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Schlagwort-Archive: Kirchen

Kirchenkritische Bücher

 

 

Papst Pius XII. – Der unselige Papst
von Matthias Holzbauer

Wie ein düsterer Untoter geistert er immer wieder durch die Öffentlichkeit: Papst Pius XII., den seine Nachfolger auf dem Papstthron immer wieder seligzusprechen versucht haben. Sein verhängnisvolles Schweigen zum Holocaust hat diesen Schritt bisher verhindert. Doch der Vatikan lässt nicht locker. Weshalb eigentlich?

Der Steinadler und sein Schwefelgeruch – Das neue Mittelalter

Was der Journalist Matthias Holzbauer in jahrelanger Recherche zusammengestellt hat, ist haaresträubend. Mit Namen und Fakten belegt er, welche Kampagnen kirchliche und auch staatliche Stellen auch heute noch gegen religiöse Minderheiten vom Zaun brechen.

Verfolgte Gottsucher
Der Strom des Urchristentums in der Geschichte
von Matthias Holzbauer

Der Strom des Urchristentums ist in der Geschichte nie wirklich versiegt – und er strömt bis hinein in unsere Tage. Denn die Sehnsucht nach dem „Neuen Jerusalem“ war und ist nicht auszurotten.

Strafsache Vatikan – Jesus klagt an
von Uli Weyland

Der gut recherchierte Geschichtsroman straft die von Papst Wojtyla aufgestellte These Lügen, dass es nur die „irrenden Söhne und Töchter“ der Kirche gewesen seien, die die kirchliche Blutspur durch die Geschichte zu verantworten haben.

Angeklagt: Der Papst
Der Verantwortlichkeit des Vatikans für Menschenrechtsverletzungen
von Geoffrey Robertson QC

Deutsche Erstausgabe von The Case of the Pope, das brisante Buch des prominenten britischen Kronanwalts und international tätigen Anwalts für Menschenrechte, Geoffrey Robertson.

Des Satans alte Kleider

Sektenjagd in Deutschlandvon Matthias Holzbauer und Gert-Joachim HetzelGott ist die Wahrheit – der Satan die LügeDie Prophetin Gottes sagt aus

Klimawandel: Gott hat rechtzeitig gewarnt

Der Schattenwelt neue Kleider

Die Inquisition der JetztzeitDer Klimawandel und die dramatischen Veränderungen auf dem Planeten Erde sind in aller Munde. Plötzlich meldet sich auch die Kirche zu Wort, von der 30 Jahre lang zu diesem Thema nichts Nennenswertes zu hören war.

Weh euch Theologen!

Der mutige junge Mann Jesus von Nazareth

Die Diktatur des Stuhles Petri fußt auf den heidnischen Priesterreligionen
von Dieter Potzel, Matthias Holzbauer u. a.

Das Knäblein in der Krippe und der tote Mann am Kreuz – was haben die beiden gemeinsam? Sie können nicht reden! Ein Zufall? Sicher nicht!

Kirche gegen Tiere

Vegetarier – gottlose Ketzer?

Für die Tiere, unsere Mitgeschöpfe aus Gottes Hand
von Ulrich Seifert

Übermäßiger Fleischkonsum, das zeigt sich in unseren Tagen mehr und mehr, ist ein schwerwiegendes Problem: Dem Menschen bringt er Übergewicht, Herzerkrankungen und weitere Krankheiten.

Der freie Geist, der Lebensodem in allen Wesen

Lebe mit mir.

Ich bin ein Bewusstseinsaspekt deiner Seele
Die Vielfalt und Schönheit der Natur erleben
Bildband der Internationalen Gabriele-Stiftung aller Kulturen weltweit

Nur eine einfache Seele

Der polnische Papst
Bilanz eines Pontifikats
von Hubertus Mynarek

Aus der Reihe „Unerwünschte Bücher zur Kirchen- und Religionsgeschichte“, im Jahr 2005 im Ahriman-Verlag, Freiburg erschienen.

Die Herren im Talar noch auf dem hohen Ross !

Die beleidigte Kirche
oder: Wer stört den öffentlichen Frieden?
von Karlheinz Deschner

Priester im Gegensatz zu dem Mann aus Nazareth

Verrat an der Botschaft Jesu
Kirche ohne Tabu

von Hubertus Mynarek

Der bekannte Religionswissenschaftler enthüllt als Insider unbekannte Interna der römisch-katholischen Kirche, die hinter den feierlichen Gewändern verborgen sind.

   
Kirchliche Obere verdammen – Gott, der All-Geist, nicht!

