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Schlagwort-Archive: Vatikan

Kirchenkritische Bücher

 

 

Papst Pius XII. – Der unselige Papst
von Matthias Holzbauer

Wie ein düsterer Untoter geistert er immer wieder durch die Öffentlichkeit: Papst Pius XII., den seine Nachfolger auf dem Papstthron immer wieder seligzusprechen versucht haben. Sein verhängnisvolles Schweigen zum Holocaust hat diesen Schritt bisher verhindert. Doch der Vatikan lässt nicht locker. Weshalb eigentlich?

Der Steinadler und sein Schwefelgeruch – Das neue Mittelalter

Was der Journalist Matthias Holzbauer in jahrelanger Recherche zusammengestellt hat, ist haaresträubend. Mit Namen und Fakten belegt er, welche Kampagnen kirchliche und auch staatliche Stellen auch heute noch gegen religiöse Minderheiten vom Zaun brechen.

Verfolgte Gottsucher
Der Strom des Urchristentums in der Geschichte
von Matthias Holzbauer

Der Strom des Urchristentums ist in der Geschichte nie wirklich versiegt – und er strömt bis hinein in unsere Tage. Denn die Sehnsucht nach dem „Neuen Jerusalem“ war und ist nicht auszurotten.

Strafsache Vatikan – Jesus klagt an
von Uli Weyland

Der gut recherchierte Geschichtsroman straft die von Papst Wojtyla aufgestellte These Lügen, dass es nur die „irrenden Söhne und Töchter“ der Kirche gewesen seien, die die kirchliche Blutspur durch die Geschichte zu verantworten haben.

Angeklagt: Der Papst
Der Verantwortlichkeit des Vatikans für Menschenrechtsverletzungen
von Geoffrey Robertson QC

Deutsche Erstausgabe von The Case of the Pope, das brisante Buch des prominenten britischen Kronanwalts und international tätigen Anwalts für Menschenrechte, Geoffrey Robertson.

Des Satans alte Kleider

Sektenjagd in Deutschlandvon Matthias Holzbauer und Gert-Joachim HetzelGott ist die Wahrheit – der Satan die LügeDie Prophetin Gottes sagt aus

Klimawandel: Gott hat rechtzeitig gewarnt

Der Schattenwelt neue Kleider

Die Inquisition der JetztzeitDer Klimawandel und die dramatischen Veränderungen auf dem Planeten Erde sind in aller Munde. Plötzlich meldet sich auch die Kirche zu Wort, von der 30 Jahre lang zu diesem Thema nichts Nennenswertes zu hören war.

Weh euch Theologen!

Der mutige junge Mann Jesus von Nazareth

Die Diktatur des Stuhles Petri fußt auf den heidnischen Priesterreligionen
von Dieter Potzel, Matthias Holzbauer u. a.

Das Knäblein in der Krippe und der tote Mann am Kreuz – was haben die beiden gemeinsam? Sie können nicht reden! Ein Zufall? Sicher nicht!

Kirche gegen Tiere

Vegetarier – gottlose Ketzer?

Für die Tiere, unsere Mitgeschöpfe aus Gottes Hand
von Ulrich Seifert

Übermäßiger Fleischkonsum, das zeigt sich in unseren Tagen mehr und mehr, ist ein schwerwiegendes Problem: Dem Menschen bringt er Übergewicht, Herzerkrankungen und weitere Krankheiten.

Der freie Geist, der Lebensodem in allen Wesen

Lebe mit mir.

Ich bin ein Bewusstseinsaspekt deiner Seele
Die Vielfalt und Schönheit der Natur erleben
Bildband der Internationalen Gabriele-Stiftung aller Kulturen weltweit

Nur eine einfache Seele

Der polnische Papst
Bilanz eines Pontifikats
von Hubertus Mynarek

Aus der Reihe „Unerwünschte Bücher zur Kirchen- und Religionsgeschichte“, im Jahr 2005 im Ahriman-Verlag, Freiburg erschienen.

Die Herren im Talar noch auf dem hohen Ross !

Die beleidigte Kirche
oder: Wer stört den öffentlichen Frieden?
von Karlheinz Deschner

Priester im Gegensatz zu dem Mann aus Nazareth

Verrat an der Botschaft Jesu
Kirche ohne Tabu

von Hubertus Mynarek

Der bekannte Religionswissenschaftler enthüllt als Insider unbekannte Interna der römisch-katholischen Kirche, die hinter den feierlichen Gewändern verborgen sind.

