haben. Dabei ist der Umstand, dass der Staat zum Handlanger der Amtskirchen verkommt, wenn es für diese zwangsweise die Mitgliedsbeiträge der durch Zwangstaufe rekrutierten Mitglieder eintreibt, noch das kleinste Übel. Und es ist kaum anzunehmen, dass eine andere, nicht auf materiellen Interessen gegründete Glaubensgemeinschaft, daran interessiert ist, diesem Beispiel zu folgen.

Das eigentlich Bedenkliche an der Ungleichbehandlung religiöser Bekenntnisse ist, dass die römisch-katholische und die lutherische Amtskirche sich in vielen Bereichen außerhalb des demokratischen Rechtsstaates bewegen. Genannt sei hier nur beispielhaft die Außerkraftsetzung von Grundrechten kirchlicher Arbeitnehmer. Beide Kirchen nehmen für sich über 37 Privilegien in Anspruch, die sie in vielen rechtlichen und gesellschaftlichen Bereichen außerhalb der für jeden Staatsbürger sonst verbindlichen Rechtsordnung stellen. Deutlichstes Zeichen dieser rechtlichen Ungleichbehandlung, die gleichzeitig zu einer schweren Benachteiligung aller übrigen Bürger führt, sind die finanziellen Nachteile, die der demokratische Staat und damit jeder Staatsbürger dadurch erleidet, dass die beiden Amtskirchen jedes Jahr finanzielle Vorteile des Staates in Höhe von 15 Milliarden Euro in Anspruch nehmen.

Wenn Dobrindt von einem „positiven Engagement“ der Kirchen „für unser Gemeinwesen und unsere Gesellschaft, vom „sozialen Bereich bis zur Wertorientierung“ spricht, so versucht er, uns einen uralten kirchlichen Bären aufzubinden. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Die Kirchen saugen den Staat trotz dessen leerer Kassen ständig weiter aus. Und was sie als „Beitrag zum Gemeinwohl“ auf ihre Fahnen schreiben, das lassen sie sich auf Heller und Pfennig vom Staat und den jeweiligen Nutzern wieder ersetzen: Ihre Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Altenheime finanzieren die großen Kirchenkonzerne nur zu einem Bruchteil selbst!

Es ist heute völlig unbestritten, dass die Amtskirchen von den Milliarden, die sie dem Gemeinwesen entziehen, höchstens 10 % in Form von Leistungen wieder zurückgeben – ein dankbar schlechtes Geschäft für das Gemeinwesen und unsere Gesellschaft, das den Amtskirchen bisher ein geschätztes Vermögen von rund 500 Milliarden Euro eingebracht hat. Und was die Werteorientierung der großen Amtskirchen betrifft, muss man sich nicht erst mit den Verbrechen der Vergangenheit dieser Organisationen beschäftigen, um zu erkennen, dass serienweise Vergewaltigungen von Kindern (nicht nur durch Beschäftigte der römisch-katholischen Kirche: der Leiter der Odenwaldschule war lutherischer Kirchenfunktionär), deren Vertuschung und die Verweigerung der Wiedergutmachung für die Opfer eine „Werteorientierung“ darstellen, die unserem Grundgesetz diametral entgegenlaufen.

Das von amtskirchlichen Politikern gerne verwendete Wort von der „christlichen Leitkultur“ – gemeint ist die kirchliche Leitkultur – ist für den demokratischen Rechtsstaat längst zu einer Leid-Kultur geworden. Dieses Gerede ist ebenso irreführend wie die längst entlarvte kostspielige „Soziallüge“ von den angeblich sozialen Wohltaten der Kirchenkonzerne. Folgerichtig hat FDP-Generalsekretär Christian Lindner dafür geworben, dass für eine Leitkultur das Grundgesetz selbst als Wertordnung dienen solle. Dies ist eine Forderung, die jeder verfassungstreue Politiker einschränkungslos unterstützen müsste. Demgegenüber ist der Ruf nach einer „christlichen“ Prägung oder nach einer „christlichen“ Leitkultur aus dem Mund von Kirchenpolitikern als schwerwiegende Bedrohung der Verfassung anzusehen. Denn diese meinen mit „christlich“ nicht die Friedenslehre des Jesus von Nazareth, sondern die Kirchenlehre und Tradition der römisch-katholischen Kirche und ihrer lutherischen Abspaltung, die beide eine grausame Blutspur der Intoleranz und Gewalt in der abendländischen Geschichte hinterlassen haben, bis hinein in die Gegenwart mit ihrer beispiellosen Verkommenheit der Schwerverbrechen an wehrlosen Kindern.

 

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Die Sprache der Tiere …….

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Jesus kam auch für die Tiere – Tiere bitten: Helft uns

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Verfasst von - 23. März 2009 in Uncategorized

 

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