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„Löscht den Geist aus “ -Kirche contra Pfingsten – DER THEOLOGE Nr. 74

DER THEOLOGE
Nr. 74

„Löscht den Geist aus“ – Kirche contra Pfingsten

      

Am 6. bzw. am 7. Juni (Freitag bzw. Samstag) startet im Jahr 2014 das alljährliche Pfingstwochenende. Auf den so genannten Pfingstsamstag folgen Pfingstsonntag, im Jahr 2014 der 8. Juni, und Pfingstmontag, der 9. Juni. Worauf werden diese Feiertage zurück geführt? Die Institutionen Kirche behaupten, das in der Apostelgeschichte der Bibel in Kapitel 2 beschriebene Pfingstgeschehen wäre ihre „Geburtsstunde“. Diese Behauptung ist der Versuch einer Vereinnahmung eines großen Geschehens im Urchristentum, das mit den sich später heraus bildenden Institutionen Kirche jedoch nichts zu tun hat. Doch was ist dann die Bedeutung von Pfingsten? Was ist damals genau passiert? Oder: Was wird dazu überliefert?
 
In der Apostelgeschichte wird das Ereignis, das von manchen Skeptikern angezweifelt wird, mit den Worten eingeleitet: „Als der 50. Tag gekommen war„. Gemeint ist der 50. Tag nach dem jüdischen Pesachfest = Passahfest, an dem das Fest Schawuot, auch „Wochenfest“ genannt, gefeiert wurde. Es gilt als erstes Erntedankfest, weil kurz zuvor im Mittelmeerraum bereits die ersten Früchte geerntet worden sind. Das in der Bibel gebrauchte griechische Wort „Pentekoste“ = „der Fünfzigste“ wird im Deutschen nun mit „Pfingsten“ übersetzt = der „50. Tag“. Und da die Christenheit später das jüdische Pesach- = Passahfest durch ihr Osterfest ersetzte, bedeutet das Wort „Pfingsten“ von der Wortbedeutung her schlicht „50. Tag nach Ostern“.

Die Behauptung, dies sei die Geburtsstunde der Kirche gewesen, zählt dabei zu den großen Irreführungen der Kirchengeschichte. Die Kirche hat in Wirklichkeit immer wieder zunichte gemacht, was zu „Pfingsten“ aufgebrochen war. Denn vergleicht man das, was am „Pfingstfest“ als „Ausgießung des Heiligen Geistes“ beschrieben ist, mit Geschichte und Gegenwart der abendländischen Groß-Institutionen, dann ist kaum ein größerer Gegensatz vorstellbar: Damals das machtvolle Wirken des Gottesgeistes, in den folgenden Jahrhunderten eine erstarrte Priester- und Pfarrerhierarchie, die den Namen Christus für ihre Zwecke missbraucht und den Gottesgeist immer wieder zum Schweigen gebracht hat.
Unzählige Männer und Frauen des freien Geistes, urchristliche Prophetinnen und Propheten oder einfach kritische Zeitgenossen wurden über Hunderte von Jahren in den kirchlichen Folterkellern oder auf Scheiterhaufen gequält und getötet (vgl. hier). Und in unserer Zeit sind es moderne kirchliche Inquisitoren, so genannte „Sekten- und Weltanschauungsbeauftragte„, die damit beauftragt sind, den „Geist“ dem Kirchen-Dogma zu 100 % unterzuordnen und zu unterwerfen. Führt dieser Vereinnahmungsversuch dabei nicht zum gewünschten Ergebnis, wird das Wirken des Geistes bekämpft wie zu allen Zeiten, nur eben mit den Methoden unserer Zeit.

Die Aufgabe der urchristlichen Propheten sei laut Kirchenlehre angeblich auf die Priester der römisch-katholischen Kirche übergegangen. So heißt es z. B. in der Vatikan-Verlautbarung Kongregation für den Klerus aus dem Jahr 1994:
Es sei angeblich der „Heilige Geist, der dem Priester in der Priesterweihe die prophetische Aufgabe überträgt“. Der Prophet sei also in unserer Zeit der Priester. Damit werden echte Gottespropheten, durch die der lebendige Christus-Gottesgeist wirken und auch sprechen kann, von der Kirche bereits von vorne herein ausgeschaltet und durch kirchliche Priester ersetzt.
In der Bibel der Kirchen steht aber etwas ganz anderes. Dort lehrte Jesus, den echten vom falschen Propheten zu unterscheiden. „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (Matthäus 7, 16), so das Kriterium.
Betrachtet man dazu das Wirken der Priester, denen der Heilige Geist angeblich die prophetische Aufgabe übertragen haben soll, dann ist es nicht schwer, mithilfe dieses Maßstabs von Jesus von Nazareth den falschen Propheten zu entlarven, der seit Jahrhunderten sein Unwesen treibt. Kirchengeschichte kann geradezu verstanden werden als das sich stets wiederholende Bestreben, den Geist Gottes auszulöschen. „Löscht den Geist aus“ kann geradezu als tiefste Triebfeder kirchlichen Handelns verstanden werden, wenn man all das Leid auf sich wirken lässt, das durch priesterliche Intoleranz, Hexenverbrennungen, Kreuzzüge, angeblich gerechte Kriege, Kindsmisshandlungen, Finanzskandale und seelische Grausamkeiten wie Höllendrohungen für Zweifler in die Welt gekommen ist.

„Löscht den Geist“ aus, das war und ist also immer das kirchliche Losungswort, während man gleichzeitig das Pfingstgeschehen vor nahezu 2000 Jahren vereinnahmt und dort die eigene „Geburt“ hinein konstruieren möchte. In Wirklichkeit ist man nur der Abkömmling derer, die damals vor ca. 2000 Jahren das Treffen der Nachfolger von Jesus in Jerusalem beargwöhnten, die damaligen Priester. *

Der Kampf gegen den Gottesgeist charakterisiert dabei auch die Entstehung der evangelischen Staatskirchen von Anfang an. So setzte der „Reformator“ Martin Luther beispielsweise alles daran, eine durch die Zwickauer Propheten in Deutschland ins Leben gerufene urchristliche Bewegung zu vernichten und die Menschen in ein Staatskirchentum neuer Prägung zu zwängen, in welchem nur die Hierarchien ausgewechselt wurden: statt Papst nun Landesfürst. Und vor allem in der Schweiz wurden durch das Wirken der „Reformatoren“ Huldreich Zwingli und Johannes Calvin Hunderte von aufrechten Urchristen auf das Schrecklichste gefoltert und hingerichtet.

Für einen Einblick in das, was damals vor ca. 2000 Jahren an Pfingsten geschah, hier eine Auswahl einiger Absätze aus mehreren Quellen zum Vergleich: Aus der Bibel (1) und einem apokryphen antiken Evangelium, dem Evangelium Jesu, auch Evangelium der Zwölf, Evangelium der Heiligen Zwölf oder Evangelium des vollkommenen Lebens genannt, das 1902 durch Neuoffenbarung wieder bekannt wurde (2); und im Anschluss daran einige Erklärungen dazu aus dem Werk Das ist Mein Wort – Alpha und Omega. Die Christusoffenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen aus dem Jahr 1989 (3). Es folgen Hinweise zur Deutung des Pfingstfestes durch so genannte „Pfingstkirchen“, die einen Missbrauch anderer Art darstellen (4), sowie eine Entdeckung einer Kulturwissenschaftlerin mit symbolischer Bedeutung (5) – schließlich eine kurze Zusammenfassung der Bedeutung von Pfingsten (6). Am Ende dieser kleinen Studie wird erklärt, wie bereits beim damaligen Wochenfest in Jerusalem die Menschen durch eine Fälschung der Zehn Gebote in die Irre geführt wurden (7) und wie der Gottesgeist durch Petrus eine geistige Kampfansage an die damaligen Religionsführer richtete, die auch im Hinblick auf die heutigen Religionsführer verschiedener Religionen von Bedeutung ist (8).
Wir raten dabei jedem interessierten Leser, beim Lesen vor allem das bekannte Wort aus dem Roman Der kleine Prinz zu berücksichtigen, welches lautet: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“
 