   
Kirchliche Obere verdammen – Gott, der All-Geist, nicht!

Ungezählte Generationen wurden mit der Horrorvorstellung eines angeblich strafenden und grausamen Gottes gequält, der einen Großteil Seiner Kinder in eine ewige Hölle schickt. Auch heute noch verdüstert dieser Alptraum viele Gemüter und macht sie seelisch krank. Vor allem aber: All die über Jahrhunderte angehäuften Bannflüche gegen alles Nicht-Katholische sind bis heute gültiger Bestandteil der katholischen Lehre – und auch Luther lehrte die ewige Verdammnis. „Die ewige Hölle“ droht auch den eigenen Gläubigen, wenn sie auch nur an eines der Dogmen nicht glauben.

   
 
 

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Der Gründer der Inquisition lud Frauen zu Gelagen

Der Gründer der Inquisition lud Frauen zu Gelagen

Bevor Paul III. Papst wurde, war er ein typischer Renaissance-Kardinal gewesen. Als Herr des Vatikan begründete er die Römische Inquisition. Ein neues Buch sucht ihre Ursprünge. Von Florian Stark

Die Römische Inquisition 1/5
<br />Oft genug endeten die Verhandlungen vor der Inquisition mit einem Autodafé, einem Glaubensgericht. Dabei handelte es sich um einen Euphemismus für den Tod auf dem Scheiterhaufen.<br />

Foto: picture-alliance / akg-images

Oft genug endeten die Verhandlungen vor der Inquisition mit einem Autodafé, einem Glaubensgericht. Dabei handelte es sich um einen Euphemismus für den Tod auf dem Scheiterhaufen.

Alessandro Farnese (1468-1549) war wohl das Gegenteil von dem, was man einen frommen Mann nennen würde. Er warf seine Mutter in Gefängnis, brachte über seine Schwester Giulia deren Liebhaber Papst Alexander VI. dazu, ihn im Alter von 25 Jahren zum Kardinal zu erheben, lebte mit seiner Geliebten in einem prachtvollen Palast in Rom und zeugte mit ihr vier Kinder…………..

 

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Prävention von Kindesmissbrauch Vatikan weist Vorwurf der Verzögerung zurück

Prävention von Kindesmissbrauch Vatikan weist Vorwurf der Verzögerung zurück

04.12.2013 ·  Der Heilige Stuhl hat einen Fragenkatalog der UN nach Maßnahmen gegen Kindesmissbrauch in der Kirche nicht fristgerecht beantwortet. Gleichwohl tritt er dem Vorwurf entgegen, sich hinter „juristischen Formalitäten“ zu verschanzen.

Von Jörg Bremer, Rom

 

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▶ Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld Teil 1/5 – YouTube

Teil 1 der 5teiligen Serie zur gleichnamigen Website Der Reichtum des Vatikans: – Gold – Aktien – Konzerne – Ländereien – Städte / Immobilien http://www.frei/&#8230;

 

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Angeklagt: Der Papst – Buch von Geoffrey Robertson

Grafik 

Link: http://www.gabriele-verlag.de/deutsch/kirchenkritisches/angeklagt-der-papst.php

[Video bei youtube http://www.youtube.com/watch?v=FRdqGBB1Yso&w=420&h=315%5D 

„Angeklagt: Der Papst“
„Die Verantwortlichkeit des Vatikans für Menschenrechtsverletzungen“

Deutsche Erstausgabe von „The Case of the Pope“, das brisante Buch des prominenten britischen Kronanwalts und international tätigen Anwalts für Menschenrechte, Geoffrey Robertson.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden, konservativ geschätzt, mehr als 100.000 Kinder, hauptsächlich Jungen, von katholischen Priestern vergewaltigt oder sexuell misshandelt – ohne dass sie dafür zur Rechenschaft gezogen wurden. Für den Autor – er wurde 2008 in den Internal Justice Council der Vereinten Nationen gewählt – ein Skandal:

„Ich war empört darüber, dass das nicht als grausames Menschenrechtsverbrechen behandelt und der Vatikan nicht verurteilt wurde wegen der Strategien, mit denen diese Verbrechen aktiv vertuscht wurden. Ich hege keine Feindseligkeiten gegen die katholische Kirche oder eine bestimmte säkulare Richtung – viele meiner Freunde sind Katholiken. Aber die Täter kamen ungestraft davon mit dem „Seelenmord“, der für viele Menschen die Folge davon ist, dass sie in jungen Jahren von Priestern vergewaltigt wurden. Deshalb habe ich das Buch geschrieben.“

In „Angeklagt: Der Papst“ geht Robertson der Frage nach, wie die Sexualverbrechen, begangen von katholischen Priestern, so lange verborgen bleiben konnten: Ist der Papst moralisch oder rechtlich verantwortlich für ein System, das es möglich machte, dass so viele entsetzliche Verbrechen ungeahndet bleiben? Sollen er und sein Sitz der Macht, der Heilige Stuhl, weiterhin die Immunität genießen, die sie über das Gesetz stellt? Robertson gibt auch zu bedenken: Solange sich Papst Benedikt XVI nicht von der Schimäre staatlicher Immunität und von dem veralteten kanonischen Recht lösen kann, bleibt der Vatikan ein mächtiger Feind des Fortschritts der Menschenrechte.

LINK: http://www.gabriele-verlag.de/deutsch/kirchenkritisches/angeklagt-der-papst.php

 

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Vatikan jährlich mit 600 Missbrauchsvorwürfen konfrontiert

Vatikan jährlich mit 600 Missbrauchsvorwürfen konfrontiert

Aktualisiert um 06:06 9 Kommentare

Hunderte Fälle von Übergriffen auf Kinder innerhalb der katholischen Kirche landen pro Jahr auf dem Tisch von Chefermittler Robert Oliver. Er vertritt wie auch der Papst eine Null-Toleranz-Politik.

Die dunklen Wolken haben sich noch nicht verzogen: Der Petersdom im Vatikan. (Archivbild)

Die dunklen Wolken haben sich noch nicht verzogen: Der Petersdom im Vatikan. (Archivbild)
Bild: Keystone

 

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Katastrophen, Erdumwälzungen, Sterben – Eine Buchempfehlung

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„Angeklagt: Der Papst“ (The Case of the Pope) von Geoffrey Robertson

06.09.2011 – 11:50
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Deutsche Erstausgabe: „Angeklagt: Der Papst“ (The Case of the Pope) von Geoffrey Robertson

Politik, Recht & Gesellschaft
Pressemitteilung von: Gabriele-Verlag Das Wort
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Pünktlich zum Papstbesuch in Deutschland erscheint am 15. September 2011 das brisante Buch des prominenten britischen Kronanwalts und international tätigen Anwalts für Menschenrechte, Geoffrey Robertson, „The Case of the Pope“, in deutscher Sprache, mit dem Titel „Angeklagt: Der Papst. Die Verantwortlichkeit des Vatikans für Menschenrechtsverletzungen“.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden, konservativ geschätzt, mehr als 100.000 Kinder, hauptsächlich Jungen, von katholischen Priestern vergewaltigt oder sexuell misshandelt – ohne dass sie dafür zur Rechenschaft gezogen wurden. Für den Autor – er wurde 2008 in den Internal Justice Council der Vereinten Nationen gewählt – ein Skandal:

„Ich war empört darüber, dass das nicht als grausames Menschenrechtsverbrechen behandelt und der Vatikan nicht verurteilt wurde wegen der Strategien, mit denen diese Verbrechen aktiv vertuscht wurden. Ich hege keine Feindseligkeiten gegen die katholische Kirche oder eine bestimmte säkulare Richtung – viele meiner Freunde sind Katholiken. Aber die Täter kamen ungestraft davon mit dem „Seelenmord“, der für viele Menschen die Folge davon ist, dass sie in jungen Jahren von Priestern vergewaltigt wurden. Deshalb habe ich das Buch geschrieben.“

In „Angeklagt: Der Papst“ geht Robertson der Frage nach, wie die Sexualverbrechen, begangen von katholischen Priestern, so lange verborgen bleiben konnten: Ist der Papst moralisch oder rechtlich verantwortlich für ein System, das es möglich machte, dass so viele entsetzliche Verbrechen ungeahndet bleiben? Sollen er und sein Sitz der Macht, der Heilige Stuhl, weiterhin die Immunität genießen, die sie über das Gesetz stellt? Robertson gibt auch zu bedenken: Solange sich Papst Benedikt XVI nicht von der Schimäre staatlicher Immunität und von dem veralteten kanonischen Recht lösen kann, bleibt der Vatikan ein mächtiger Feind des Fortschritts der Menschenrechte.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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97828 Marktheidenfeld
09391/504-138 (Tel.)
09391/504-133 (Fax)
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Und: WIR HABEN EINE NEUE WEBSITE FÜR DAS BUCH: www.angeklagt-der-papst.de