Ungezählte Generationen wurden mit der Horrorvorstellung eines angeblich strafenden und grausamen Gottes gequält, der einen Großteil Seiner Kinder in eine ewige Hölle schickt. Auch heute noch verdüstert dieser Alptraum viele Gemüter und macht sie seelisch krank. Vor allem aber: All die über Jahrhunderte angehäuften Bannflüche gegen alles Nicht-Katholische sind bis heute gültiger Bestandteil der katholischen Lehre – und auch Luther lehrte die ewige Verdammnis. „Die ewige Hölle“ droht auch den eigenen Gläubigen, wenn sie auch nur an eines der Dogmen nicht glauben.

   
 
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Verfasst von - 20. März 2014 in Uncategorized

 

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pro iure animalis – „Lasset uns totbeten!“

pro iure animalis – „Lasset uns totbeten!“.

 

„Lasset uns totbeten!“ Drucken E-Mail

Heike Heinze, Berlin

 

Im tristen, farblosen Monat November ist es soweit: Hubertusmessen und -jagden finden statt. Jäger holen sich den Schutz eines Pfarrers. Dieser bemüht den Heiligen Hubertus, schiebt diesem Schutzpatron der Jäger feige die Verantwortung zu, bemüht, dem Fegefeuer zu entkommen und seine Hände in Unschuld zu waschen. Nach den Gebeten heißt es schließlich: „Feuer frei aus allen Rohren!“ Wie kann etwas so fromm beginnen und sich zu einem Drama zuspitzen, dessen Ende, die Hinrichtung der Wildtiere, Gottes Schöpfung, einen naturliebenden Menschen bis ins Mark erschüttern? Ist es nicht ein Widerspruch, einerseits Liebe zu predigen, auf der anderen Seite Waffen und deren Träger zu segnen? Aber so und nicht anders hat die Kirche die Geschichte überlebt. Wie beim Jüngsten Gericht über die Gräueltaten an unseren Tieren entschieden wird, wissen wir nicht, denn kein Pfarrer oder Jäger, die sich an blutrünstigen Spektakeln beteiligten und das Zeitliche segneten, sind je zurückgekehrt. Vermutlich hatte Gott als Schöpfer der Welt und der Natur kein Auge zugedrückt und seine vermeintlichen Vertreter und deren Nutznießer angesichts der Vernichtung seiner Kreaturen – in jedem Jahr sage und schreibe 5 500 000 Wildtiere – mit einem Tritt in die Hölle befördert. Wird doch sein Ansehen in der Öffentlichkeit voranschreitend ruiniert.

Die Jägerlobby ist eine der politisch und wirtschaftlich mächtigsten Minderheiten in Deutschland, deren skandalöse Gesetzesprivilegien teilweise aus dem Mittelalter stammen und für einen modernen Rechtsstaat untragbar sind. Aber Staat und Kirche arbeiten Hand in Hand. Einem Siamesischen Zwilling gleichend sind sie unter Führung einer christlich – liberalen Regierung untrennbar miteinander verbunden. Kameraderie, Opportunismus und Traditionsbewusstsein der Einflussreichsten lassen keine Veränderung zu.

Wie die Lichtgestalt des Kreuzes Hubertus einst den Weg gezeigt habe, solle man diesen rechten Weg unter und mit dem Kreuz Jesu auch heute gehen. Aber kann es rechtens sein, Baujagden zu veranstalten, bei denen Fuchswelpen ausgegraben, erschlagen, vom Bauhund abgewürgt oder anderweitig getötet werden? Ist der rechte Weg, bei Treib – und Drückjagden reihenweise auf Wild zu schießen, das mit zerfetzten Gliedmaßen in seiner Todesangst zu fliehen versucht? Aber ich vergaß, in der katholischen Kirche haben ja Tiere keinen Platz und schon gar keine Seele. Eine Fuchsfähe dürfte somit emotionslos zusehen, wenn ihr Nachwuchs von einer nach Gottes Ebenbild geschaffenen Spezies gemeuchelt wird, der laut Kirche eine Seele zusteht.

Was für ein Hochmut einer solchen Kirche! Emotionen wie Angst und Panik sowie das Empfinden von Schmerzen sind bei Mensch und Tier identisch. Das komplizierte Paarungsverhalten der Tiere, das Zusammenleben in Gruppen und Familien, die Fähigkeit vorzusorgen und die Verständigungsmöglichkeiten untereinander ähneln den unseren. Die Unterschiede zwischen uns und ihnen sind keineswegs prinzipieller Natur. In vielem sind Tiere dem Menschen sogar weit überlegen. Der Seh-, Hör- und Tastsinn ist bei den meisten Säugetieren höher entwickelt als bei uns. Ich bewundere das geniale tierische Navigationssystem und die Feinheiten der Brutpflege.