1
Bibel

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: „Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unserer Sprache Gottes große Taten verkünden.“ Alle gerieten außer sich und waren ratlos.
Die einen sagten zueinander: „Was hat das zu bedeuten?“ Andere aber spotteten: „Sie sind vom süßen Wein betrunken.“
Da trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: „Ihr Juden und alle Bewohner von Jerusalem! Dies sollt ihr wissen, achtet auf meine Worte! Diese Männer sind nicht betrunken, wie ihr meint; es ist ja erst die dritte Stunde am Morgen; sondern jetzt geschieht, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist: ´In den letzten Tagen wird es geschehen, so spricht Gott: Ich werde von Meinem Geist ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure jungen Männer werden Visionen haben, und eure Alten werden Träume haben …` Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn [Jesus, den Christus] zum Herrn und Messias gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.“ … Mit noch vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie: „Lasst euch retten aus dieser verdorbenen Generation!“
(Apostelgeschichte, Kapitel 2, 1-17.36.40)

2
Das Evangelium Jesu

Da sprach Jesus wieder zu ihnen: „Friede sei mit euch! Gleichwie Mich Mein Vater gesandt hat, so sende Ich euch.“ Und da Er das gesagt hatte, hauchte Er sie an und sprach zu ihnen: „Empfanget den Heiligen Geist; predigt das Evangelium und verkündet allen Völkern die Auferstehung des Sohnes Gottes.“ (Kap. 87, 6)

Nach Seiner Auferstehung zeigte sich Jesus Seinen Jüngern als Lebender und verbrachte mit ihnen neunzig Tage. Er lehrte und sprach über das Reich Gottes und das, was dieses betrifft, und führte alles zu Ende, was Er zu tun hatte. Dann ließ Er die Zwölf mit Maria Magdalena … und Maria, Seiner Mutter und die anderen getreuen Frauen nach Bethanien auf den Ölberg gehen, den Er ihnen genannt hatte. Und Jesus sprach zu ihnen: „… Ich habe euch als das Licht der Welt gesetzt und als eine Stadt, die nicht verborgen sein kann. Doch die Zeit kommt, dass Finsternis die Erde bedecken wird und große Dunkelheit die Völker. Die Feinde der Wahrheit und der Gerechtigkeit werden herrschen in Meinem Namen und eine Herrschaft dieser Welt errichten. Sie werden die Völker unterjochen und den Feind zur Lästerung veranlassen, indem sie Meine Lehre durch die Ansichten der Menschen ersetzen und in Meinem Namen lehren werden, was Ich nicht gelehrt habe, und mit ihren Traditionen verdunkeln, was Ich gelehrt habe … Und nun gehe Ich zu Meinem und eurem Vater, zu Meinem und eurem Gott. Doch ihr, bleibet in Jerusalem und haltet an am Gebet, und nach sieben Tagen werdet ihr Kraft empfangen von oben, und das Versprechen des Heiligen Geistes wird in Erfüllung gehen an euch, und ihr werdet aus Jerusalem hinaus gehen zu allen Stämmen Israels und in die fernsten Teil der Erde.“ (Kapitel 95, 1-3.5)

Und als der siebte Tag gekommen war, waren sie alle einmütig beieinander im selben Hause, und wie sie beteten, da kam ein Ton vom Himmel wie das Brausen eines gewaltigen Windes, und der Raum, in dem sie versammelt waren, wurde erschüttert, und er füllte das ganze Haus. Und es erschienen geteilte Zungen wie feurige Flammen und schwebten über dem Haupt eines jeden. Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geiste, und sie fingen an zu reden mit Zungen, wie der Geist ihnen zu sprechen gab. Da stand Petrus auf und predigte das Gesetz Christi der Menge aus allen Ländern und Sprachen, welche hier zusammen waren. Nach dem Bericht derer, die das gesehen und gehört haben, vernahm jeder Mann das Wort in seiner eigenen Sprache, in der er geboren war … Und die, welche glaubten, gaben all ihren Besitz auf, hatten alles gemeinsam und lebten beisammen am gleichen Orte und erwiesen die Liebe und Güte Gottes ihren Brüdern und Schwestern und allen Geschöpfen. Sie arbeiteten mit ihren Händen zu dem allgemeinen Wohle … Und der Geist Gottes kam über die Apostel und die Propheten unter ihnen, und da sie sich erinnerten, was der Herr sie gelehrt hatte, bekannten und priesen sie Gott alle mit einer Stimme. (Kapitel 96, 8-9.11.16)

3
Das ist Mein Wort

Ich offenbarte den Jüngern das Reich Gottes, das ewige Sein und sprach vom Reich Gottes auf Erden. Ich offenbarte ihnen das Für und Wieder, die Einflüsse und Kämpfe der negativen Kräfte dieser Welt, die andauern werden, bis das Reine, das Gesetz des Lebens, in den Herzen vieler Menschen Zugang findet und von ihnen erfüllt wird. Denn wenn der Mensch rein, edel und gut ist, wird er auf dieser Erde mit Mir, dem Christus, das Reich Gottes errichten. Diese Aufgabe konnte Ich als Jesus von Nazareth nicht erfüllen, weil die Meinen nicht mit Mir waren. Ich gab sie deshalb durch Offenbarung in die Speicherquellen des Alls ein und in die Atmosphärische Chronik. Dort baute sich, unsichtbar für die Menschen, der ganze Erlöserauftrag auf: die Rückführung der Kinder Gottes und das Reich Gottes auf Erden. (S. 1009)

Als nach der besagten Zeit viele im Gebet versammelt waren, vermehrte sich in den Seelen, die sich zu Gott erhoben, die heilige Kraft, der Heilige Geist. Viele glaubten, einen „Ton vom Himmel wie das Brausen eines gewaltigen Windes“ zu vernehmen, der den ganzen Raum, das ganze Haus erfüllte.
Erkennet: Der ewige Geist, der Heilige Geist, hat keinen menschlichen Ton, der an menschliche Ohren dringt. Das Einfließen des Heiligen Geistes in viele gerechte Männer und Frauen bewirkte in ihnen ein Aufbrausen des Blutes, denn das Herz des Erfüllten klopfte laut. Dann vernahmen sie die Stimme der Wahrheit in ihren Herzen – jeder in seiner Muttersprache. In diesem inneren Berührtsein und in der äußeren Ergriffenheit glaubten sie, feurige Zungen zu sehen. Die sie wahrlich sahen, schauten das Einfließen des Heiligen Geistes in ihre Seelen und Herzen. Und die, welche das Wort Gottes durch Menschenmund hörten, empfanden es in ihren Herzen so, als wäre es in ihrer Sprache gesprochen. Doch was sie verstanden, war das, was sie entsprechend der Reife ihres geistigen Bewusstseins verstehen konnten. Weil sie das Wort Gottes durch Menschenmund in ihrem Innersten verstehen konnten, glaubten sie, es wäre ihre Sprache …
Erkennet: Nicht alle, die an diesem besagten Tag versammelt waren, bereuten aufrichtig ihre Sünden, vergaben und baten um Vergebung und sündigten nicht mehr. Viele glaubten nur, es getan zu haben. Sie fielen wieder in ihre alten Sünden zurück und wurden wieder die, die sie vor dem göttlichen Geschehen waren. Keiner von ihnen wurde getauft – jedoch alle vom Geist der Wahrheit gesegnet. (S. 1032-1034)