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Staatsbesuch des Papstes

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Staatsbesuch des Papstes

Brief an Bundespräsident Christian Wulff

papstbesuch-brief-an-bundespraesident-wulff-17.pdf [79 KB]

Rechtsanwalt
Dr. Christian Sailer, Max-Braun-Str. 2, 97828 Marktheidenfeld-Altfeld
Max-Braun-Straße 2
97828 Marktheidenfeld-Altfeld
Telefon: 09391/504-200
Telefax: 09391/504-202
e-mail: info@kanzlei-sailer.de
http://www.kanzlei-sailer.de

Herrn Bundespräsidenten
Christian Wulff
Bundespräsidialamt
Spreeweg 1
11010 Berlin

17.12.2010

Staatsbesuch des Papstes


Sehr geehrter Herr Bundespräsident,


erlauben Sie mir, dass ich mich als Staatsbürger, Jurist und freier Christ mit einigen
Fragen und einer Bitte an Sie wende.
Als Staatsoberhaupt stehen Sie über allen politischen Parteien, Konfessionen,
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessengruppen. Vom Träger des
höchsten Staatsamtes erwartet das Staatsvolk in besonderem Maße Neutralität
und ausgleichendes Wirken im Widerstreit der vielfältigen öffentlichen und
privaten Belange, nicht zuletzt in Bezug auf die unterschiedlichen religiösen
Gruppierungen unseres Landes. Ihre Rede zum Tag der deutschen Einheit, in
der Sie den Islam als Teil Deutschlands bezeichnet haben, wurde deshalb von
vielen freiheitlich denkenden Bürgern als politisch hilfreicher Fingerzeig empfunden,
der eine aus dem Ruder laufende Diskussion zur rechten Zeit entschärfte.
Angesichts dieser Rede, die Modernität und Liberalität ausstrahlte, verwundert
es umso mehr, dass Sie im Verhältnis zur katholischen Kirche Wege beschreiten,
die vielleicht Mitte des vorigen Jahrhunderts, zu Zeiten der „Volkskirche“,
noch gangbar erschienen, heute aber viele Bürger vor den Kopf stoßen. Ich
meine die Einladung des Papstes zu einem Staatsbesuch, verbunden mit der
Möglichkeit, im Deutschen Bundestag eine Grundsatzrede zu halten.

Vor allem Letzteres ist schwer nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass 70 %
der Bewohner unseres Landes mit der katholischen Kirche nichts zu tun haben.
Im Übrigen wird die Ehre, vor der deutschen Volksvertretung sprechen zu
dürfen, auch Staatsoberhäuptern nur höchst selten zuteil.
Hinzu kommt – und das gilt nicht nur für den Auftritt vor dem Bundestag, sondern
für den gesamten Staatsbesuch -, dass die Stellung des Papstes als
Staatsoberhaupt äußerst fragwürdig ist. Ursprünglich ging der Staat des Papstes
aus der so genannten konstantinischen Schenkung hervor, die sich im 15.
Jahrhundert als Fälschung entpuppte, was die Kirche später auch selbst zugab.
Im 19. Jahrhundert wurde diesem Staatsgebilde zunächst durch Napoleon
ein vorläufiges und später durch den italienischen König Emanuel I. ein definitives
Ende bereitet. Wenn es heute wieder einen Vatikanstaat gibt, so ist
dies auf eine der übelsten Gestalten des vorigen Jahrhunderts zurückzuführen,
nämlich den faschistischen Diktator Benito Mussolini, der in den Lateranverträgen
mit Pius XI. dem Vatikan erneut Staatscharakter zusprach, obwohl
sich das Staatsgebiet auf die Gärten um den Petersdom und das Staatsvolk
auf einige Hundert Prälaten beschränkt. Die Verfassung dieses Staates spiegelt
bis heute ihren faschistischen Ursprung wieder. Art.1 des von Papst Johannes
Paul im Jahr 2000 neu erlassenen „Grundgesetzes“ lautet: „Der Papst
besitzt als Oberhaupt des Vatikanstaates die Fülle der gesetzgebenden, ausführenden
und richterlichen Gewalt.“ Und in der Präambel dieses Grundgesetzes
heißt es, dass der Staat des Vatikans den Zweck hat, dem Papst im Äußeren
Unabhängigkeit für seine Weltmission zu verschaffen. Der Vatikanstaat ist
also erklärtermaßen nichts anderes als ein Vehikel des Kirchenoberhaupts;
und wer den Papst als Staatsoberhaupt einlädt, lädt damit den Kirchenführer ein,
sodass dessen Glaubenslehre kein Kircheninternum mehr bleibt, sondern zum Politikum wird. Das gilt umso mehr, als die Beweggründe für die Staatseinladung der
Vorstellung entspringen, dass Christentum und Kirche identisch seien, eine Auffassung, die viele Bürger keineswegs teilen. Wenn der Papst als Staatsoberhaupt,
das sich zugleich als „Stellvertreter Christi“ bezeichnet, in Deutschland einfliegt,
wird die Frage, inwiefern er Christus vertritt, zur politischen Frage.