Während im späten Mittelalter viele Handwerkszünfte am Namenstag des Heiligen Hubertus zu dessen Ehren Messen abhielten, ist dieser Brauch allmählich gänzlich verschwunden. Nur Jäger sind dieser Tradition treu geblieben. Ein Missverständnis? Denn es war ein Hirsch, zwischen dessen Geweihstangen das Kreuz Christ erschien und sich dem Heiligen Hubertus, der bis zum legendären Zeitpunkt ein Jäger war, zuwandte, ihn eindringlich zur Rückkehr bat und dieser die Waffen für immer niederlegte. Offensichtlich lesen Jäger die überlieferte Geschichte, eine Sage, nicht zu Ende, huldigen sie doch alljährlich den ersten berühmten Jagdgegner. Zu groß ist ihr Bedürfnis, in Wald und Flur zu richten, zu entscheiden, was willkommen ist, leben darf oder nicht. Das Ammenmärchen auf die Fahne schreibend, ein Gleichgewicht in der Natur schaffen und halten zu wollen, ziehen sie legal bewaffnet in den Kampf. Führen einen einseitigen Krieg gegen Wehrlose, die keine Stimme haben. Tatsächlich allerdings hat es dieses besagte Gleichgewicht niemals gegeben und wird es auch nicht. Kein Tier, sondern ausschließlich der Mensch zerstört im großen Stil den Lebensraum, in dem die Schöpfung noch existiert – er beseitigt die Regenwälder, die Lunge der Erde. Er verpestet die Luft, vergiftet die Flüsse, beraubt die Meere. Und er tötet aus purer Lust.

In einer Fürbitte beim Hubertus – Gottesdienst heißt es: „Wir bitten für Jägerinnen und Jäger…Lass sie in allem, was sie tun, das Tier als lebendiges Geschöpf erkennen.“ Widersprüchlicher kann es wohl nicht sein. Es grenzt an Sarkasmus, „Lasset uns totbeten!“ wäre treffender. Man säuselt, dass die Jagd einen positiven Beitrag zum Schutz und zur Bewahrung der Schöpfung leiste. Dieser Aspekt würde bei der Gestaltung der Hubertusmessen im Vordergrund stehen. Angesichts dieser Scheinheiligkeit möchte man sich übergeben, wird doch bei diesen Messen und beim Beweihräuchern dieses Brauchtums aus Sympathie mit der lodengrünen Zunft nur ein nichtmenschliches Geschöpf überhaupt geduldet: der Jagdhund.

Jagd, die stets mit den Qualen und Leid der Tiere verbunden ist, kann weder Schutz noch Bewahrung der Schöpfung und nie Naturschutz sein. Niemals. Der Mensch, nur ein Teil der Natur, ist Leben inmitten von Leben, das auch leben will. Der Schutz der Natur ist Verständnis für all ihre Vielfalt, Respekt vor der Einzigartigkeit ihrer Werke, ihrer grandiosen Kunst. Bei der Jagd erkenne ich nichts Dergleichen, sondern ausschließlich Befriedigung einer abnormen Neigung und kaltblütigen Mord.

Dass man so in den Himmel kommt, wage ich zu bezweifeln.

 

 
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Verfasst von - 28. Oktober 2013 in Uncategorized

 

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„Sturzbäche von Blut“

Gespräch mit Gabriele Röwer. Über das Werk des Kirchenkritikers Karlheinz Deschner, den Abschluß seiner »Kriminalgeschichte des Christentums« und seine Prognose für den neuen Papst

Interview: Stefan Huth
….Auszug …Das Wort »Kriminalgeschichte« unterstellt so etwas wie Kontinuität – zieht sich kriminelles Handeln tatsächlich wie ein roter Faden durch die Kirchengeschichte?
»Roter Faden«? Deschner würde eher sagen »Sturzbäche von Blut«, ein einziger Blutstrom wälzt sich da durch die Jahrhunderte christlicher Reiche, betrachtet man, wie der Autor dieser »Kriminalgeschichte«, die politikbestimmenden Leitlinien der Kirchenmächtigen, nicht die Proteste jener, die dagegen aufbegehrten, auch unter Einsatz ihres Lebens, später dann als Feigenblatt zur Kaschierung klerikal begangener und abgesegneter Untaten mißbraucht. Und deren sind Legion. Ich zitiere aus jener Nürnberger Rede Deschners: »Hauptsache: mit Gott dem Herrn!… Mit Gott gegen die Heiden, mit Gott gegen die Juden, mit Gott gegen die Langobarden, die Sachsen, die Sarazenen, die Ungarn, die Briten, die Polen; mit Gott gegen die Albigenser, mit Gott gegen die Waldenser, mit Gott gegen die Stedinger, die Hussiten, die Geusen, die Hugenotten, die Bauern; mit Gott gegen die Protestanten, mit Gott gegen die Katholiken, mit Gott vor allem auch gegeneinander, mit Gott in den Ersten Weltkrieg, mit Gott in den Zweiten, mit Gott gewiss auch noch in den dritten; ökumenische Schlachtfeste sondergleichen…«
 
 

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Kurzmitteilung

»Es ist dürftig, was Die Linke da vorgelegt hat«

Die Kirchen plündern die staatlichen Kassen – dagegen regt sich auch im Bundestag Widerstand. Ein Gespräch mit Carsten Frerk

Interview: Gitta Düperthal
Bild 1
Foto: privat
Carsten Frerk ist Chefredakteur des Humanistischen Pressedienstes (hpd.de). Er ist Autor mehrerer Bücher zu Kirchenfinanzen und Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.