Nach Meiner Himmelfahrt entwickelten sich im Laufe der Zeit so genannte Amtsvorsteher, die ihre Amtskraft geltend machten, da die vielen Menschen, die zu den Aposteln und Jüngern kamen und die im Laufe der Zeit die Gemeinden bildeten, der Führung bedurften. Einige der Jünger erinnerten sich aus ihrer Jugend an Gebräuche, die in den damaligen religiösen Einrichtungen für gesetzmäßig gehalten wurden, jedoch aus dem Heidentum kamen. Diese heidnischen Aspekte brachten sie im Laufe der Zeit in die entstehenden christlichen Gemeinden. Damit entwickelte sich mehr und mehr ein so genanntes Christentum mit äußeren Ritualen und Zeremonien und einer Hierarchie mit so genannten Amtsträgern, das heißt Hochgestellten und Würdenträgern. Das habe Ich als Jesus von Nazareth und als der Christus Gottes nicht gelehrt … Auch eine so genannte Priesterschar rief Ich nicht ins Leben, sondern eine Schar selbstloser Diener, welche die Diener aller sind. (S. 1030f.)

In der Zeit kurz nach Meiner Auferstehung und Himmelfahrt, auch nach dem Einfließen des Heiligen Geistes, war unter den Aposteln und Jüngern und unter denen, die sich zu ihnen gesellt hatten, eine große Unsicherheit; sie führte zu Unstimmigkeiten. Jede Unstimmigkeit hat ihre Stimmen. Die einen verstanden Meine Lehre und Meine Gleichnisse dem Sinne nach, so, wie sie es entsprechend ihrem geistigen Bewusstsein fassen konnten; die anderen hielten an ihren Vorstellungen fest und glaubten, die Wahrheit müsse so sein, wie sie Meine Lehre und Meine Gleichnisse mit ihrem Verstand erfassten.
Von Meiner Himmelfahrt an blieben dieses Unstimmigkeiten bestehen bis zur Auflösung der ersten Urgemeinden. Daraus gingen dann die Obrigkeiten hervor. Diese entschieden über das, was richtig sein sollte, und machten aus Meiner Lehre – deren Inhalt das Gesetz des Lebens und die Freiheit des Willens ist – eine bindende Glaubenslehre … Dadurch erstarrte das Christentum und wurde eine Institution mit Dogmen, Glaubenssätzen, Kulten, weltlicher Herrschaft, kirchlichen Abgaben und Steuern und vielem mehr. Da sie in ihren Herzen verarmt waren, nahmen sie in ihr konfessionelles Lehrgebäude immer mehr heidnische Kulte auf, um den Menschen dafür äußere Feiern anzubieten, die sie mit viel Zeremoniell ausschmückten, um ihre Gläubigen zu stimulieren. Sie nannten das christliche Feiern, die zur Ehre Gottes sein sollten. In Wirklichkeit waren es – und sind es teilweise heute noch – Fangschlingen, mit denen sie ihre Gläubigen an sich gebunden haben und binden. Die Kirchengesetze, die Dogmen, die Glaubenssätze, die Strukturen und Bräuche wurden für viele zu Gefängnissen, aus denen es schwer ist herauszukommen. Das Gebot der Freiheit beachteten und beachten sie nicht; sie bestimmten und bestimmen zum Beispiel, dass die Menschen als Kinder zuerst getauft werden müssten, bevor sie belehrt werden und die Segnungen der Kirche empfangen. Das Gebot der Freiheit lautet jedoch: Lehret zuerst …  (S. 1040-1041; mehr dazu siehe hier)

Diese Bruderschaft in Meinem Geist, die nach Meiner Himmelfahrt unter jenen entstand, die Mir wahrlich nachfolgten, vollzog sich in allen darauffolgenden Zeitepochen. Immer wieder fanden sich Menschen in Meinem Namen zusammen, um in Mir, und mit Mir in der wahren Bruderschaft zu leben – im Dienste des Gemeinwohls für den Nächsten … Wer in Mir, dem Christus, lebt, der lebt in Frieden mit seinem Nächsten und mit den Naturreichen, mit den Tieren, Pflanzen und Steinen. (S. 1035 f.)

4
Hinweise zum Missbrauch des Pfingstgeschehens durch so genannte Pfingstkirchen

Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich – ausgehend von den USA – eine so genannte „Pfingstbewegung“. Seit den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts sprach man auch von „charismatischer Bewegung“ bzw. von „Charismatikern“. Diese Bewegung verstand sich als Erneuerung der erstarrten Machtkirchen. Es entstanden neben den Großkirchen sehr viele von den Großinstitutionen unabhängige so genannte „Pfingstkirchen“, während manche Vertreter dieser Richtung sich auch bemühten, in den staatskirchenähnlichen Großinstitutionen Fuß zu fassen.
Das Hauptkennzeichen der so genannten „Pfingst“-Bewegung war und ist bis in unserer Zeit das so genannte „Zungenreden„, auch „Glossolalie“ oder „Sprachengebet“ genannt. Dabei handelt es sich um vermeintliche Lobpreisungen Gottes in Fremdsprachen aufgrund entsprechend medialer Durchgaben bestimmter Laute, Worte und Gesänge. Dies soll zur „Erbauung“ der jeweiligen Gemeinde dienen und wird oft von einem anderen Gemeinde-Mitglied „übersetzt“ bzw. „ausgelegt“, der die verwendete Sprache jedoch auch nicht kennt. Weder „Prophet“ noch Ausleger von dessen Worten sind also der verwendeten  Fremdsprache mächtig und wirken folglich als „Medien“. So wird die benützte Sprache meist gar nicht näher identifiziert. Und in vielen Fällen ist es vielleicht auch nur eine spontane „Kunstsprache“ ohne Anbindung an eine der in der Welt sonst bekannten Sprachen.
Das hier geschilderte Phänomen soll nun identisch oder vergleichbar mit dem Pfingstgeschehen in Jerusalem gewesen sein, so wird dort behauptet. In Wirklichkeit geht es jedoch auf heidnische Kulte zurück, von wo aus es vor nahezu 2000 Jahren auch in einige Gemeinden eingedrungen ist, die einst von Paulus gegründet worden waren (vgl. z. B. 1. Korintherbrief 12, 10). Jesus und Seine Jünger praktizierten jedoch solches nicht. Und es hat auch nichts mit dem zu tun, was an Pfingsten in Jerusalem geschehen war.

Was anlässlich des Wochenfestes, dem ersten „Pfingstfest“, in Jerusalem geschah, war ein gegenseitiges inneres Verstehen, obwohl sich die Menschen nicht mit der äußeren Sprache verständigen konnten. Dieses gewaltige Geschehen wurde wirklich durch den „Gottesgeist“ bewirkt, der alle Menschen guten Willens von ihrem Bewusstsein her anhob und stärkte, so dass sie es „in ihren Herzen“ so empfanden „als wäre es in ihrer Sprache gesprochen“ (siehe hier).
In der späteren Überlieferung versuchte der Schreiber der biblischen Apostelgeschichte jedoch, das Ereignis nachträglich mit dem Intellekt äußerlich zu erklären. So erscheint es in der Bibel der Kirche wie ein Zauber, als hätte der Gottesgeist die galiläische Sprache des Petrus quasi äußerlich umgewandelt in die Muttersprache der Hörenden. Als Hintergrund dafür war dem Verfasser der Apostelgeschichte vermutlich das Phänomen des „Redens in Fremdsprachen“ im Trancezustand bekannt, das eben in der antiken „heidnischen“ Umwelt weit verbreitet war.
Parapsychologischen Untersuchungen zufolge handelt es sich dabei um „Einsprachen“ von so genannten „erdgebundenen“ Seelen aus dem Jenseits, die sich der Gehirnzellen von Menschen und auch deren Kraft bedienen können; und zwar dann, wenn diese Menschen sich für die astralen Einsprachen öffnen. Die Erklärung – die hier nur in aller Kürze angesprochen wird – ist für uns überzeugend. Und das liegt nach unserem Verständnis auch bei den heutigen Pfingstkirchen bzw. „Charismatikern“ zugrunde.