Was Jesus Christus lehrte, ergibt sich aus dem Evangelium, auf das sich auch
die Kirche beruft. Dass Kreuzzüge, Hexenverbrennungen und die blutige
Missionierung der Ureinwohner Südamerikas nichts mit der Lehre Jesu zu tun
hatten, wird auch Benedikt XVI. nicht leugnen. Er wird vielleicht sagen, das liege
lange zurück. Nicht so lange zurück liegt die Kriegstreiberei des Vatikans im
Jahr 1914, als der vatikanische Gesandte in Wien die damalige österreichische Regierung zu „scharfem Vorgehen“ gegen Serbien aufforderte und damit den 1. Weltkrieg mit heraufbeschwor. Nicht lange zurück liegt auch die kirchliche Unterstützung Mussolinis beim Überfall auf Abessinien im Jahr 1935 oder die Unterstützung der Franco-Diktatur durch Pius XII., der dem Kriegsverbrecher in Madrid mit den Worten gratulierte: „Indem wir unser Herz zu Gott erheben, freuen wir uns mit ew. Exzellenz über den von der katholischen Kirche so ersehnten Sieg“ – ein Sieg, der rund Hunderttausend Republikanern hauptsächlich in Gefängnissen und bei Erschießungen das Leben kostete. Erinnert sei auch an die moralische
Unterstützung des Russland-Feldzugs Hitlers durch katholische Würdenträger
bis hin zu Pius XII. Kardinal Graf von Galen feuerte im Jahr 1942 in einem Hirtenbrief die deutschen Soldaten zu einem Kreuzzug gegen den Bolschewismus
an. Nicht zu vergessen ist auch der Völkermord an Hunderttausenden orthodoxer
Serben, der von 1941 bis 1943 unter maßgeblicher Beteiligung katholischer
Kleriker in Kroatien stattfand, angeführt von dem katholischen Ustascha-
Führer Pavelic, der mehrmals von Pius XII. empfangen und jeweils mit
den besten Wünschen „für die weitere Arbeit“ entlassen wurde. Und der unmittelbare
Vorgänger des jetzigen Papstes hielt es in den 90-iger Jahren für nötig,
sowohl beim ersten Golf-Krieg als auch im Bosnienkrieg vom „gerechten
Krieg“ zu sprechen und zu betonen: „Wir sind keine Pazifisten.“ Auch der jetzige
Papst distanzierte sich schon einmal vom so genannten Fundamentalpazifismus.
Man mag dies unter dem Gesichtspunkt des Völkerrechts für richtig halten,
nur mit Jesus von Nazareth hat es eben nichts zu tun, der Gewalt unter keinen Umständen für gerechtfertigt hielt. Dann kann man aber dem Papst auch keine
Vorzugsbehandlung als Stellvertreter Christi einräumen, denn die Papstkirche
steht in eklatantem Gegensatz zur Lehre Jesu, was sich eindeutig auch aus
der Kirchenbibel ergibt.