Etwa 480 Millionen Euro fließen jährlich von den Bundesländern an die Kirchen. Landespolitiker verschiedener Parteien fordern, die Verträge zwischen Kirche und Bundesländern zu prüfen. Die sächsische FDP z.B. hat das am Wochenende auf ihrem Parteitag beschlossen. Was soll da genau auf den Prüfstand?………………………..

“ Es ist dürftig, was Die Linke da vorgelegt hat „

 
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Verfasst von - 30. März 2013 in Uncategorized

 

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Steuergelder des Staates – erste Politiker wollen Zahlungen an Kichen überprüfen

Steuergelder des StaatesErste Politiker wollen Zahlungen an Kirchen überprüfen

Mittwoch, 27.03.2013, 07:12

FDP, Grüne, Kirche, Sachsen, SPD, Zahlungen

REUTERSÜber die Zahlungen der Bundesländer an die Kirchen soll neu verhandelt werden
 
480 Millionen Euro fließen von den Bundesländern an die Kirchen – pro Jahr. Bundesweit fordern Politiker jetzt neue Gespräche über diese Staatsleistungen. Unklar ist, was die Kirchen als Ausgleich erhalten sollen.
Nachdem die sächsische FDP am Wochenende auf ihrem Landesparteitag beschlossen hat, die Staatsleistungen des Freistaats an die Kirchen „auf den Prüfstand“ zu stellen, fordern auch Politiker von SPD und Grünen neue Verhandlungen über die jährlichen Zahlungen der Bundesländer…………………………….
 
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Verfasst von - 27. März 2013 in Uncategorized

 

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Video

Arbeiten für Gottes Lohn

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/13210930_die-story-im-ersten-arbeiten-fuer-gottes-lohn

„Über Gerechtigkeit und Nächstenliebe reden die Kirchen gern und viel. Doch viele ihrer Mitarbeiter vermissen genau diese Tugenden, wenn es um die Bedingungen an ihren Arbeitsplätzen geht. Immer wieder kämpfen sie gegen Lohndumping und Leiharbeit in ihren kirchlichen Einrichtungen……“

 
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Verfasst von - 29. Januar 2013 in Uncategorized

 

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Die Kirchen, sprich die Priesterkaste, sind Teil des Systems!

„Die Kirchen“, sprich die Priesterkaste, sind Teil des Systems!

WEIMAR. (fgw) Immer wieder, wenn laizistische Forderungen zur Vollendung des Verfassungsgebotes zur Trennung von Staat und Kirche(n) erhoben werden, immer wenn kirchenkritische Meinungen geäußert werden, hört man von tonangebenden Politikgrößen, auch der LINKEN, unisono stets diese Worte der Ablehnung: Die Kirchen sind doch unsere Verbündeten im Kampf gegen den Sozialabbau und für soziale Rechte, sie sind auch unsere Verbündeten im Kampf für den Frieden, Kirchenkritik und Laizismus kosten uns Wählerstimmen… Solche Forderungen sind unerhört und schaden uns nur. Also soll alles so bleiben wie es ist…

(Der freireligiöse Linkssozialist Adolph Hoffmann (1858 – 1930) wurde während der Novemberrevolution preußischer Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung (bis Januar 1919) und setzte u. a. die Abschaffung der kirchlichen Schulaufsicht in Preußen durch.)

Vielleicht sollte zunächst einmal klar gestellt sein, daß sich Laizismus und Kirchenkritik nicht gegen die Gläubigen richten, auch nicht gegen die Gemeinschaft von Gläubigen, sondern ausschließlich gegen die (früheren Staats-)Kirchen als Machtinstrument und die Personifizierung dieses Machtinstrumentes in der Priesterkaste. Priesterkaste ist konkreter als der Begriff Klerus.

Priesterkasten haben sich in der Menschheitsgeschichte früher oder später über den Staat, über die Gesellschaft erhoben und waren in ihrer Maßlosigkeit fast immer eine der Hauptursachen für den Untergang von Zivilisationen.

Halten wir uns doch ganz einfach mal dies vor Augen: Seit das Christentum zur Kirche geworden ist und vor rund 1.700 Jahren mit dem Staat verschmolz wurde, ist diese Kirche in wandelnder Form stets Teil des Systems gewesen – und das bis heute. Kirche, sprich die Priesterkaste, war Teil des Staates bzw. sogar Staat selbst, siehe Kirchenstaat in Italien oder bis 1803 die diversen geistlichen Fürstentümer im „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“. Und auch heute noch sind Staat und frühere Staats-Kirchen in nicht wenigen Fällen institutionell miteinander verbunden.