Wenn die Gruppierungen nun fälschlicherweise behaupten, bei ihnen ereigne sich eine Art „Aktualisierung“ des einstigen Pfingstgeschehens, dann ist das also unredlich, und dies kann jeder aufrichtige Analytiker und Wahrheitssucher auch selbst nachprüfen und vergleichen:
Denn laut Apostelgeschichte der Bibel hat Petrus in seiner Muttersprache (!) geredet, was den Tatsachen entspricht. Bei den Pfingstkirchen sprechen jedoch Medien in anderen Sprachen. Das ist etwas völlig anderes. Und laut Apostelgeschichte haben die Hörer das Gesagte ebenfalls in ihrer Muttersprache (!) gehört. Bei den Pfingstkirchen passiert solches ebenfalls nicht. Sondern ein weiteres Medium „übersetzt“ das unverständliche Zungenreden bzw. Sprachengebet dann in die Muttersprache der Anwesenden, wobei an dieser Stelle dahin gestellt bleiben kann, ob es wirklich eine „Übersetzung“ ist oder eine neue mediale „Durchgabe“ mit abweichenden Inhalten, was ohnehin niemand „prüfen“ kann.

Wie gesagt: Das hier geschilderte okkulte religiöse Phänomen, das nichts mit Jesus und Seinen Jüngern zu tun hat, war bereits in einige Paulus-Gemeinden eingedrungen. Die Qualität bzw. der Wahrheitsgehalt jener Einsprachen ist dabei völlig ungewiss. So können sich diese Seelen durch ihre Einsprachen wichtig machen, oder sie können den Menschen sogar „foppen“, indem sie sich als „Christus“, als „Maria“ oder als andere bekannte Persönlichkeiten ausgeben. Und da diese Hintermänner (bzw. „Hinterfrauen“) auch von der Energie der Medien und teilweise auch der Zuhörer zehren, kann es bei jenen Menschen deshalb sogar verstärkt zu Depressionen kommen, wenn die „Gabe“ häufig bzw. stetig angewandt wird. Auch dafür gibt es zahlreiche Belege.
Um die Hintergründe der okkulten Praktiken zu durchschauen und den falschen Christus dahinter zu erkennen, hätte es von Anfang an der schrittweisen Läuterung des Einzelnen nach dem Maßstab der Bergpredigt des Jesus von Nazareth bedurft. So wie es Petrus in seiner Ansprache den Menschen auch gelehrt hat, wenn er sagte „Kehrt um!“

Doch schon Paulus und seine Schüler erfreuten sich lieber an den medialen „Erfolgserlebnissen“ anstatt ihren herrschsüchtigen oder hochmütigen Vorstellungen und Gedanken auf den Grund zu kommen und sie abzulegen, was dann auch zum Niedergang der Urgemeinden führte. Dementsprechend war auch das Verhalten von Paulus selbst. Er trat vielfach aufgrund seiner Ego-Anteile mit großem Selbstbewusstsein auf und forderte andere sogar dazu auf, seinem „Beispiel“ zu folgen (z. B. 1. Korintherbrief 11, 1).
Und wer heute diesen Praktiken, die durch Paulus in das Urchristentum eingedrungen sind, folgt, der sollte sich dann folgerichtig auch „paulinisch“ nennen, aber nicht „christlich“. Denn mit Jesus, dem Christus hat die geschilderte Form der Frömmigkeit nichts zu tun, auch wenn dessen Name immer wieder im Mund geführt wird.
 

5
Eine schlimme Entdeckung: Das Symbol für den Heiligen Geist hängt tot im Kirchturm

Die Autorin, Kulturwissenschaftlerin und Juristin Sina Walden (Endzeit für Tiere) machte in München eine Entdeckung mit nachdenkenswerter symbolischer Bedeutung. In ihrem Vortrag Das Tier in Religion, Recht und Ethik (http://www.animal-rights.de/) wies sie auf die Taube hin, die in verschiedenen antiken Weltanschauungen bzw. Religionen als „Verkörperung der Großen Göttin“ galt, bei den Sumerern sogar als „Schöpfungsgöttin“. Dergestalt in der Volksreligion verwurzelt, konnte sie auch vom Kirchenchristentum nicht übergangen werden. So wurde sie neben Gott-Vater und Gott-Sohn zum Symbol des Heiligen Geistes. Doch während das Antlitz der Taube die bestickten Decken des Altars im Kircheninnenraum schmückt, zeigte sich oben auf dem Kirchturm der Heilig-Geist-Kirche in München ein gegensätzliches Bild: „Monatelang tote Tauben, die sich im Netz verfangen hatten und verhungert und verdurstet waren.“

6
Bedeutung von Pfingsten

Zusammenfassend kann man sagen: Was ist also die Bedeutung von Pfingsten? Die Institutionen Kirche vereinnahmen das Pfingstgeschehen vor ca. 2000 Jahren in Jerusalem zu Unrecht als „Geburtsstunde“ ihrer Institution Kirche. Denn die Priesterhierarchie war im Laufe ihrer Geschichte und Entwicklung immer bestrebt, das Wirken des Gottesgeistes auszulöschen und alles ihrem Dogma zu unterwerfen. So könnte man als unterschwelliges kirchliches Motto sogar sagen: „Löscht den Geist aus!“ Darum ging und darum geht es weiter.
Die Erneuerungsbewegung der Pfingstkirchen beruft sich ebenfalls zu Unrecht auf die ursprünglichen Pfingstereignisse, da man antike okkulte Phänomene praktiziert und nachweislich falsch behauptet, solches wäre auch der Hintergrund in Jerusalem vor ca. 2000 Jahren gewesen. Auch hier wird die Bedeutung von Pfingsten verfälscht.

Bezeichnenderweise bemühen sich diese beide religiösen Machtblöcke, der institutionelle und der pfingstkirchliche, auch um „ökumenische“ Verständigung. So gibt es auch eine „charismatische“ Erneuerungsbewegung innerhalb der Amtskirchen, sowohl in der katholischen als auch vor allem in den vielen evangelischen.
Und die Berichte aus den unzähligen von den Großkirchen unabhängigen Pfingstkirchen zeigen zunehmend noch etwas anderes auf: nämlich, wie unterschiedlich und gegensätzlich die jeweils praktizierten Kulte und Phänomene sind – eben so unterschiedlich und chaotisch wie die jenseitige Astralwelt ist, mit der die unterschiedlichen Gruppierungen in Verbindung stehen.

In Wirklichkeit symbolisiert Pfingsten stattdessen den Gottesgeist, den „Heiligen Geist“, der durch diejenigen Menschen wirken kann, die den Willen Gottes tun. Das ist kein magisches Phänomen, sondern geschieht schlicht durch eine Aufarbeitung der eigenen Fehlhaltungen und durch ein Leben nach den Geboten Gottes. Geht jemand konsequent diesen Weg, dann, so ist es auch in den Bibeln der Kirche nachzulesen, folgt eines Tages die Geisttaufe„. Der Gottesgeist kann nun ungebrochen und ungetrübt vom menschlichen Ego durch einen Menschen wirken.