Ein Blick in die als Gründungsurkunde des Christentums geltenden Evangelien
zeigt, dass auch das riesige Dogmengebäude der Kirche mit Jesus von Nazareth
nichts zu tun hat. Es ist nicht einmal durch Theologenweisheit entstanden,
sondern im 4., 5. und 6. Jahrhundert durch das Diktat römischer Kaiser. Sie waren
es, die in der römischen Staatskirche Religionsstreitigkeiten durch Machtsprüche erledigten und z.B. dekretierten, dass Christus „wesenseins mit Gott“ sei (Kaiser Konstantin, Nizzäa, 325), dass es eine Dreieinigkeit von Gott Vater, Gott Sohn und
Heiligem Geist gebe und eine allein-seligmachende Kirche (Kaiser Theodosius
I., Konstantinopel, 381) und vor allem, dass jeder verflucht sei, der daran glaube,
dass am Ende aller Zeiten alle Seelen und Menschen zu Gott zurückkehren
(Kaiser Justinian, Konstantinopel, 553).
Mit solchen und ähnlichen Bannflüchen traktiert die katholische Kirche ihre
Mitglieder bis zum heutigen Tag. Einer davon lautet: „Wer nicht die ganze
kirchliche Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene,
der sei verflucht.“ (Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche in den Urkunden der
Lehrverkündigung, Nr.85). „Verflucht“ heißt im Kontext kirchlicher Glaubenssätze:
verdammt in alle Ewigkeit. Verflucht wird auch jeder, der „nicht alle Bücher
der Heiligen Schrift“, wie sie von der Kirche kanonisiert wurden, also das
Neue und Alte Testament, „anerkennt“, oder „wer leugnet“, dass diese Schriften
unmittelbar „von Gott eingegeben sind“ (Neuner-Roos, a.a.O., Nr.98). Dabei sind
diese Schriften zum Teil geradezu gemeingefährlich. Im Alten Testament steht z.B.:
„Wenn jemand die Ehe bricht mit der Frau seines Nächsten, so sollen beide des Todes
sterben, Ehebrecher und Ehebrecherin.“ (3.Mose, 20,10) Auch Homosexuellen
droht nach der alttestamentlichen Scharia die Steinigung. Verdammt wird nach der
kirchlichen Lehre auch jeder, der aus der Kirche austritt, ohne Rücksicht darauf,
dass er als Säugling zwangsweise hineingetauft wurde. Ewig verdammt
ist auch jeder, der sich nicht der Unfehlbarkeit des Papstes und den von ihm
verkündeten Glaubenssätzen unterwirft. Man kann sagen, es handelt sich um
eine ausgesprochen gefährliche Ideologie, die bei vielen Kirchenmitgliedern
auch ihre psychische Wirkung zeigt, nicht nur in Form von Unfreiheit, sondern
auch in Form ekklesiogener Neurosen – ein inzwischen medizinisch anerkanntes
Krankheitsbild.

Eine Organisation, die ihre Mitglieder zwangsweise erwirbt und zwangsweise mit
der Androhung ewiger Höllenstrafen bei der Stange hält, verstößt gegen die Menschenwürde.
Wenn der Papst als Staatsoberhaupt auftritt, ist seine staatliche und
religiöse Diktatur nicht mehr bloß eine „Sache der Katholiken“, sondern eine Frage
der politischen Akzeptanz, wie es bei anderen Staatsgästen mit diktatorischem Hintergrund auch der Fall wäre. Aus dem religiösen Ärgernis seiner totalitären Dogmen wird eine politische Provokation. Dass die Inhalte seines Glaubens für Außenstehende tabu sein sollten, kann er für sich nicht mehr in Anspruch nehmen, denn der Papst macht mit seiner Religion und seiner Behauptung, er sei der „Stellvertreter Christi“, Politik. Dann wird man ihm seine eigene Bibel entgegenhalten und ihm sagen dürfen bzw. müssen, dass Christus keinen Stellvertreter vorgesehen hat und dass die Kirche mit ihrer blutigen Geschichte und ihrem bis heute andauernden Zwangsystem der freiheitlichen Lehre Christi seit 1500 Jahren ins Gesicht schlägt.
Bedenkt man dies, erweist sich der angebliche „Stellvertreter Christi“ eher als der
Stellvertreter einer Gegenorganisation. Würden Sie den Papst auch unter dieser
Prämisse einladen, nur weil er ein Staatsoberhaupt ist? Vermutlich nicht. Also
erfolgt die Einladung aus bestimmten Glaubensgründen, was für einen Staatsbesuch
keine legitime Motivation ist.
Die meisten Menschen nehmen die Gleichsetzung von Kirche und Christentum
einfach hin, weil sie weder über die blutige Geschichte der Kirche noch
über ihre totalitäre Lehre informiert sind, die bis heute gilt. Sie, sehr geehrter
Herr Bundespräsident, und auch der Herr Bundestagspräsident dürften entsprechende
Kenntnisse haben. Deshalb darf ich Sie fragen, wie Sie es verantworten
wollen, dem Papst die Möglichkeit zu geben, im Deutschen Bundestag für
sein Kirchenregime Reklame zu machen; für ein Regime, das in Deutschland und
weltweit Tausende von Kinderschändern in seinen Reihen hat und deren Verbrechen
systematisch vertuscht hat, auch unter maßgeblicher Beteiligung des jetzigen
Papstes; für ein Regime, das durch so genannte Sektenbeauftragte religiöse Minderheiten in Deutschland ausgrenzt und diskriminiert, was die amerikanische Außenministerin in ihrem jüngst vorgelegten Jahresbericht über Religionsfreiheit ausdrücklich rügte; und für ein Regime, das 3000 professionelle „Teufelsaustreiber“
(Exorzisten) unterhält und damit das Mittelalter ins 21. Jahrhundert transportiert?