Wichtiger und vor allem schwerwiegender aber noch als diese institutionelle Verbindung ist der Status der früheren Staats-Kirchen als fester Bestandteil der jeweiligen ökonomischen Ordnung. Das begann in der Spätantike als zweitgrößter Grund- und Sklavenbesitzer nach dem Kaiser (also dem Staat), das blieb so im Feudalismus (wo die Priesterkaste sogar größter Großgrundbesitzer war) und das ist auch heute noch so: die angeblich 1803 enteigneten evangelischen Landeskirchen und die katholischen Bistümer sind nach wie vor kollektiver größter Großgrundbesitzer in Deutschland, sie sind auch kollektive Großkapitalisten (man denke nur an den Weltbild-Konzern oder einen Sozialkonzern wie Agaplesion – von dem sicherlich kaum ein Normalbürger je etwas gehört hat) und sie sind sogar kollektive Großbankiers. Und damit sind sie nicht nur Teil des kapitalistischen Systems, sondern auch unnachgiebige Verteidiger dieser Ausbeuterordnung. Ganz im Sinne der „Heiligen Schrift“ und des Kirchenvaters Paulus, für die die Sklaverei etwas „Gottgegebenes“ waren.

Nur ein Beispiel für die Verquickung von Staat und Kirchen

„Der Zentrale Ökumenische Polizeigottesdienst für Thüringen wird am kommenden Donnerstag (29. November) um 14 Uhr in der Stadtkirche in Meiningen gefeiert. Etwa 300 Teilnehmer werden erwartet. Einbezogen ist das Gedenken an die in diesem Jahr im Dienstalter verstorbenen Polizistinnen und Polizisten. Der Thüringer Innenminister Jörg Geibert wird die Namen verlesen. Im Anschluss an den Gottesdienst sind die Angehörigen zum Kirchenkaffee mit Gesprächen eingeladen.

Die seit 1998 einmal im Jahr angebotenen Landespolizeigottesdienste gestalten die Polizeipfarrer der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam. In diesem Jahr hält der evangelische Landespolizeipfarrer Michael Zippel die Predigt, das Totengedenken leitet der katholische Landespolizeipfarrer Karl-Josef Wagenführ. Die Kollekte ist für die Hospizarbeit im Kirchenkreis Meiningen bestimmt.

In Thüringen gibt es für die seelsorgerliche Begleitung der Polizistinnen und Polizisten neben den beiden hauptamtlichen Landespolizeipfarrern der evangelischen und der katholischen Kirche 16 ehren- und nebenamtliche Seelsorger. Die Polizeiseelsorger unterstützen die Polizeibeamten insbesondere in Krisensituationen, bei schweren Unfällen und in schwierigen Einsatzlagen wie Großdemonstrationen. Zur Aufgabe der Polizeiseelsorge gehören der berufsethische Unterricht in der Ausbildung und Seminarangebote. Dabei werden mit den Polizistinnen und Polizisten ethische Fragen erörtert.“

So steht es geschrieben in einer gemeinsamen Presseerklärung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und des Bistums Erfurt vom 28.11.2012.

Wer bezahlt eigentlich die hauptamtlichen Landespolizeipfarrer? Die Kirchen aus ihren Beitragseinnahmen und Gewinnen aus Vermögen oder der Staat? Und warum eigentlich sind Pfarrer mit der berufsethischen Unterrichtung der Polizei betraut? Diese ist keine freiwillige Veranstaltung, sondern pflichtig und damit auch Pflicht für alle nicht- und andersgläubigen Polizisten.

Gleiches gilt für die Bundeswehr mit ihren Militärseelsorgern und dem ebenfalls pflichtigen „lebenskundlichen Unterricht“. Und das ist nun wahrlich kein Beispiel für den Friedenskampf der Kirchen. Ebensowenig wie solche Befehle bei militärischem Zeremoniell „Helm ab zum Gebet“, ungeachtet der Religion und Weltanschauung der Militärangehörigen.

Wer unkritisches Sprachrohr ist und/oder sich anbiedert, wird belohnt!

Missionierung und Manipulierung der öffentlichen Meinung sind wichtig für den Erhalt der ökonomischen Macht der Priesterkaste und ihres immensen Einflusses auf die Politik. Wer sich anbiedert, wer kritiklos Propagandasprüche unters Volk bringt, der wird selbstverständlich wohlwollend belohnt. Hierfür steht eine Pressemitteilung des katholischen Bistums Erfurt vom 26.11.2012:

Unter der Überschrift „journalistisch WERTvoll“ heißt es da:

Bischöfliche Gratulation zur Auszeichnung für die Beiträge der Zeitung „Thüringer Allgemeine“ (TA) zum Papstbesuch

Erfurt (BiP). Der Erfurter Diözesan-Administrator Weihbischof Reinhard Hauke hat dem Chefredakteur der „Thüringer Allgemeinen“ (TA) zur Auszeichnung „journalistisch WERTvoll“ im Rahmen der Verleihung des Katholischen Medienpreises 2012 gratuliert.