7
Pfingsten war einst auch eine Feier anlässlich der Zehn Gebote. Davon gibt es zwei Fassungen: Welche ist die richtige?

Die Institution Kirche setzt an Pfingsten einen Betrug fort, der bereits das damalige Wochen- und Erntedankfest Schawuot belastete. Das Fest galt den damaligen religiösen Obrigkeiten nämlich auch als Erinnerung „an den Empfang der zweiten Zehn Gebote am Berg Sinai. Die ersten Zehn Gebote hat Mose laut jüdischer und christlicher Überlieferung zerschmettert, weil das jüdische Volk das Goldene Kalb anbetete. Daraufhin ging Mose wieder auf die Spitze des Berges Sinai, um die neuen Zehn Gebote zu erbitten. Dieses Mal mussten die Juden sich die Zehn Gebote verdienen, indem sie die 50 Tage vom Pessachfest bis Schawuot beteten. Beim ersten Mal wurden ihnen die Zehn Gebote geschenkt“ (Wikipedia, Stand: 23.5.2014).
Doch was heißt das? Sind die „neuen Zehn Gebote“ etwa anders als die „ersten Zehn Gebote“? Und warum sollte Gott Seine Gebote ändern?
Tatsächlich gibt es in der kirchlichen Bibel zwei Fassungen der Zehn Gebote. Die erste Fassung enthält die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe (Du sollst nicht töten, nicht ehebrechen, nicht stehlen, nicht lügen u. a.), wie sie auch im Abendland bekannt sind. Die zweite Fassung übernimmt nur die ersten drei Gebote, die das Gottesverhältnis des Gläubigen betreffen, und sie ersetzt die nachfolgenden Gebote der Nächstenliebe durch sieben neue Gebote mit kultischen Vorschriften. Drei dieser sieben weiteren Gebote betreffen zum Beispiel das priesterlich „korrekte“ Opfern von Tieren, die man vorher umbringt, und eines der weiteren Gebote lautet z. B. nur: „Das Wochenfest sollst du halten.“ Lesen Sie selbst die Gegenüberstellung der beiden Fassungen.

Von Bedeutung in der Religionsgeschichte ist dabei die Behauptung, dass diese neuen Schlacht- und Kultgebote diejenigen sein sollen, die angeblich auch auf den ersten Tafeln gestanden hätten, die Mose zerbrochen hatte. Denn laut 2. Mose 34, 1 spricht Gott angeblich zu Mose: „Hau dir zwei steinerne Tafeln zurecht wie die ersten! Ich werde darauf die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln standen, die du zerschmettert hast“ (Vers 1).
Damit ist der Widerspruch gegeben, denn die ursprünglichen Worte der Zehn Gebote, wie sie in 2. Mose 20 und 5. Mose 5 überliefert sind, sind ganz andere. Sie enthalten keine Kultvorschriften, sondern die Gebote der Nächstenliebe.
Was also nun? Standen nun die Opferkult-Worte der „neuen“ Tafeln auch auf den „alten“, wie es in 2. Mose 34, 1 eindeutig heißt? Oder standen dort ursprünglich die Worte mit den Geboten der Nächstenliebe, wie sie in 2. Mose 20 und 5. Mose 5 nachzulesen sind? Entweder-oder. Beides zusammen geht nicht.
Die damaligen Religionsführer hatten den unleugbaren Widerspruch jedoch nicht aufgelöst, sondern einfach die eine „Tradition“ neben die andere gestellt. Und diese „Fassung 2“ war dann auch eine der Gründe für das „Wochenfest“ Schawuot.
Möchte man den Widerspruch aber nicht einfach so hinnehmen, sondern für sich oder im Dienst der Wahrheitserforschung klären und verstehen, dann ergibt sich: Die spätere Fassung ist eine dreiste Fälschung der Priesterkaste. Und die echten Zehn Gebote werden, wie gesagt, sogar an zwei unterschiedlichen Stellen des Alten Testaments unabhängig voneinander überliefert. Dieser Befund ergibt sich, wenn man sowohl Herz als auch Verstand einsetzt, um zu verstehen, was hier eigentlich passiert ist. Dazu gehören allerdings auch die entsprechenden Hintergrund-Informationen.
Da das „Volk“ im Unterschied zu den Schriftgelehrten nicht oder nur wenig bibelkundig ist, kann es leider leicht von Priestern, Theologen und schriftgelehrten Wortführern geblendet werden, wenn diese ihre Bibel nach ihrem Gutdünken fälschen oder sich deren Inhalte nach ihren Interessen zurecht biegen.
 

8
Das Leben nach den Geboten der Gottes- und Nächstenliebe öffnet dem Heiligen Geist den Weg

So sagte schon Jesus von Nazareth: „Weh euch, ihr Schriftgelehrten, ihr Heuchler!“
Und später nun, 50 Tagen nach dem Passahfest und nach der Kreuzigung von Jesus, trafen sich in Jerusalem Seine Nachfolger, und der Gottesgeist bricht sich erneut mächtig Bahn
. Und dabei erfüllte sich erstmals, was der Gottesprophet Joel bereits vorher gesagt hatte: „So spricht Gott: Ich werde von Meinem Geist ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und eure Töchter werden Propheten sein, eure jungen Männer werden Visionen haben …“ (zit. nach Apostelgeschichte 2, 17).
Diese Prophetenworte sind auch eine geistige Kampfansage des Gottesgeistes an die Hierarchie der Priesterkaste mit ihren Ämtern, Titeln und Würden, die sich nach der Hinrichtung von Jesus wieder obenauf wähnte.
Doch der Gottesgeist lässt sich nicht durch religiöse Obrigkeiten verwalten, sondern verschenkt sich allen Menschen guten Willens, die sich der Gottes- und Nächstenliebe öffnen und entsprechende Schritte in ihrem Leben tun. So prophezeite es der Gottesprophet Joel, und Petrus wies darauf hin: „Jetzt geschieht, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist“ (V. 16).
Und Petrus erklärte weiter, dass der ermordete Jesus nicht tot ist. „Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen“ (2, 31).

Auch gegenüber der priesterlichen Verfälschung der Gottesgebote in Tiermord- und Kultgebote wurde dabei wieder die Alternative aufgezeigt: ein Leben im Geist Gottes nach der Goldenen Regel des Jesus von Nazareth, welche besagt: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihr ihnen auch.“
Eine Gemeinschaft in diesem Sinne braucht keine Priester. In der Bibel der Kirchen heißt es dazu: Sie bildeten „eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und gaben davon allen, jedem so viel, wie er nötig hatte“ (2, 44-4). Hinzu kam die Erfüllung weiterer ethischer Gebote. Darum geht es. Nicht darum, dem Esel aus kultischen Gründen das Genick zu brechen („neues“ 4. Gebot) oder das Fleisch des getöteten Tierkindes nicht zusammen mit der Muttermilch zu kochen („neues“ 10. Gebot).

Ein Leben nach den Geboten der Gottes- und Nächstenliebe öffnet auch dem Heiligen Geist den Weg. Und dies geschieht dort, „wo zwei oder drei versammelt sind in Meinem Namen“, wie es Jesus erklärte. Dort, wo man dann auch tut, was Er lehrte, ist Er „mitten unter Ihnen“, also gegenwärtig. Von Priestern sprach Jesus nicht, nur sinngemäß an anderer Stelle: „Weh euch, Priester und Theologen!“ (Matthäus 23)
Von daher ist es eine Verhöhnung, wenn ausgerechnet die heutigen Priester der Kirche, die Abkömmlinge der damaligen, behaupten, das Pfingstgeschehen sei ihre „Geburtsstunde“. Es ist eine Verspottung des Heiligen Geistes.
Den Jüngern war damals klar, dass sie mit ihrem schlichten und demütigen Leben, erfüllt vom Heiligen Geist, die Religionsführer ihrer Zeit herausgefordert haben. Und das damalige Geschehen entlarvt auch die heutigen Religionsführer der Machtkirchen, weswegen diese ebenfalls eine Vereinnahmung von Pfingsten versuchen; so wie sie Jesus, den Christus, für ihr Dogmen- und Kultgebäude zu vereinnahmen versuchen, obwohl Er ganz anders lehrte und lebte (vgl. dazu den Buchhinweis unten).
Petrus zitierte in seiner Rede vor den Bewohnern Jerusalems auch einen Psalm: „Warum toben die Völker, warum machen die Nationen vergebliche Pläne? Die Könige der Erde stehen auf, und die Herrscher haben sich verbündet gegen den Herrn und Seinen Gesalbten“ (zit. nach Apostelgeschichte 4, 36). Dieser geistige Kampf dauert bis in unsere Zeit an, doch, und auch davon sprach bereits Petrus: Christus ist der Sieger.