Der überwiegende Teil der Bevölkerung wird für diesen Staatsbesuch kein
Verständnis haben, auch wegen des irrwitzigen Sicherheitsaufwandes und
den enormen Kosten von zig Millionen Euro. Da der Papst nur scheinbar als
Staatsoberhaupt, in Wirklichkeit aber als Kirchenoberhaupt kommt, verletzt
sein Auftritt im Deutschen Bundestag die weltanschaulich-religiöse Neutralitätspflicht des Staates, es sei denn, man will in Zukunft auch die Vertreter anderer Religionen und Weltanschauungen im Bundestag reden lassen. Die Bürger
dieses Landes und ihre Volksvertretung haben es nicht nötig, sich über Ethik
und Moral von einem Kirchenführer belehren zu lassen, der einer Organisation
vorsteht, die die größte Blutspur in der Weltgeschichte hinterließ, die sich im
19. Jahrhundert vehement gegen die Anerkennung von Menschenrechten
wehrte, die über 1500 Jahre Antisemitismus schürte und noch bis zum 2. vatikanischen Konzil das Grundrecht auf Religionsfreiheit ablehnte und ihren Mitgliedern bis heute verweigert – durch Androhung schlimmster Strafen im Falle
des Austritts. Solange der Papst sein totalitäres Kirchenregime, angefangen
von der Verfassung des Vatikanstaats bis hin zu den Drohungen des kirchlichen
Katechismus, nicht ändert, mag man ihn, wenn man will, als gestrengen
Religionsführer tolerieren, als Staatsoberhaupt sollte man ihn in einem freiheitlichen
Gemeinwesen, das sich von mittelalterlicher Glaubensknechtschaft gelöst
hat, nicht empfangen.
Wenn er nicht von sich aus bereit ist, seinen Staatsbesuch in eine Pastoralreise
umzuwandeln, möchte ich Sie, sehr geehrter Herr Bundespräsident, bitten,
jedenfalls dafür Sorge zu tragen, dass der Papst nicht im Deutschen Bundestag
auftritt. Ich bin überzeugt, dass diese Bitte im Sinne vieler Bürger ist und
vor allem im Sinne unserer Verfassung: In Deutschland gibt es, wie das
Grundgesetz ausdrücklich feststellt, keine Staatskirche und deshalb hat der
Vertreter eines Kirchenstaats im Parlament unseres Landes nichts zu suchen.

Da es sich um eine öffentliche Angelegenheit ersten Ranges handelt, bitte ich
Sie um Verständnis, wenn ich diesen Brief als offenen Brief schreibe. Ihrer geschätzten Antwort sehen ich und viele ähnlich denkende Mitbürger mit großem
Interesse entgegen. Einen Abdruck dieses Briefes erlaube ich mir, dem Herrn
Bundestagspräsidenten und den Fraktionsvorsitzenden des Deutschen Bundestages
zu übersenden.

Mit freundlichen Grüßen
und staatsbürgerlicher Hochschätzung

gez.: Christian Sailer

 

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