Paul-Josef Raue erhielt die Ehrung im Bereich Printmedien für die Konzeption der TA-Berichterstattung zum Deutschlandbesuch des Papstes im Jahr 2011, bei dem Benedikt XVI. auch nach Thüringen kam. Der Katholische Medienpreis und die zusätzliche Auszeichnung „journalistisch WERTvoll“ werden von der Deutschen Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten e.V. (GKPO) und dem Katholischen Medienverband e.V. (KM.) seit 2003 verliehen.

Die Jury würdigte die Beiträge der TA als eine „herausragende Teamleistung einer gesamten Redaktion, die über das erwartbare Maß deutlich hinausging“, heißt es in der Preisbegründung. Dass diese außerordentliche Berichterstattung, die mit Veranstaltungen mit Experten ergänzt wurde und multimedial angelegt war, als „journalistisch WERTvoll“ beurteilt wurde, freue das Bistum Erfurt, schrieb Weihbischof Hauke in einem Brief an den Chefredakteur.

Der Weihbischof gratulierte Raue und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TA „auf das herzlichste“ und fügte zum Ende des Briefes wörtlich hinzu: „Dass wir als Thüringer Ortskirche darüber hinaus auch abseits der großen kirchlichen Ereignisse in der Redaktion der „Thüringer Allgemeinen“ und in den vielen anderen Redaktionen unseres Freistaates auf Interesse stoßen, freut uns nicht weniger und erfüllt uns mit Dankbarkeit“, so Hauke.“

Nun, unter journalistisch wertvoll versteht das journalistische Berufsethos etwas ganz anderes, nämlich u.a. Objektivität, kritische Distanz. Wobei das nicht nur Journalisten wissen, sondern gleichermaßen auch viele Zeitungsleser. So heißt es am 01.11.2012 zu diesem Thema in einem Leserbrief:

„Unerwartete Teamleistung der Redaktion einer unabhängigen Zeitung erfüllt Weihbischof Hauke mit herzlichster Dankbarkeit. Aber was hatten besagter Weihbischof und Bischof Dr. Fürst von der TA erwartet? Einen Preis für den »journalistisch wertvollen« Chefredakteur war es denen nun wert.

Ob sich die ganze unabhängige Redaktion über jene veröffentlichte Dankbarkeit auch freuen kann? Werden damit nicht die Vorwürfe einer tendenziösen Berichterstattung erhärtet?

Die Konzeption der Berichterstattung war offensichtlich ganz im Sinne der Bischofskonferenz, war sie das aber auch für die Leser?“

Es klingelt in der Kasse: Kundeneinlagen bei Kirchenbanken

Kommen wir zum Geld der Kirchen, über das diese lieber schweigen. Dennoch läßt sich auch hier nicht alles verschweigen. Zu diesem Zweck hat man eigene Kirchenbanken eingerichtet, die ganz diskret Bankgeschäfte betreiben, nicht anders als die großen Privatbanken im engeren Sinne.

Bei den Kirchenbanken, von denen es derzeit acht (zu den großen Amtskirchen gehörige Banken; hierzu zählt übrigens auch die GLS Bank!) in Deutschland gibt, konnten (Ende 2010) rund 26,6 Mrd. Euro Geldeinlagen und eine vermutlich mindestens gleich große Summe von Kapitalanlagen in den Kundendepots ermittelt werden. Auf der Grundlage, dass sich bei den Kirchenbanken nur ein Drittel der Konten von kirchlichen Rechtsträgern befindet, ist von einem Kapitalvolumen der Kirchen von rund 150 Mrd. Euro auszugehen.

Bei den Kirchenbanken haben vorrangig konfessionelle Rechtsträger ein Konto und damit wird das dort vorhandene institutionelle Geldvermögen im konfessionellen Bereich öffentlich sichtbar. Abgezogen werden müssen die Geldeinlagen von (konfessionellen) Privatkunden, deren Anteil je nach Bank verschieden hoch ist. Der Anteil dieser privaten Geldeinlagen variiert auch in verschiedenen Jahren und wurde von der Bank im Bistum Essen eG im Geschäftsbericht 2011 mit etwa 8,5 Prozent angegeben, von der Evangelische Kreditgenossenschaft eG mit ca. 20 Prozent. Ein Mittelwert von 15 Prozent Geldeinlagen von Privatkunden erscheint plausibel und wäre dementsprechend von den Gesamtsummen abzuziehen, um die Geldeinlagen auf die institutionellen Kunden aus Kirche, Caritas und Diakonie zu begrenzen. Insofern ist ein sichtbares institutionelles Geldvermögen in der Größenordnung von rund 23 Mrd. Euro bei den Kirchenbanken feststellbar.