Der Text kann wie folgt zitiert werden:
„Der Theologe“, Herausgeber Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 74: „Löscht den Geist aus! Kirche contra Pfingsten“, Wertheim 2014, zit. nach http://www.theologe.de/pfingsten.htm, Fassung vom 30.5.2014, Copyright © und Impressum siehe hier.

 

Buchempfehlung: Der mutige junge Mann Jesus von Nazareth, von Dieter Potzel, Matthias Holzbauer u. a, Marktheidenfeld 2013, 12,90 €; mehr dazu hier

Das Knäblein in der Krippe und der tote Mann am Kreuz – was haben die beiden gemeinsam? Sie können nicht reden! Ein Zufall? Sicher nicht! Stumm soll Er sein, zum Schweigen soll Er gebracht werden, damit niemand erfährt, dass Er in Wirklichkeit der geistige Revolutionär war, der den Priestermännern bereits vor 2000 Jahren die Stirn bot. Er besaß den unglaublichen Mut, ihnen vor dem Volk das Recht abzusprechen, sich als „Mittler“ zwischen Gott und die Menschen zu stellen. Der Mensch braucht keine Mittler, wenn er Gott näherkommen will, denn Gott, der Allgeist, ist in jedem Menschen selbst gegenwärtig. Das war und ist die Lehre des Nazareners. Er hat weder Priester eingesetzt noch eine Kirche gegründet. Doch Sein Name wird von den heutigen Theologen und Priestern missbraucht, die sich zu Unrecht auf Ihn berufen, in Wirklichkeit aber Traditionen und Kulte aus antiken Götzenkulten übernommen haben.

 

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Der redende Gott

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Der redende Gott

Ich Bin die Auferstehung und das Leben


Pfingstreden gestern, heute und morgen

Aus der gleichnamigen TV-Sendung von Urchristen, Nachfolgerndes Jesus, des Christus.

Die traditionelle sogenannte Christenheit feiert jedes Jahr einige Wochen nach Ostern das althergebrachte, gleich kirchliche, Pfingstfest. Die wenigsten Menschen wissen, was an diesem Tag gefeiert wird. Wer nachforscht, erfährt, dass an diesem Tag vor rund 2000 Jahren der heilige Geist ausgegossen worden sei.
Einige Wochen nach dem Kreuzestod Jesu und Seiner Auferstehung und nach Seiner Himmelfahrt hatten sich viele Menschen in Seinem Gedenken in einem Raum im Gebet versammelt. Nach der Überlieferung verspürten sie eine Art Bewegung, ein Brausen, das in den – man sagt – überlieferten Schriften als das Einfließen des heiligen Geistes in die Anwesenden gedeutet wurde. Von diesem Ereignis ausgehend, sollen sich dann Menschen zusammengeschlossen und die ersten Urchristlichen Gemeinschaften gebildet haben.

Für die Menschen im Land Israel, die vor 2000 Jahren das Leben und Wirken des Jesus von Nazareth, Seine Nähe, Seine Liebe und Weisheit erlebt hatten, war die geistige Gegenwart, die Nähe des auferstandenen Christus eine Realität. Viele, die ein Leben in Christus nach den Gesetzen Gottes anstrebten und sich bemühten, ihr Sündhaftes zu bereuen und nicht mehr zu tun, verspürten an jenen Tagen in sich den Geist Gottes. Aber nur die spürten den Geist der Wahrheit, die Ihm im Denken und Leben treu blieben, indem sie Tag für Tag ihre Gebete erfüllten und die Gesetze des Lebens mehr und mehr verwirklichten. Nur in diesen Menschen blieb der Geist der Wahrheit lebendig.

Für die meisten Menschen, die heute, nach rund 2000 Jahren, im sogenannten christlichen Abendland leben, ist Gott, der Ewige, ein ferner Gott. Und Christus, der Auferstandene, der lebendige Sohn Gottes, wird von konfessionellen Priestern als Sündenbock und Opferlamm verleumdet. Christus wird der Masse nach 2000 Jahren immer noch am Kreuz hängend präsentiert, als toter Mann, der zum Schweigen verdammt wird.

Die meisten von uns Menschen sind in einem Umfeld aufgewachsen, in dem sich Priestermänner anmaßen, Gott und Christus an Feiertagen in Steinhäusern zu verwalten. Sie behaupten von sich, sie seien berufen, uns, ihren Mitmenschen, den Zugang zum Himmel zu vermitteln, sie könnten für Gott und für Christus sprechen oder seien gar deren Stellvertreter. Die Kirchen-„Christenheit“ ist mit Zeremonien, Riten, Litaneien und veräußerlichtem Pomp überhäuft worden und feiert rituelle sogenannte Gottesdienste an sogenannten christlichen Feiertagen, deren wahrer Ursprung und Bedeutung gar nicht mehr erkennbar ist. Gott, der Geist des Pfingstfestes, und Christus sind in dieser äußeren Religion ausgeschlossen. Die Priester und Religionsverwalter reden – der Geist der Wahrheit , und somit auch der Christus Gottes, müssen schweigen. Der Gipfel der Verhöhnung ist, dass Christus, der Auferstandene, täglich aufs neue ans Kreuz geschlagen wird.

Das ist die äußere Religion, mit der die Priesterkaste gleichsam wie mit einer Droge die Sinne der Menschen vernebelt, damit sie den Geist der Wahrheit, den Christus Gottes, der inwendig in jedem Menschen wohnt, nicht erkennen und statt dessen dem Heidengott, der der Gott der Unterwelt ist, zum Opfer fallen. Es ist der Gott der Priester und der Kirchen, der in dieser Welt vielen Menschen den geistigen Tod gebracht hat und bringt.
Doch der wahre Gott, der ewig redende Gott, der Schöpfer des Universums, kennt äußere Religiosität und äußere Religion nicht. Jesus, der Christus, hat keine Priester und Pfarrer berufen und keine Kirche gegründet. Der Ewige wohnt nicht in Steinhäusern, die Kirchen genannt werden. Wir Menschen, jeder Einzelne von uns, ist der Tempel des heiligen Geistes; in unserem Seelengrund wirkt der redende Gott.

Ein Merksatz für jeden Wahrheitssucher: Wir alle sind in unserem Inneren, in unserem Seelengrund, Gottes reine, von Ihm geschaffene Kinder. Durch Jesus, den Christus, durch die Auferstehung und das wahre Leben kehrt jeder von uns zurück zum ewigen Vater in das Reich Gottes, als ein reines Wesen in Gott, als Sohn und Tochter Gottes. Dann ist es wieder, wie es ewig ist: Wir sind wieder reine Wesen, in beständiger Kommunikation mit dem reinen, ewigen Sein.