Neben diesen sichtbaren Geldeinlagen, gibt es bei den Kirchenbanken „unsichtbare“, weil bilanzunwirksame Spezialfonds, Anleihen und Kundendepots, die nicht bilanziert werden und damit in den Geschäftsberichten der Kirchenbanken nicht genannt werden. Die EKK bezifferte auf Nachfrage 2004 das verwaltete Kundenvolumen auf insgesamt 5,5 Mrd. Euro (bei 2,9 Mrd. Euro Kundeneinlagen), die Pax-Bank spricht 2010 von 1,8 Mrd. Kundeneinlagen und 4,3 Mrd. verwaltetes Kundenvolumen. Der sichtbare Teil der Geldeinlagen wäre entsprechend um bei den Kirchenbanken unsichtbares weiteres Kapitalvermögen etwa bzw. mindestens zu verdoppeln.

Das gesamte Kapitalvermögen beider Kirchen wird auf (mindestens) die dreifache Summe der bei den Kirchenbanken deponierten Gelder geschätzt, da rund zwei Drittel der Kontenverbindungen im kirchlichen Bereich bei normalen Geschäftsbanken bestehen, bei denen der Kapitalbestand kirchlicher Rechtsträger in dieser Hinsicht nicht öffentlich sichtbar ist. Bei rund 50 Mrd. Euro Kapitalvermögen bei den Kirchenbanken wäre entsprechend ein gesamtes Kapitalvolumen kirchlicher Rechtsträger von rund 150 Mrd. Euro anzunehmen.

Bemerkenswert dabei sind die Veränderungen in den letzten Jahren, in denen besonders von den Kirchen auf die immer geringer werdenden Kirchensteuereinnahmen verwiesen wurde. Trotzdem wurden zwischen 1999 bis Ende 2010 nur bei den Kirchenbanken insgesamt 5,72 Mrd. Euro mehr auf die Konten gelegt, mit einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 2,2 Prozent pro Jahr. Mit anderen Worten, es wurden jährlich rund 470 Mio. Euro oder täglich knapp 1,3 Mio. Euro mehr auf die Konten nur bei den Kirchenbanken gelegt.

Bei der Zeitreihe für die evangelischen Kirchenbanken wird deutlich, dass im Jahr 2000 rund 670 Millionen Euro weniger als Geldeinlage „geparkt“ und stattdessen in Aktienfonds (wie aus den Geschäftsberichten der Kirchenbanken zu schließen ist) angelegt wurden.

Da besonders die evangelischen Kirchenbanken ab dem Jahr 2000 mehr Kundengelder in Aktiendepots angelegt hatten, waren diese Banken auch mehr vom Kursverfall der Aktien und dem damit verbundenen Kapitalverlust ab 2001 betroffen. Dies ist sicher auch einer der Gründe für den Zusammenschluss der Evangelischen Darlehns-Genossenschaft eG mit der Bank für Kirche und Diakonie eG im Jahr 2003 und einem weiteren Zusammenschluss mit der Landeskirchlichen Kredit-Genossenschaft Sachsen eG im Jahre 2005. Im gleichen Jahr schlossen sich die ACREDOBANK mit der Evangelischen Kreditgenossenschaft eG Kassel zusammen. Durch diese Maßnahmen konnte der Abwärtstrend aufgehalten werden und die drei verbliebenen evangelischen Banken (auch die Evangelische Darlehns-Genossenschaft eG) konnten 2011 wieder ein Plus bei den Kundeneinlagen verbuchen.

Mehr dazu beim Humanistischen Pressedienst hpd.

Aktienkapital, unternehmerisches Wirken, Lohndrückerorganisation

Die Kirchenbanken halten also Aktienfonds… Wie jeder andere Kapitalist auch. Sie werden aber daneben expansiv direkt unternehmerisch tätig, was aber dem ungeschulten Auge hinter den harmlosen Begriffen von Diakonie und Caritas versteckt wird. Ein Beispiel nur:

Da gibt es u.a. den „diakonischen“ Gesundheitskonzern Agaplesion mit mehr als 100 Einrichtungen, 17.500 Beschäftigten und rund einer Milliarde Jahresumsatz. Dieser agiert als Wirtschaftsunternehmen nicht anders als andere private Sozial-/Krankenhauskonzerne (Helios etc.). Nur daß dem Aufsichtsrat kein Arbeitnehmervertreter angehören muß, daß wegen des sogenannten Dritten Weges Betriebsräte und Streikrecht außen vor bleiben. Und wer sich Daten über Vorstandsbezüge von Sozialkonzernen in kirchlichem Besitz anschaut (siehe Frerk zu Caritas und Diakonie), wird eines feststellen können: Diese Herren (es sind kaum Damen dabei) werden nicht anders vergütet als Manager anderer privater Unternehmen. Und nicht selten verdient so ein „kirchlicher Geschäfteführer“ sogar mehr als Bundespräsident oder -kanzler…