In Gott, unserem ewigen Vater, ist alles Einheit. Wir, in Gott, sind Einheit im Geiste des lebendigen, ewigen Seins Gott. Jedes Wesen schwingt im Rhythmus und im Gleichklang der Himmel. Das ist als Mensch unser Weg ins Vaterhaus.
Ich möchte den Satz wiederholen: Das ist als Mensch unser Weg ins Vaterhaus – für jeden Menschen, für jede Seele.
Solange wir Menschen unser Ober- und Unterbewusstsein mit anderen Eingaben geprägt haben, die nicht der Strahlung der Himmel entsprechen, suchen wir nach Gott. Wir Menschen haben uns einen falschen Zungenschlag angewöhnt und nehmen deshalb nicht mehr die heilige Flamme wahr, die beim damaligen Pfingstfest als geistige Zunge gedeutet wurde.

Wir Menschen müssen wieder zurückkehren zu der ewigen Flamme des heiligen Geistes, zu der Flamme, die überall und unablässig leuchtet – auch dann, wenn es uns heute noch nicht bewusst ist. Doch der Weg dahin geht über das Auferstehungslicht des Christus Gottes, über das Licht Seiner Erlösertat.

Für uns Menschen gilt also, dass wir die Stimme des Christus Gottes in unserem Inneren wieder wahrnehmen. Durch äußeren religiösen Etikettenschwindel, dem viele folgten, sind die inneren Sinne für das Gesetz des Lebens, das Gott ist, stumpf geworden. Wir müssen uns von den groben und schrillen Tönen einer gottfernen und sündhaften Welt abwenden, um den Ewigen im Urgrund unserer Seele wahrzunehmen. Dazu bedürfen wir keiner Mittler; dazu bedürfen wir niemandem, der sich Priester nennt. Wir selbst sind der Tempel Gottes; Gott wohnt in uns, und die Stimme Gottes ist ewig gegenwärtig in uns.
Pfingsten von gestern ist auch Pfingsten von heute!

In unserer selbstverschuldeten Blindheit und Taubheit hat Gott, der Ewige, uns, Seine Kinder, nie alleingelassen. Gott hat nie geschwiegen. Da der redende Gott die meisten Menschen im Herzen jedes Einzelnen nicht erreichen konnte, redete Er zu allen Zeiten, auch für unsere äußeren Sinne vernehmbar, zu uns Menschen durch erleuchtete Frauen und Männer, durch Prophetinnen und Propheten, die die Lichtsprache der Himmel für die Menschen ihrer Zeit in deren Sprache übersetzten. Sie waren und sind keine Mittler zwischen Gott und Menschen – sie sind Sprachrohre des Allmächtigen, weil das siebendimensionale Reich Gottes nicht die dreidimensionale Sprache der Menschen hat.
In unserer Zeit, die eine mächtige Umbruchszeit ist, geschieht dies erneut seit über 35 Jahren in einer nie dagewesenen Fülle durch Gabriele, das Sprachrohr Gottes, die Er Seine Prophetin und Botschafterin für unsere Zeit nennt.

Der Schöpfer des Universums, der redende Gott, lässt sich von niemandem den Mund verbieten, und schon gar nicht von einem Pfarrer oder Priester oder Religionsverwalter. Und der Auferstandene, der Erlöser aller Seelen und Menschen, der in Gott, unserem Vater, der redende Christus Gottes ist, lässt sich von keinem Priester oder Pfarrer oder Religionsverwalter erneut ans Kreuz schlagen. Jesus, der vor 2000 Jahren als einfacher und schlichter Mann über die Erde ging, durch den Sein – unser – Vater redete, kündigte uns Menschen Propheten an. Heute, nach 2000 Jahren, spricht Er durch Prophetenmund und klärt uns auf. Er ruft in den Urgrund unserer Seele hinein: „Ich Bin die Auferstehung und das Leben. Wer an Mich glaubt und Gottes Werke der Liebe erfüllt, der wird leben.“

Christus ist also auferstanden. Er, der Sohn Gottes, der Mitregent der Himmel, hat es für uns auf sich genommen, die himmlische Heimat, aus der wir alle stammen, zu verlassen und sich als Jesus von Nazareth in einen Menschenkörper einzuverleiben. Er, der Sohn Gottes, hat uns während Seiner Erdenjahre die Liebe und Weisheitslehre aus den Himmeln gebracht und sie uns vorgelebt. Er war der größte Gottesprophet, durch den Gott, der Ewige, zu uns sprach. Er hat uns den Weg gewiesen, wie wir durch ein Leben nach den göttlichen Gesetzen von unseren Belastungen frei werden und das göttliche Wesen in uns wieder zur Entfaltung bringen können.
Er lehrte uns den Inhalt Seiner Bergpredigt. Er lehrte uns erneut die Zehn Gebote, die Gott durch Mose gab. Das ist unser Weg in das wahre Leben, den jeder von uns zu gehen hat, auch der, der sich Pfarrer oder Priester nennt.

Die meisten Menschen Seiner Zeit haben Jesus, den Christus, nicht angenommen, sondern Ihn ans Kreuz der Romregierung geliefert. Christus hat dieses Kreuz, das Ihm die Menschen auferlegt haben, auf sich genommen und hat auf Golgatha jeder Seele und jedem Menschen den Erlöserfunken, einen Teil Seiner göttlichen Urkraft, übertragen. Und Er hat den Tod überwunden, denn Er ist auferstanden und zu Seinem Vater in die ewige Heimat zurückgekehrt. Im Geiste ist Er als der redende Christus Gottes immer gegenwärtig, in jedem von uns, ebenso wie Gott, unser Vater. Der himmlische Vater und Christus, Sein Sohn, sind eins, ein Geist, eine Wahrheit, eine Liebe. Der ewig flammende Geist ruft in unser Bewusstsein: Ich Bin die Auferstehung und das Leben.

Die Auferstehung des Sohnes Gottes ist das Symbol für das Leben, das wahre Leben, welches das Gesetz des Reiches Gottes ist, das Leben.
Eine Hilfe für uns alle wäre, darüber nachzudenken, dass Gott, der Geist, der Christus-Gottes-Geist, allgegenwärtig ist. Er ist das Leben in allem, in jedem Wesen, in jedem Menschen, in jedem Tier, in jeder Pflanze, in jedem Mineral, aber auch in den Gestirnen, ja im gesamten Universum.

Der redende Christus Gottes möchte, dass auch wir zu dem wahren Leben werden, dass wir das ewige Leben in uns erschließen, denn Er sprach: „Folget Mir“ – also Jesus, dem Christus – „nach.“ Tun wir Seinen Willen, dann fühlen wir, dass wir der Tempel Gottes sind, und dass Gott, der Ewige, zu uns aus unzähligen Lebenskräften redet. Der Allmächtige redet durch den Stein. Er redet durch jedes Tier, durch jede Pflanze, durch jeden mächtigen Baum. Er redet durch die Gestirne, durch das gesamte Universum. Er redet auch im Urgrund jedes Menschen, denn jeder Mensch ist der Tempel Gottes.

Wir Menschen müssen wieder zur höchsten Strahlenintensität des reinen Kosmos finden, zum Gesetz des ewigen Seins zurückkehren. Wir Menschen müssen den Tempel aus Fleisch und Bein reinigen, also Ordnung machen in unseren Gedanken, Worten und Handlungen, indem wir uns auf den Geist der Wahrheit ausrichten und uns auf Seine Stimme, auf die Stimme der Gebote Gottes, auf die Stimme der Bergpredigt Jesu, einstimmen. Dann erleben wir den redenden Gott und merken sehr bald, dass wir Menschen keine Mittler brauchen. Zur Umkehr bedarf es immer der Selbsterkenntnis in der Frage: Wie sieht es aus mit meinem Erdenleben? Habe ich mich von der höchsten Strahlenintensität des redenden Gottes abgewendet? Wie verhalte ich mich gegenüber meinen Mitmenschen, gegenüber den Tieren und der Natur? Wir Menschen bringen viele Opfer für unsere Genusssucht. Sie zu hinterfragen, heißt, unsere Frequenz zu ergründen, die sich abgewendet hat von der höchsten Strahlenintensität, dem redenden Gott in uns.