Dennoch werden Kleriker nicht müde, Sonntagsreden zu halten: So heißt es in einem Bericht über den 26. Journalistentag der dju (in der Gewerkschaft ver.di) in diesem November:

„Einen leidenschaftlichen Appell richtete die Generalsuperintendentin der Evangelischen Kirche in Berlin, Ulrike Trautwein, an die Mitglieder der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion (dju) in ver.di. »Warum macht ihr euch nicht endlich gemein mit der gerechten Sache?«, fragte sie und las lange Passagen aus der Bibel über den Einsatz für die Armen und Schwachen vor. Nachdem mehrere Zuhörer den Saal verlassen hatten, meldete sich ein Redakteur zu Wort und bezeichnete die Evangelische Kirche als »zweitgrößte Lohndrückerorganisation im Sozialbereich«, von der er solche Appelle nicht hören wolle. Trautwein räumte ein, die Kirche mache »einen zu großen Heiligenschein um ihren Dritten Weg«. Die Referentin beklagte aber auch »Polemik« von ver.di-Vertretern…“

Nun, dem erwähnten Journalisten kann man nach Kenntnis der Dinge nur zustimmen. Eigentlich bestätigt er aber nur ein bereits jahrhundertealtes Sprichwort über die christlichen Priester: „Sie predigen öffentlich Wasser und saufen selbst heimlich Wein.“

Die Kirchen als ganz gewöhnlicher Kapitalist

Dafür mögen – unkommentiert – nur zwei weitere aktuelle Zeitungsartikel stehen.

Die linkem, sozialistischem Gedankengut sehr fern stehende Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ schrieb am 20.11.2012 u.a.:

„Ob Kita-Ausbau, Ganztagsschule oder Altenpflege – in den Wachstumsfeldern des Sozialstaats spielen die kirchlichen Wohlfahrtsträger Caritas und Diakonie die entscheidenden Rollen. Unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit haben sie ein expansives Perpetuum mobile konstruiert: Sie erfinden sich selbst immer neue Aufgaben, der Staat gibt das Geld. (…) „Die Wohlfahrtsverbände sind erfolgreich darin, Krisenphänomene erst zu erfinden, um dann die Leistungen zu ihrer Lösung anzubieten“, fasst der Münchner Theologe Friedrich Wilhelm Graf zusammen. Der umtriebige Professor hat mit seinem kritischen Buch „Kirchendämmerung“ nicht nur viele Kleriker gegen sich aufgebracht, er hat auch lange Zeit selbst Wohlfahrtsorganisationen beraten. (…) Zwar sind die Verbände steuerlich dem Gemeinwohl verpflichtet, doch in der Praxis kümmern sie sich zuvorderst um die Mehrung des eigenen Einflusses. Dabei helfen Privilegien, die einst für die innere Organisation der Kirche erdacht waren. Sie müssen keinerlei Unternehmensdaten veröffentlichen, ihre Aufträge erhalten sie in vielen Feldern ohne öffentliche Ausschreibung, und ihren Mitarbeitern ist es untersagt, sich gewerkschaftlich zu organisieren…“

Und in der bereits erwähnten „Thüringer Allgemeine“ hat wohl die „Schere im Kopf“, sprich die Kirchenfreundlichkeit des Chefredakteurs, noch nicht total das Sagen. Denn in einem Artikel vom 22.11.2012 kommt auch diese Tatsache ans Licht:

„Bio-Imker schlägt zehn Thesen an: Kirche soll Land preiswerter verpachten

…Etwa 80 000 Hektar besitzt die evangelische Kirche zur landwirtschaftlichen Nutzung in Thüringen. Bei der Pachtvergabe haben die großen Agrarbetriebe die Nase vorn, nicht zuletzt weil sie den höchsten Pachtzins zahlen können. Die halten dann Hunderte Schweine in Massenställen oder bauen auf Riesenfeldern Mais oder Raps an.

Kleine bäuerliche Betriebe und Neugründungen haben das Nachsehen. Dinge wie ökologische Landwirtschaft, nachhaltiges Wirtschaften, Tierschutz, Artenvielfalt, soziale Arbeit weil viele der kleinen Güter neue Arbeitsplätze schaffen, werden bei der Pachtvergabe überhaupt nicht berücksichtigt.

Das ist nicht nur ungerecht, befindet Bauernrebell Grolm, sondern widerspricht auch dem Ethos der Kirche, für die doch der Schutz von Erde und Kreatur Priorität haben sollte.

Wenn schon nicht die Kirche mit gutem Beispiel vorangeht, was könne man da noch von den anderen Landverpächtern erwarten?“

Siegfried R. Krebs

01.12.2012
Von: Siegfried R. Krebs

 
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Verfasst von - 3. Dezember 2012 in Uncategorized

 

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