Solange wir nach dem Prinzip handeln: „Alles für mich, alles dient meinem Ego“, dienen wir dem, der gegen Gott ist. Wir müssen erleben und erkennen: Der Nächste darf uns nicht einerlei sein, denn er ist im Urgrund seiner Seele unser Bruder, unsere Schwester. Denn Jesus sagte doch zu uns: „Ihr sollt euch nicht Rabbi nennen, denn nur Einer ist euer Meister, Christus. Ihr aber seid alle Brüder.“ Also nennen wir niemanden „Priester“, „Pfarrer“, „Exzellenz“ oder „Eminenz“. Vor Gottes Angesicht ist jeder Bruder. Jedes Wesen ist Bruder und Schwester in Seinem Geiste!

Viele Menschen sind geistig Tote. Warum? Weil sie dem Geist der Wahrheit nicht folgen, der uns in den Zehn Geboten durch Mose und in der Bergpredigt Jesu zustrahlt. Wessen Gewissen noch intakt ist, der spürt, dass ein solches Dasein nicht vom Leben bestimmt ist, sondern vom Tod, nämlich vom geistigen Tod. Der Mensch, der so lebt, hat sich in sein sündhaftes Denken, Reden und Tun eingesponnen und so seinen eigenen geistigen Leichnam geschaffen, obwohl er noch auf der Erde vegetiert und meint, dies sei das Leben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, unser Leichengeruch muss weg! Wir brauchen den feinen, zarten Duft der Himmel. Machen Sie mit – fort vom geistigen Tod, hin zum Leben! In dieses Leben führt uns Christus, indem wir in Ihm auferstehen. Diesen Weg der Auferstehung hat uns Jesus von Nazareth in Seiner Bergpredigt gelehrt und lehrt uns der Christus Gottes in unserer Zeit durch Gabriele in allen Facetten, die der Mensch verstehen kann, z.B. in der Auslegung Seiner Bergpredigt und in der Auslegung der Zehn Gebote Gottes durch Mose.

Seit 2000 Jahren kennen wir die Bergpredigt mit der Goldenen Regel, die sinngemäß lautet: „Alles, was du willst, dass dir andere tun, das tue du zuerst“, oder, anders gesprochen: „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.“ Und schon 1500 Jahre länger kennen wir die Zehn Gebote Gottes, die der redende Gott durch Mose uns, Seinen Menschenkindern, gegeben hat. Auch diese Gebote sind Aspekte aus dem Gesetz Gottes, dem Gesetz des Lebens. Jesus berief sich auf die Gebote und die Lehren, die der Gottesgeist durch die Gottespropheten des Alten Bundes in die Welt gebracht hatte, und Er vertiefte sie für die Menschen Seiner Zeit. Und Er stellte unmissverständlich klar: Wer Seine Worte hört und sie tut, der ist ein kluger Mann.
Es sei noch einmal gesagt: Wer Seine Worte hört und sie tut, ist ein kluger Mann. – Er bestimmte also keine Mittler!

Heute sagt der Christus Gottes uns in Seinem großen göttlichen Offenbarungswerk „Das ist Mein Wort. Alpha und Omega. Das Evangelium Jesu. Die Christusoffenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen“, Folgendes:
„Daher seid bestrebt, das ewige Gesetz zu erfüllen und im Gesetz der Liebe zu leben, so dass eure Seele schon im Leibe die Auferstehung vom geistigen Tod erlangt, nämlich das bewusste Leben, das die Seele schon im Menschen in Wort und Tat verwirklicht.“
An dieser Stelle sei auch auf dieses einzigartige Buch hingewiesen. Es ist in jeder Buchhandlung zu erwerben oder zu bestellen und in allen großen Sprachen dieser Erde zu erhalten.

Durch die Erlösertat auf Golgatha trägt jede Seele und jeder Mensch in sich den Erlöserfunken als Geschenk des Christus Gottes. Durch dieses Ereignis sind unsere Belastungen und Verschattungen, das Ungute, das uns anhaftet, jedoch nicht einfach aufgelöst. Wer seine Sünden nicht erkennt, sie nicht bereut, um Vergebung bittet und wiedergutmacht, soweit es noch möglich ist, der wird immer wieder in die gleichen Sünden fallen. Obwohl das Licht der Erlösung, der redende Gott, sich in allen Seelen offenbart und die Quelle der Kraft für alle ist, die ihre Sünden bereuen und nicht mehr tun, wird also nur der Mensch das wahre Leben in sich erschließen, der bewusst Schritt für Schritt an der Hand unseres Bruders Christus Seiner Wegweisung folgt.

Wer sich täglich bemüht, sein Allzumenschliches, die fehlgeleitete Strahlenfrequenz, zu erkennen und mit der Kraft des Christus Gottes zu bereinigen, der erfährt, dass sich das Leben, der Christus-Gottes-Geist, in ihm immer wieder bemerkbar macht. In den Begegnungen des Alltags, wenn wir vor Fragen stehen oder Entscheidungen treffen müssen, spüren wir mehr und mehr, dass wir Hilfen, Hinweise und Anregungen erhalten. Wir werden sicherer. Wir werden ruhiger. Wir kehren mehr und mehr ein in das Bewusstsein des Geistes Gottes in uns und empfangen Impulse des redenden Gottes.

Wer die Worte des Jesus, des Christus, ernst nimmt, der wird sich seiner Gotteskindschaft bewusst und entfaltet mehr und mehr das Göttliche seines wahren Wesens in sich. Er bereinigt das Allzumenschliche, das Sündhafte, mit der erlösenden Kraft des Christus-Gottes-Geistes. Sein Fühlen, Denken, Reden und Tun wird mehr und mehr vom Geist Gottes durchdrungen. Dadurch schwingt er sich wieder ein in den Klang der Himmel, und er empfängt mehr und mehr die Stimme des Gottesgeistes.
Das Erlöserlicht, das Christus in jede Seele und in jeden Menschen gelegt hat, wird durch den heiligen Geist zur Flamme entfacht. Das ist Pfingsten, das ist die Flamme des heiligen Geistes, der im Urgrund der Seele eines jeden Menschen verborgen ist. Jeder von uns ist gerufen, die Flamme zum Lodern zu bringen.

In uns ist also der redende Gott. In uns ist die Auferstehung und das Leben. In uns ist jeden Augenblick Pfingsten!

Wer in Christus auferstanden ist, wer das Leben, das Christus ist, in sich schrittweise erschließt, der hat die Bitte des Nazareners vernommen, die lautet: „Folget Mir nach“, die Er immer und immer wieder an uns Menschen richtet, damit wir sie in die Tat umsetzen. Menschen im Geiste des Auferstandenen haben ihr Leben geordnet, um das neue Leben, das wahre Leben, zu erringen.

Menschen im Geiste des Christus Gottes leben und wirken in der Gemeinschaft Gleichgesinnter, die den Inneren Schatz heben, der das Leben in Christus ist. Menschen im Geiste des Christus Gottes leben in Harmonie mit der Mutter Erde, mit der Natur und den Tieren, und mit Menschen, die für das All-Leben sind. Solche Menschen sind Menschen des empordämmernden Neuen Zeitalters, das das Zeitalter des Christus Gottes ist. Sie werden, wie es Jesus von Nazareth in den Seligpreisungen der Bergpredigt verheißen hat, das Erdreich besitzen, das Reich des Friedens auf dieser Erde.

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